Wir sitzen auf dem Balkon. Das Wetter ist grau und frisch. Von Zeit zu Zeit trifft ein einzelner Regentropfen unsere Haut. Ob es mehr werden wird oder einfach so vorrüberzieht? In Gedanken begleiten uns viele Themen. Unter anderem denken wir zurück an unseren „Ausstieg“ und was er von der Vergangenheit bis heute für uns bedeutet. Die gute Nachricht ist: „Es lohnt sich!“ Der Preis ist hoch und jedes bisschen Freiheit hart erkämpft. Die Auseinandersetzung mit Verfolgung und Bedrohung im Außen ist die eine Sache. Oftmals viel entscheidender und nicht minder lebensgefährlich ist der Umgang mit der inneren Wirkung der aufbrechenden Traumata. Einen Ausschnitt dieser Aspekte wollen wir für die folgenden Zeilen in den Fokus rücken.
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Als ich auf die Reportage von Y-Kollektiv mit dem Titel „Rituelle Gewalt und Scheinerinnerungen“ aufmerksam gemacht wurde, wollte ich zunächst nicht darüber schreiben. „Nicht schon wieder“, habe ich gedacht. Erst vor kurzem habe ich mich in einem langen Post zu den diffamierenden Beiträgen in der schweizer Presse geäußert und vieles gesagt, was ich auch jetzt zu sagen hätte und nur wiederholen könnte. Aufgrund der Reportage von Y-Kollektiv sah ich dann allerdings wie unzählige Betroffene böse in die Knie gingen und deutlich mitgenommen sind. Einige überlegten damit aufzuhören weiter öffentlich zu dem Thema zu schreiben. Zu groß erschien wohl die Täterlobby und der vermeintliche Kampf gegen Windmühlen. Andere stürzten in tiefe persönliche Krisen, Selbstzweifel und Ängste aufgrund der ohnehin schon miserablen Versorgungslage. Mich erreichten sehr persönliche und berührende Reaktionen gespickt mit schwerer Niedergeschlagenheit und Resignation. Persönlich finde ich es schlimm mit anzusehen, was der Beitrag aktuell mit Betroffenen macht. Deshalb schreibe ich nun an dieser Stelle dennoch. Nicht gegen die Berichterstattung des öffentlich-rechtlichen Online-Kanals. Wer saubere und weniger einseitige Informationen und Studien zu dem Thema möchte, kann sie leicht recherchieren. Wer nicht, hat meine Zeit und meine Energie ohnehin nicht verdient.
Das ist ein Beitrag für die Opfer und ihre Glaubwürdigkeit. Wenn dich die Reportage von den Füßen geholt hat, setz‘ dich einen Moment hin und atme. Du bist nicht allein!
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Manchmal tauchen nach einiger Zeit wieder Themen auf, von denen man dachte, dass man sie schon durchhätte. Vielleicht hat man sogar in der Therapie einige Stunden ganz schön daran geknabbert und viel Energie investiert, um davon zu heilen. Irgendwann ist es dann abgeflacht und man dachte es wäre geschafft. Man hat ein Ereignis überwunden.
Umso erschrockener ist man dann, wenn es plötzlich und unerwartet wieder vor der Tür steht und mit seinem Schmerz anklopft. Hab ich versagt? Versagt die Therapie? Wird es nie gut sein? Wieso um alles in der Welt kommt das einfach immer wieder!? Kann es nicht endlich ruhen!?
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Immer wieder werden Rufe laut, weshalb rituelle Gewalt bei der Vielzahl von Betroffenen denn noch nie polizeilich nachgewiesen worden sei. Zunächst einmal muss man sagen, dass diese Behauptung so schlicht falsch ist. Weshalb werde ich im Laufe dieses Beitrages erklären. Zudem werde ich aus meiner eigenen Erfahrung schildern, wieso strafrechtliche Verfolgungen so oft scheitern. Denn es fehlt schlicht an der Gesellschafts- und Behördenstruktur, um dieser Taten überhaupt habhaft werden zu können.
