Das Weiß der Wolken ist an der Basis in ein eigenartiges Grau getunkt. Es ist nicht so, als käme Regen und doch stellt es das blaue strahlen in Frage. Ich blicke nach oben. Schnell ziehen sie dahin. Während mir hier unten in der Sommerschwüle das T-Shirt an der leicht schweißfeuchten Haut klebt, scheint dort der Wind zu wehen. Die Zeit schwindet dahin. Ich bin um nicht einmal 21.00 Uhr so müde, dass mir beim Schreiben fast die Augen zufallen. Ein anstrengender Tag. Während sie Katze schnurrt und die Tauben ihr Abendlied gurren, lass ich den Tag Revue passieren. Drinnen läuft Wasser in die Gießkanne. Die letzten Arbeiten des Tages gehen mir mit schweren Gliedern von der Hand.
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Ich sitze im Schneidersitz auf dem Balkon. Es wird bereits frisch. Die Pflanzen atmen auf nach einem künstlichen Regenguss aus der Gießkanne. Manche lassen geschafft die Köpfchen hängen. Sich wieder aufrichten nach auszehrender Anstrengung – das wünsche ich mir. Für sie und für uns. Am noch blauen Abendhimmel wird ungewöhnlicher Weise bereits Frau Luna sichtbar. Vögel zwitschern ihr Abendlied. Gedanken kommen und gehen.
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In traumatischen Stresssituationen gerät das autonome Nervensystem in extreme Ausnahmezustände, die dem Überleben dienen. Im Konzept der strukturellen Dissoziation werden diese Zustände als emotionale Persönlichkeitsanteile (EP) benannt. Sie tragen die zum Trauma gehörigen Informationen und Gefühle. Doch wie entstehen eigentlich die anscheinend normalen Persönlichkeitsanteile (ANPs), also die Alltagspersonen?
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Ich sitze auf meinem Balkonsessel und denke so ins Unreine vor mich hin. Vor inzwischen über 10 Jahren bekamen wir erstmalig die DIS-Diagnose und machten uns auf den Heilungsweg. Vieles war unklar und die Erinnerung mehr als nur Lückenhaft. Die traumatisch bedingte Amnesie machte uns sehr zu schaffen. Wir hatten gerade am Anfang einen unglaublichen Drang diese Lücken schließen zu wollen und standen doch immer wieder nur vor dieser großen schwarzen Wand. „Wer hat uns was genau angetan!?“, quälte uns als zentrale Frage. Die Puzzelteile, die in meinem Alltagsgedächtnis erhalten waren, zeichneten zwar ein grobes Bild und doch war mir das zu wenig. Ich hatte das Gefühl es genau wissen zu wollen und zu müssen. Da, hinter dieser Mauer im Gehirn, schien ein wichtiger Teil meiner Identität verborgen. In mir bohrte die fixe Idee nicht eher heilen zu können, bevor ich all die grausamen Details kannte, um sie dann abzuschließen.
Einerseits ist es für jeden Menschen wichtig seine Geschichte zu kennen. Erlebnisse und Erfahrungen prägen unsere Persönlichkeit. Die Suche nach Erinnerungen beinhaltet immer auch die Frage: „Wer bin ich und wie bin ich so geworden?“ Es gibt viele Beweggründe, im Innen und in der Erinnerung zu forschen. In diesem Beitrag möchte ich allerdings nur einen ganz bestimmten Aspekt meiner Reise nach innen vertiefen, der mir erst rückbilckend in den letzten Tagen immer mehr bewusst wird. Inwiefern war die ruhelose Suche und Arbeit im Innen Ausdruck von Aggression gegen die Täter?
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Prävention ist eine gute und wichtige Sache, wenn wir über den Schutz vor Gewalt und sexuellem Missbrauch reden! Es gibt viele Fachstellen, die hervorragende Arbeit zum Thema leisten. Wichtig scheint mir aber immer wieder zu reflektieren, was wir mit den ergriffenen Maßnahmen eigentlich tun.
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Wir lesen und hören immer wieder, dass in Projekten in Kindergärten und Schulen Workshops für Kinder angeboten werden, in denen sie lernen sollen Nein zu sagen und ihre Körpergrenzen zu schützen. Bezeichnet wird das Angebot dann als „Präventionsarbeit vor sexuellem Missbrauch“. Ich halte dieses Signal für extrem schwierig und für mit Vorsicht zu genießen!
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„Innenkommunikation“ erscheint bei DIS häufig als eine große Aufgabe. Als Betroffene sollen wir uns in der Therapie darum bemühen mit unseren Innenpersonen oder Anteilen in Kontakt zu kommen, um von ihnen wichtige – z.B. biographische – Informationen zu erhalten. Doch was genau tun wir da eigentlich und wie funktioniert das?
