Jeden Donnerstag treffen sie sich. Mein Vater und seine „Brüder“.
Sie versammeln sich, um ihre gemeinsame Ideologie zu stärken: ihre Werte, ihre Weltsicht, ihre „Ordnung“. Die Treffen folgen einem festen Ablauf – mit Symbolen, Rangstrukturen und Ritualen, die für alle Beteiligten selbstverständlich sind.
Kerzen werden entzündet. Bestimmte Texte werden vorgelesen. Alle wissen genau, wann man spricht und wann man schweigt.
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Die meistbenutzte Argumentationslinie von Leugnern & Medien lautet:
„Die Täter glauben ja gar nicht wirklich an die Ideologie – das ist alles nur ein Fetisch.“
Dieser sogenannte Fetisch-Mythos ist heute eines der wichtigsten Einfallstore, durch die Ideologie von Täterstrukturen verharmlost, verschleiert und aus der öffentlichen Debatte gedrängt wird. Er dient als Rettungsanker für alle, die die Existenz ideologisch, ritueller Gewaltstrukturen leugnen möchten, obwohl Beweismittel, Abläufe und Symbolik eindeutig darauf hinweisen. Der „Fetisch-Mythos“ dient oft dazu, Strukturen organisierter Gewalt in der Gesellschaft abzuwehren.
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Das sich wiederholende Narrativ der Leugner von ritueller und organisierter Gewalt: Opfer und Therapeuten übertreiben mit ihren Schilderungen. Derartige Netzwerke gebe es eigentlich gar nicht und wenn, dann nicht in der Dimension. Organisierte Gewalt ja, aber in dem Ausmaß und mit den ideologischen Kontexten auf keinen Fall. Lieblingsargument entgegen der Realität: „Es gibt bis heute keine bewiesenen Fälle.“ Begriffschöpfungen aus den Medien wie „Satanic Panic“ legen nahe, dass gerne in übertriebener und unzutreffender Art und Weise satanistische Hintergründe von Kindesmissbrauch berichtet werden.
Doch wie ist das eigentlich tatsächlich, wenn die Ermittlungsbehörden organisierte, rituelle und satanistische Zusammenhänge in Täternetzwerken benennen? Was berichten Medien dann? Um mich einer Antwort anzunähern, analysiere ich diesem Beitrag die mediale Berichterstattung zum Fall „White Tiger“ und vergleiche u.a. die Aussagen auf der Pressekonferenz der Ermittlungsbehörden mit den daraus entstandenen journalistischen Artikeln:
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QAnon entstand 2017 auf anonymen Internetforen wie 4chan und 8kun. Ein rätselhafter Nutzer mit dem Pseudonym „Q“ begann kryptische Nachrichten über die Machenschaften der US-Regierung zu posten. „Q“ behauptete, über geheime Informationen aus dem US-Regierungssystem zu verfügen („Q-Clearance“). Was zunächst wie ein harmloses Rätsel wirkte, entwickelte sich schnell zu einem globalen Mythos.
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