Jeden Donnerstag treffen sie sich. Mein Vater und seine „Brüder“.
Sie versammeln sich, um ihre gemeinsame Ideologie zu stärken: ihre Werte, ihre Weltsicht, ihre „Ordnung“. Die Treffen folgen einem festen Ablauf – mit Symbolen, Rangstrukturen und Ritualen, die für alle Beteiligten selbstverständlich sind.
Kerzen werden entzündet. Bestimmte Texte werden vorgelesen. Alle wissen genau, wann man spricht und wann man schweigt.
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Die meistbenutzte Argumentationslinie von Leugnern & Medien lautet:
„Die Täter glauben ja gar nicht wirklich an die Ideologie – das ist alles nur ein Fetisch.“
Dieser sogenannte Fetisch-Mythos ist heute eines der wichtigsten Einfallstore, durch die Ideologie von Täterstrukturen verharmlost, verschleiert und aus der öffentlichen Debatte gedrängt wird. Er dient als Rettungsanker für alle, die die Existenz ideologisch, ritueller Gewaltstrukturen leugnen möchten, obwohl Beweismittel, Abläufe und Symbolik eindeutig darauf hinweisen. Der „Fetisch-Mythos“ dient oft dazu, Strukturen organisierter Gewalt in der Gesellschaft abzuwehren.
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Das sich wiederholende Narrativ der Leugner von ritueller und organisierter Gewalt: Opfer und Therapeuten übertreiben mit ihren Schilderungen. Derartige Netzwerke gebe es eigentlich gar nicht und wenn, dann nicht in der Dimension. Organisierte Gewalt ja, aber in dem Ausmaß und mit den ideologischen Kontexten auf keinen Fall. Lieblingsargument entgegen der Realität: „Es gibt bis heute keine bewiesenen Fälle.“ Begriffschöpfungen aus den Medien wie „Satanic Panic“ legen nahe, dass gerne in übertriebener und unzutreffender Art und Weise satanistische Hintergründe von Kindesmissbrauch berichtet werden.
Doch wie ist das eigentlich tatsächlich, wenn die Ermittlungsbehörden organisierte, rituelle und satanistische Zusammenhänge in Täternetzwerken benennen? Was berichten Medien dann? Um mich einer Antwort anzunähern, analysiere ich diesem Beitrag die mediale Berichterstattung zum Fall „White Tiger“ und vergleiche u.a. die Aussagen auf der Pressekonferenz der Ermittlungsbehörden mit den daraus entstandenen journalistischen Artikeln:
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Rituelle Gewalt ist aus unserer Sicht in ihrer Komplexität und Bedeutung für die Opfer schwer mit wenigen Worten zu definieren. Der Einfachheit halber wird sie oft als „ideologisch motivierte Straftat“ umschrieben. Auf der Seite des UBSKM wird sie in einen Topf mit organisierter Gewalt geworfen und lediglich durch die Ergänzung der Tatmotivation in der Definition folgendermaßen erfasst:
Als organisierte sexualisierte Gewalt bezeichnet man die systematische Anwendung schwerer sexualisierter Gewalt in Verbindung mit körperlicher und psychischer Gewalt durch mehrere Täter und/oder Täterinnen oder Täternetzwerke. Häufig ist sie mit kommerzieller sexueller Ausbeutung, wie zum Beispiel Zwangsprostitution oder der Herstellung von Missbrauchsdarstellungen verbunden.
Dient eine Ideologie als Begründung oder Rechtfertigung von Gewalt, bezeichnet man dies als rituelle Gewalt. Eine solche Ideologie kann religiös sein und beispielsweise im Kontext von Sekten und Kulten vorkommen oder sich aus einer politischen Überzeugung, zum Beispiel in rassistischen oder faschistischen Gruppierungen, ableiten.
Ich habe mich selbst in einigen meiner Artikel der Einfachheit halber und für ein grobes Verständnis der Thematik in aller Kürze auf diese Definition zu den Tathintergründen bezogen. In Anbetracht der aktuellen Umstände und den Tendenzen rituelle Gewalt untergehen zu lassen, möchte ich in diesem Beitrag nochmals erfassen, weshalb sie für die Opfer aus meiner Sicht weit mehr ist als eine ideologisch motivierte Straftat und warum es so wichtig ist, sie unabhängig von anderen Gewaltformen und -zusammenhängen zu betrachten.
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Ich sitze auf dem Balkon und lausche dem zwitschern der Vögel. Meine Fingerspitzen frösteln leicht. Den Oberkörper eng in eine dicke Jacke gehüllt blicke ich mich um. Es ist der erste Beitrag in diesem Jahr, den ich unter freiem Himmel verfasse. Ich erinnere mich an die vielen Sommerabende, an denen ich hier ein Stück meines Lebens genoss. Zart sprießen die ersten Pflänzchen. Vieles hat zu meinem Erstaunen den harten Winter in den Töpfen überlebt. Die kleinen Erdbeerpflänzchen schauen bereits eifrig über den Rand ihres Schalenzuhauses und schieben ihre Blätter der Sonne entgegen in die Höhe. Vom Himmel kommt mir ein kleines wattiges Samenetwas entgegengeschwebt. Es spielt mit dem Wind. Die Kleinen kommen aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. Sie freuen sich über diese Beobachtungen. „Das ist also Beltane“, denke ich. „So fühlt es sich jenseits von organisierter und ritualisierter Gewalt an.“
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