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In Spanien wurde am Donnerstag ein neues Gesetz im Bereich der Sexualstraftaten verabschiedet. Es wird auch als „Yes means Yes“-Gesetz bezeichnet. Bislang, war es dort notwendig – wie auch in Deutschland – dass sich die Opfer eindeutig gegen die Taten zur wehr setzten und zumindest mit einem „Nein“ deutlich machen konnten, dass sie den sexuellen Kontakt nicht wollen. Gewaltanwendung, Einschüchterung oder Widerstand der Betroffenen mussten für eine Strafverfolgung nachweisbar vorliegen. Spanien dreht den Spieß nun um und sieht künftig jede Form von Sexualität ohne ausdrückliche Zustimmung als strafrechtlich relevant. Man möchte damit dem Umstand Sorge tragen, dass viele Opfer im Schock gar nicht mehr in der Lage sind sich zu wehren oder Nein zu sagen. Das Gesetz setzt zudem sexuelle Übergriffe mit Vergewaltigung gleich. Dem Täter drohen Strafen bis zu 15 Jahren.
Kritische Stimmen befürchten eine übermäßige Verfolgung von Sexualstraftaten. Wie sich die Umsetzung gestaltet wird sich erst noch zeigen müssen.
Wir sagen „Yes“ zu diesem Schritt, weil man damit die Rechte der Opfer stärkt und ein klares Zeichen setzt. Die traumaphysiologische Reaktion des Einfrierens hat schon vielen Sexualstraftätern ein angemessenes Verfahren erspart. Klare Zustimmung einholen zu müssen fordert gesellschaftlich zum bewussten Umgang mit den Grenzen des Gegenübers auf. Fehlt der Beweis hat nun der Täter das Problem und nicht mehr das Opfer.
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Seit Tagen lässt sich international der Gerichtsstreit zwischen Johnny Depp und Amber Heard live aus dem Gerichtssaal mitverfolgen. Amber Heard wirft Johnny Depp häusliche und sexuelle Gewalt vor. Die Washington Post hatte in einem Artikel über die Gewalt berichtet, allerdings ohne seinen Namen zu nennen. Dennoch fühlt der Fluch-der-Karibik-Schauspieler sich dadurch in seiner Karriere negativen Konsequenzen ausgesetzt. Nun klagt er wegen Verleumdung und behauptet seinerseits wärend der Ehe Gewalt durch seine Ehefrau erlitten zu haben. Wie so oft geht es auf beiden Seiten auch um beträchtliche finanzielle Summen als Schadensersatz von mehreren Millionen US-Dollar. Diesen Beitrag schreibe ich nicht mit der Intention zu zerlegen, wer von beiden am Ende recht hat. Persönlich glaube ich in diesem Fall, dass beide Seiten einen Funken der Wahrheit berichten, aber jeweils den ganzen Kuchen für sich beanspruchen wollen. Ganz abgesehen davon stört mich aber der Umgang der Öffentlichkeit mit den durchaus prekären Themen, die in dem Verfahren angesprochen werden.
Zuschauer auf der ganzen Welt sitzen vor ihren Mattscheiben und schauen reißerisch auf die Bildschirme, um sich persönlich an einem Verfahren zu ergötzen, bei dem es unterm Strich um mutmaßliche Gewaltopfer und -täter geht, die über die Medien vorgeführt werden. Ihr Bekanntheitsgrad und die Höhe ihres Einkommens ändert daran nichts. Wer hat die besseren Anwälte? Wer würgt wem besser eine rein? Was gibt es für „lustige“ Szenen im Gerichtssaal, weil Johnny Depp das Gefühl für den Ernst der Lage fehlt oder der Psychiater von Amber Heard selbst wirkt, als könnte er einen Nervenarzt gebrauchen? Wer hat die besseren Zeugen, die klügere Taktik, den längeren Atem, die bessere Maske und das passendere öffentliche Funktionsniveau? Wem mag man persönlich aufgrund der Aussendarstellung mehr Sympathie schenken? Das alles ist aus meiner Sicht keine Haltung, die eine Gesellschaft für den Umgang mit Gewalt qualifiziert. Ich halte es für ein Desaster, dass wir eine derartige Ausschlachtung überhaupt zulassen.
