Mind Control und Programmierung – Warum die Begriffe im therapeutischen Kontext in der Arbeit mit Opfern organisierter, ritueller Gewalt völlig legitim sind

In der Berichterstattung über organisierte und rituelle Gewalt ist seitens der Leugnerbewegung eine hitzige Diskussion über den angeblich verschwörerischen und unseriösen Gebrauch von Begriffen wie „Mind Control“ und „Programmierung“ in der Therapie von Gewaltopfern entstanden. Helfern, die diese Worte für die Umschreibung des Zustandes ihrer Klienten wählen, wird neuerdings gerne in einem Atemzug direkt der Glaube an eine Weltverschwörung und unwissenschaftliches, patientenschädigendes Gedankengut unterstellt. Das ist jedoch keinesfalls pauschal so als Aussage vertretbar! Erklärung folgt:

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Gegen manche „Piltze“ ist kein Kraut gewachsen – Die Kruden Thesen des Traumagurus im Spiegel

Gegen manche Piltze ist kein Kraut gewachsen. Der Journalist Christopher Piltz, der sich nun wiederholt einen Namen dafür gemacht hat, die Opfer und Helfer organisierter sexueller und ritueller Gewalt zu diffamieren, hat im aktuellen Spiegelmagazin erneut zugeschlagen. Da er offenbar immer noch nicht in der Lage ist Definition sauber und journalistisch unbewertet wiederzugeben, obwohl es ihm viele Fachverbände und das UBSKM schon bei den letzten Artikeln zu erklären versuchten, hier erneut eine Stellungnahme und Analyse seiner Aussagen:

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Rituelle Gewalt in der katholischen Kirche

Das Bistum Münster hat im März seine Beratungstelle für organisierte sexuelle und rituelle Gewalt geschlossen. Der bischöfliche Beauftragte Dr. Antonius Hamer gibt als Grund an, dass weder Theorien über rituelle Netzwerke belegt, noch ritueller Missbrauch durch angeblich im Verborgenen organisierte Täterorganisationen nachgewiesen sind. Vor dem Hintergrund könne man die Fortführung der Beratungsstelle nicht vertreten.

Was man auch nicht vertreten kann, ist der erwiesene Missbrauch durch katholische Geistliche, der in vielen Fällen per Definition des UBSKM ebenfalls zu rituellem Missbrauch zählt. Die geschlossene Beratungsstelle befasste sich nicht zuletzt auch mit dem rituellen Missbrauch und den Netzwerkstrukturen von katholischen Geistlichen. Man hat sich mit der Schließung nicht etwa gegen eine vermeintliche Verschwörung zum Schutz der Bevölkerung gewandt, sondern auch gegen die Aufklärung der Straftaten in den eigenen Reihen!

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Rituelle Gewalt – Zeugung und Schwangerschaft

Für die größte Kraft der Magie – also dem Willen unterworfener Schöpfung – bedarf es für den „Magier“ eine möglichst umfangreiche Selbsterkenntnis zur eigenen Person. Dazu gehört auch das Wissen über körperliche Stärken und Schwächen.

Bei der Frau spielt die Beobachtung der Zyklen und den entsprechenden inneren Vorgängen eine wichtige Rolle. Durch das Ich-zentrierte Weltbild im Satanismus, das seinen Gott im Menschen selbst verortet und nicht außerhalb, werden über den Zyklusverlauf unterschiedliche göttliche Muster erfahrbar. Diesen Teil der eigenen Göttlichkeit in Selbsterfahrung zu begreifen, dienen entsprechende Rituale.

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Verschwiegenheit und rituelle Gewalt

Schweigegebote werden oft als eine Methode der Täter angesehen, um ihre Taten zu vertuschen. Im Fall von ritueller Gewalt greift das zu kurz, denn sie sind auf Basis der dahinter stehenden Ideologie weit mehr als das.

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Organisierte und rituelle Gewalt – ein „Familienunternehmen“

In den letzten Tagen haben wir uns viel mit der Frage beschäftigt, weshalb es für viele Menschen so schwer ist, die planmäßige und gezielte Ausbeutung von Menschen in organisierten und rituellen Gewaltsystemen anzuerkennen. Was schafft die Barriere eine gewisse Unterwanderung unserer Gesellschaftsorgane für möglich zu halten und zuzuhören? Was an den Erfahrungsberichten von Opfern führt genau dazu, dass sie die Vorstellung von Außenstehenden so übersteigen, dass sie sie direkt für unmöglich halten? Die Grausamkeit der Schilderung mal bei Seite genommen, glaube ich, dass ein Problem immer noch die sprachliche und inhaltliche Mystifizierung dieser Vorgänge ist. Sie werden in den Bereich von Parallelgesellschaften verrückt und noch immer nicht als ein leider bislang ganz alltäglicher Teil von ein und der selben Gesellschaft gesehen. Sie sind nicht verborgen. Wir trauen uns nur nicht sie in der „Normalität“ zu sehen. Organisierte und rituelle Gewalt funktioniert im Grunde nicht anders, als jedes andere „Familienunternehmen“.

