
Sexuelle Selbstbestimmung bedeutet, über den eigenen Körper und die eigene Sexualität selbst entscheiden zu dürfen. Sie schützt unsere Freiheit – nicht unsere Wünsche gegenüber anderen Menschen.
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Sexuelle Selbstbestimmung bedeutet, über den eigenen Körper und die eigene Sexualität selbst entscheiden zu dürfen. Sie schützt unsere Freiheit – nicht unsere Wünsche gegenüber anderen Menschen.
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Organisierte Gewalt, Zwangsprostitution, rituelle Gewalt und Menschenhandel gehören zu den schwersten Gewaltformen, die Menschen erleiden können. Ein Ausstieg ist oft langwierig und gefährlich. Viele Betroffene schaffen ihn nicht. Umso wichtiger sind kompetente Hilfestrukturen, die traumatisierte Menschen umfassend schützen, professionell begleiten und evidenzbasierte therapeutische Unterstützung anbieten.
Wer die Internetseiten von Mission Freedom und Hope e.V. besucht, gewinnt zunächst den Eindruck zweier engagierter Organisationen, die sich dieser Aufgabe widmen. Beide Vereine bezeichnen sich als christlich orientiert und arbeiten nach eigenen Angaben auf Grundlage eines „christlichen Menschenbildes“. Hope e.V. betont zudem, dass den Mitarbeitenden professionelle Qualifizierung wichtig sei und sie regelmäßig an Fortbildungen, Seminaren und Schulungen teilnehmen würden.
Auf den ersten Blick wirkt das Angebot durchaus seriös. Beide Vereine begleiten Ausstiegsprozesse aus der Prostitution, betreiben Streetwork im Rotlichtmilieu, leisten Präventions- und Aufklärungsarbeit und bieten Schutzunterkünfte an. Mission Freedom schreibt auf seiner Internetseite zudem, in zwei vollstationären heilpädagogisch-therapeutischen Wohngruppen Kinder und Jugendliche langfristig stabilisieren und begleiten zu können.
Bei genauerer Betrachtung ergibt sich jedoch ein deutlich komplexeres Bild. Recherchen verschiedener Medien sowie Kritik von Behörden und Fachverbänden werfen seit Jahren erhebliche Fragen hinsichtlich der fachlichen Arbeitsweise und der zugrunde liegenden religiösen Überzeugungen auf.
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Können wir bitte anfangen mehr über diesen blinden Fleck in der Gesellschaft zu sprechen und mit der Vermittlung irreführender Täter- und Opferbilder aufhören?
Ja, auch deutsche Mädchen und Frauen werden Opfer von Menschenhandel und Prostitution – und das nicht selten.
Ich werde im folgenden Beitrag den Begriff „deutsche Opfer“ betonen. Nicht, weil die Nationalität der Frauen, die Gewalt erleben für mich irgendeinen Unterschied macht, sondern weil es mir darum geht die deutschen Frauen in der Diskussion überhaupt erst einmal als Betroffene sichtbar zu machen.
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„Das sind Einzelfälle.“
„Ein Netzwerk konnte nicht belegt werden.“
„Kein Tatzusammenhang nachweisbar.“
Das sind Sätze, die man in der öffentlichen Diskussion über Gewaltstrukturen und ideologische Hintergründe häufig liest. Doch was bedeutet das eigentlich für die öffentliche Debatte? Und welche Schlüsse daraus sind unzulässig – werden aber dennoch immer wieder gezogen?
Zunächst gilt: Für den Nachweis eines Netzwerks bestehen in der Strafverfolgung besondere Hürden. Vermutungen oder Spekulationen über mögliche Verbindungen reichen nicht aus. Ermittlungen brauchen konkrete tatsächliche Anhaltspunkte für Zusammenarbeit oder organisatorische Verbindungen.
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„Zieh dich aus.“ Ich verstehe nicht, aber mache trotzdem. „Auch die Unterhose.“ Er deutet dem kleinen Mädchen an, sich ins Bett zu legen. Ich krieche unter die Decke. Wortlos. Verwirrt. Innerlich fragend. Äußerlich wie erwartet. Bis er fertig ist. Danach geht der Alltag weiter. Genau so, wie auch die Gewalt Alltag ist.
Man könnte denken, es habe sich um „ganz normalen“ Missbrauch gehandelt. In der Situation selbst gab es keinen offensichtlichen Anhalt für ideologie geprägte Gewalt.
Bei genauerer Betrachtung jedoch muss man feststellen, dass es um das geht, was ich „implizite rituelle Gewalt“ nenne.
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Menschen sprechen immer wieder von Anzeichen auf sexuellen Missbrauch und erwarten Listen, die eine Einordnung ihrer Wahrnehmung eindeutig möglich machen. Wenn das Kind die Faktoren X, Y und Z aufweist, dann muss ich in diese Richtung denken. Die Wahrheit für mich ist eine andere: Egal wie lange diese Listen mit Symptomen sind, sie nutzen alle nichts, wenn das Gegenüber nicht bereit ist entsprechend aufmerksam zu sein und den Dialog sucht. Man könnte die Aufzählungen ganz schlicht abkürzen. Mit Missbrauch muss man immer rechnen! Das gilt auch für das unauffälligste Kind!
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Wir lesen und hören immer wieder, dass in Projekten in Kindergärten und Schulen Workshops für Kinder angeboten werden, in denen sie lernen sollen Nein zu sagen und ihre Körpergrenzen zu schützen. Bezeichnet wird das Angebot dann als „Präventionsarbeit vor sexuellem Missbrauch“. Ich halte dieses Signal für extrem schwierig und für mit Vorsicht zu genießen!
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