Wenn auch nur ein Bruchteil von dem stimmt, was Amber Heard sagt – und mindestens die Drogenexzesse von Depp mit ihren Auswirkungen halte ich für unstrittig – dann sitzt da eine misshandelte Frau, mit einer psychologisch bescheinigten Posttraumatischen Belastungsstörung, die sich von jedem dahergelaufenen Menschen dumm anglotzen und bewerten lassen muss. Gleiches gilt umgekehrt. Sofern Johnny Depp in der Ehe zum Opfer von Gewalt geworden ist, dann muss er es jetzt auch noch ertragen, wie seine Privatsphäre mit Füßen getreten und seine gesamte Familiengeschichte auf den Tisch gezerrt wird. Ein Umstand der für beide Parteien gilt, scheint der zu sein, dass beide schon vor den gemeinsamen Erlebnissen in der Ehe Brüche in ihrer Vorgeschichte erlitten haben. So berichtet Depp unter anderem von den Prügelattacken und der „Grausamkeit“ seiner Mutter seit früher Kindheit. Auch Heards psychologisches Profil spricht für Vorerfahrungen und sie berichtet ebenfalls von komplexen Traumatisierungen in der Kindheit. Beide haben also eine Vorgeschichte, die die Beziehungsfähigeit stark beeinflusste.
Die gesellschaftlich relevanteren Fragen, die wir uns im Zusammenhang mit diesem Fall stellen müssten, sind nicht, wer von beiden am Ende recht hat und mehr Sympathien auf seine Seite zieht. Wir haben hier jeweils Opfer und Täter in einer Person. Zwei Menschen mit erlittenen Grenzverletzungen, die später selbst Grenzen verletzen. Statt einzuordnen wer von beiden der bessere „Schauspieler“ ist, sollten wir den Fall zum Anlass nehmen darüber nachzudenken, wie wir künftig mit Gewalt und ihren Folgen umgehen wollen. Statt Sensationsgeilheit wäre Demütigkeit gegenüber der Situation angebracht, denn derartige Taten – Gewalt – betreffen nicht nur die Reichen und Schönen in Hollywood, sondern täglich unser aller Miteinander. Welche Hilfsangebote machen wir? Denn über dem coolen Glamour-touch der Berichterstattung geht völlig unter, dass wir dort eigentlich zwei wirklich geschädigte Persönlichkeiten haben und daran ist so gar nichts schick! Wo trügt uns der Schein und Äußerlichkeiten immer noch über die tatsächlichen Inhalten hinweg? Wo lassen wir uns ablenken vom eigentlichen, weil wir die Dramatik dahinter nicht sehen wollen? Wo geben wir Gewalt einen Anstrich von Coolness? Wo lassen wir Klischees unsere Wahrheit bestimmen? Warum geht es im Vordergrund um die Karriere, wo es doch eigentlich um Menschenleben und innere Gebrochenheit geht? Wo werden frühere Gewalterfahrungen genutzt, um später eigene Übergriffigkeiten zu rechtfertigen und wieso lassen wir das zu? Ob Johnny Depp von seiner Mutter verprügelt wurde, spielt in diesem Verfahren eigentlich keine Rolle. Das belegt überhaupt nichts davon, wie er später mit seiner Ehefrau umgegangen ist. Dennoch wurde lange und ausgedehnt darüber gesprochen. In welche Schubladen stecken wir Menschen mit psychiatrischen Diagnosen? Ganz gleich, ob bei Amber Heard eine Borderline Persönlichkeit vorliegt, wie sie die Gerichtsgutachterin beschreibt oder nicht, heißt das ja noch längst nicht, dass Borderliner ganz automatisch auch gewalttätig gegenüber ihren Mitmenschen werden. Eine forensische Psychiaterin gibt in ihrer Aussage an, dass eine Posttraumatische Belastungsstörung und Funktionalität nicht vereinbar wären. Wir haben offenbar weltweit auch in der Fachwelt noch viel Nachholbedarf was Wissen im Bezug auf komplexe posttraumatische Störungsbilder und Dissoziation betrifft!
Es gibt noch so viele Fragen und viele wichtige Auseinandersetzungen, für die man dieses Verfahren als Anstoß nehmen könnte. Kaum eine davon wird derzeit gestellt. Stattdessen starrt man mit einiger Oberflächlichkeit auf den Gerichtsprozess und nutzt ihn als heitere Projektionsfläche, um der ernsthaften Auseinandersetzung mit Gewaltthemen zu entfliehen. Denn das beherrscht Johnny Depp hervorragend – die Maske von unbeteiligter Lächerlichkeit über die eigentliche inhaltliche Schwere zu legen.
Gewalt ist keine Sensation. Sie ist ein Verbrechen!
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Komm lass uns einfach mal Sandburgen bauen und Grenzen stecken, unsre Mauern im Spiel mit dem Leben entdecken, sie mit Tränen kleben und wieder einstürzen lassen, mit vollen Händen aus dem Eimer der Schicksals erfassen. Du kannst Schloss und auch Festung aus den Quartzkörnern formen oder Kuchen backen fern von allen Normen und er muss niemandem schmecken nur dir gefallen. Es sind ganz alleine deine eigenen Hallen. Du bestimmst was passiert und wer in den Graben fällt. Du bist die Sandkönigin in deiner eignen Welt.
Copyright by Sofies viele Welten
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