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Rituelle Gewalt und ich

In den letzten Tagen bewegt mich das Thema rituelle Gewalt im Innen wieder sehr. In den vergangenen Jahren habe ich mich in unterschiedlichen Formen dafür stark gemacht. Wir haben geschrieben, waren Teil von Selbsthilfeinitiativen, Vortragsrednerin sowie Ansprechpartnerin für Therapeuten und soziale Hilfen in unterschiedlichen Situationen. Neben unserer eigenen Heilung war es uns enorm wichtig unsere Geschichte zu teilen, sichtbar zu werden und damit indirekt vielleicht auch anderen Betroffenen zu helfen. Ich war immer ein Fan von klaren und präzisen Worten. Nun bemerke ich seit einiger Zeit eine Veränderung an mir.

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Frust, Durchhänger und Schäden der Berichterstattung über RG

Als organisierte sexualisierte Gewalt bezeichnet man die systematische Anwendung schwerer sexualisierter Gewalt in Verbindung mit körperlicher und psychischer Gewalt durch mehrere Täter und/oder Täterinnen oder Täternetzwerke. Häufig ist sie mit kommerzieller sexueller Ausbeutung, wie zum Beispiel Zwangsprostitution oder der Herstellung von Missbrauchsdarstellungen verbunden.

Dient eine Ideologie als Begründung oder Rechtfertigung von Gewalt, bezeichnet man dies als rituelle Gewalt. Eine solche Ideologie kann religiös sein und beispielsweise im Kontext von Sekten und Kulten vorkommen oder sich aus einer politischen Überzeugung, zum Beispiel in rassistischen oder faschistischen Gruppierungen, ableiten.

https://beauftragte-missbrauch.de/themen/definition/organisierte-sexualisierte-und-rituelle-gewalt

Ich merke wie sich die letzten Tage eine gewisse Frustration und Traurigkeit in mir breit macht. Mit bedauern bemerken wir, dass die negativen Kampagnen gegen Rituelle Gewalt durchaus auch in Deutschland zum Teil schlimme Auswirkungen für Betroffene haben. Behandler und Therapeuten, die ohnehin schwer zu finden waren, ziehen sich zurück und trauen sich zum Teil nicht mehr offensichtlich kund zu tun, dass sie Menschen mit dieser Geschichte behandeln. Die DIS-Diagnose wird vermehrt pauschal in Frage gestellt: „Ist das nicht das, was es nicht gibt. Naja, man weiß ja nicht, ob stimmt was sie sagen.“ Wenn das bei der Bewilligung von Sozialleistungen passiert, die deshalb versagt werden, ist das schnell gar kein Spaß mehr, sondern purer Existenzkampf. Wir wissen, dass wir für uns einstehen, dass unsere Erinnerungen real sind und dass wir uns davon in unserer Arbeit für Betroffene nicht unter kriegen lassen wollen und werden. Trotzdem haben wir heute einen Durchhänger und vielleicht muss das auch mal sein dürfen.

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Rituelle Gewalt – Wo sind die Frauen bei den Ritualen?

In der Regel hört man von Mädchen und Frauen als Vergewaltigungsopfer in rituellen Zeremonien und Orgien. Meist sind es Männer, die sie umgeben und die Gewalt ausführen. Aber stimmt diese Rollenverteilung wirklich immer so? In diesem Beitrag beschäftigen wir uns aus unserer persönlichen Sicht mit der Rolle der Frau in Ritualen jenseits der Opferposition.

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Wild Berry Lillet und ein Schaukelstuhl voll Sorgen

Ich nippe an meinem Pseudo-Wild-Berry-Lillet ohne Alkohol. Im Mund prickelt die Kohlensäure. Während die Dämmerung sich immer mehr Richtung Nacht schiebt, will ich einfach nur noch Ruhe. Ich bin müde – vom Kämpfen, vom irgendwie sein müssen, vom alles richtig machen und damit doch nichts als das nächste Burnout erreichen. Vom Termine haben, um sie absagen zu müssen, weil man sie ohnehin nur ausmacht, weil sie erwartet werden, obwohl man eigentlich längst nicht mehr kann und es ohnehin schwer ist zwischen all den Symptomen irgendwas zu planen. Vom sich erklären müssen weshalb, was, wann, wo nicht geht, wenn es nunmal so ist. Von all den Ansprüchen im Innen und im Außen.

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