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Die Reaktionen auf meinen letzten Beitrag haben mich vielfältig bewegt. Ich habe ihn in der Intention verfasst, auf Betroffene organisierter und ritualisierter Gewalt aufmerksam zu machen, die nicht in der Lage sind in ihrer persönlichen Lebenssituation in irgendeiner Form an der öffentlichen Meinungsbildung mitzuwirken und sich eine Lobby zu erkämpfen. Opfer, die nicht eigenständig in der Lage sind sich zumindest ein Stückweit vom Täterkreis zu distanzieren und irgendwann von sich aus auf Hilfsangebote zuzukommen, fallen gesellschaftlich völlig durchs Raster. Sie werden mit ihren spezifischen Bedürfnissen und dem Hilfebedarf gar nicht erst in einer Diskussion sichtbar. Sie sind die schwächsten der Schwachen und werden völlig fallen gelassen. Das ist ein Misstand, den ich so nicht tolerierbar finde und der aus meiner Sicht Aufmerksamkeit braucht! Insofern erlebe ich die Möglichkeit an einer Debatte teilzunehmen, sichtbar zu werden und seine Meinung zu äußern tatsächlich als Privileg, das mir und einigen anderen Opfern zur Verfügung steht, um etwas an unserer Situation und vielleicht auch an der Situation der „Unsichtbaren“ zu ändern. Soweit sprechen zu können, muss man nämlich in organisierten Täterkreisen erst einmal kommen. Was ich enorm schade finde, ist, dass sich ein kleines Grüppchen von anderen Betroffenen offenbar einen Zacken aus der Krone bricht, wenn man diesen Fakt benennt und als Reaktion mit Leidwettkämpfen und Glaubwürdigkeitsdiskussionen Nebenkriegsschauplätze eröffnen, die vielleicht ihrer Aufmerksamkeit dienen, aber nicht dem extrem ernsten Hintergrund. Statt in den Schulterschluss zu gehen und sich zu fragen, was wir gemeinsam öffentlich für diejenigen bewirken können, die nicht in der Lage sind sich zu helfen, versucht man sie wieder vom Brett zu stoßen, weil ihre Existenz ängstigt und das eigene Leid schmälern könnte. Ein Stück weit widert mich diese Selbstgefälligkeit und Ignoranz für die Not anderer gerade tatsächlich auch an.
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Wir hatten eine mehr als schwierige Nacht. Sommersonnenwende. Vieles geht uns durch den Kopf. Bilder und Erinnerungen an alte Zeiten und die Umstände in denen wir lebten und leben. Stille Betrachtungen unseres Lebens, des Ausstiegs und all den Folgen. Gedanken zum Heute und zu dem was inzwischen auch gesellschaftlich über rituelle Gewaltstrukturen bekannt ist. Ärzte, Therapeuten und wissenschaftliche Studien haben einiges dafür getan, um die Not ihrer Patienten sichtbar und belegbar zu machen. Dafür sind wir sehr dankbar! Noch vor einigen Jahren war es fast unmöglich Informationen, Betroffenenwebsites und Blogs zum Thema zu finden. Inzwischen wachsen sie vor allem auf Social-Media-Plattformen aus allen Ecken mit sämtlichen Vor- und Nachteilen. Manches davon sehen wir enorm kritisch, weil es die Öffentlichkeitswahrnehmung der Thematik aus unserer Perspektive ungünstig verzerrt. Bei all den Publikationen, Posts und Profilen gibt es immer noch die Unsichtbaren unter den Sichtbaren. Ihnen wollen wir diesen Beitrag widmen.
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Die Erde riecht feucht. Um uns breitet sich ein stiller Raum aus. Die Vögel zwitschern und ein sanftes Lüftchen bewegt den Abend. Für den Augenblick scheint alles einzufrieren. Die Geräusche sind da und doch sind sie nicht mit einer Empfindung von Lautstärke verbunden. Vielmehr werden sie immer mehr Teil der Ruhe. Mein Dämmerungsmoment scheint frei im Raum zu schweben, unabhängig von Zeit. Ich bin einfach teil und nehme meinen Platz darin ein. Die Hitze des Tages besänftigt sich langsam und webt sich ein in diesen Ausklang. Ich schließe die Augen. Mit einem tiefen Atemzug beginne ich den Zauber des Augenblicks in mich aufzunehmen. Seine blinde Essenz. Eine Präsenz die nicht nach offensichtlichem fragt. Stattdessen fühlt sie ihre Wahrheit.
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Ich hatte in den letzten Tagen nach einer notfallmäßigen OP Gelegenheit mich nochmal eingehend mit dem Thema Schmerzen auseinanderzusetzen. 😏 Bei dissoziativen Störungen gibt es im Kern zwei Wahrnehmungsbereiche die zum Problem werden können: Entweder man spürt Schmerzen gar nicht, so dass sie ihre Warnfunktion nicht mehr ausführen können oder sie werden verstärkt wahrgenommen, so dass auch schon verhältnismäßig kleine Irritationen einen um den Verstand bringen können. Viele Betroffene kennen beide Zustände im Wechselspiel.
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Wir lesen und hören immer wieder, dass in Projekten in Kindergärten und Schulen Workshops für Kinder angeboten werden, in denen sie lernen sollen Nein zu sagen und ihre Körpergrenzen zu schützen. Bezeichnet wird das Angebot dann als „Präventionsarbeit vor sexuellem Missbrauch“. Ich halte dieses Signal für extrem schwierig und für mit Vorsicht zu genießen!
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Wir verstehen durchaus, dass eine gewisse Orientierung notwendig ist, um keine Retraumatisierung und Überflutung mit traumatischem Material zu riskieren. In vielen Fällen hatten wir bei dieser Frage in der Vergangenheit jedoch den Eindruck, dass sie nicht zu unserem Schutz gestellt wird, sondern für die ansonsten überforderte Therapeut_in.
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