Vom Stellenwert der Akzeptanz

Wer kann mich sehen?
Wer kann mich AKZEPTIEREN?

Nicht mich Tolerieren!

Denn du tolerierst nur, wenn du nicht weißt, was du sonst tun sollst, außer die Person umzubringen. 

 

Sonbonfu Somé, Autorin, Rednerin und Lehrerin aus dem Stamm der Dagara 

Wenn‘s mal wieder gar nicht rund läuft…

“Don‘t let the Muggles get you down!“

Ronald Weasley in „Harry Potter“ von
J. K. Rowling

FB4A66CE-FD4D-43FC-8C5A-68609970B8F7

An manchen Tagen hilft nur die Magie eines guten Buches, das uns fortträgt in die wunderbare Welt der Fantasie. Harry Potter steht bei uns da ganz oben auf der Liste. Wir kennen ihn zwar schon in- und auswendig, aber wir lieben die Sprache und die Bilder, die er in uns zaubert jedes Mal auf’s Neue.

PTBS bei DIS

agate-1430952_1920
Ich telefoniere mit meiner Therapeutin.
Sie ist neu, aber wirkt kompetent.
Das Gespräch führt uns an den Unterschieden in der Behandlung von einer DIS mit komplexer PTBS und einer PTBS nach Monotrauma vorbei.
Was ich in dem Moment interessiert gehört, aber nicht weiter realisiert habe, ist jetzt in meinem Bewusstsein angekommen. Ihre Aussagen fühlen sich verdammt stimmig an:

„Es gibt gewaltige Unterschiede in der Behandlung von einer normalen PTBS und einer Patientin mit DIS. Eine PTBS haben sie nach dem ersten Trauma. Die sieht und merkt man deutlich. Mit Patienten im akuten Zustand der PTBS können sie nicht länger als 5-10 Minuten sprechen. Danach sind sie platt, völlig überfordert und sie bemerken als Behandler das Leid.
Bei Ihnen ist die PTBS chronisch. Sie ist bei DIS mit zunehmender Abspaltung durch die häufigen Traumatisierungen hinter der Fassade versteckt. Deshalb laufen sie auch lächelnd in die Praxis ihres Arztes und er hat Mühe die Ernsthaftigkeit der Lage zu erfassen. Sie sind als Alltagsperson in dem Moment nicht traumatisiert. Sie funktionieren. Alles andere trägt ein Innen. In ihrer Lebenssituation waren sie gezwungen die PTBS unsichtbar in den Alltag zu integrieren. Sie ist chronisch vorhanden, aber auch chronisch unsichtbar.“
(Sinngemäß wiedergegeben)

Diese Worte lassen mich vieles verstehen. Die Therapeutin hat recht.
Das trifft den Nagel meiner Problematik auf den Kopf.
Ich kann nicht mehr, aber eigentlich habe ich damit nichts zu tun. Nicht wirklich irgendwie. Also völlig eigentlich, aber dann doch wieder nicht. Ich trete ein für die inneren Bedürfnisse einer anderen Person. Meine Konversation ist klar und rationell. Die emotionale Dramatik dahinter, bleibt oft verborgen.

„Wenn ich mit einer PTBS-Patientin arbeite muss ich den Überblick für eine Person behalten. Bei einer DIS bin ich für Viele verantwortlich. Wenn ich eine Frau mit DIS stabil nach Hause schicke und übersehe, dass ich innen ein Fass aufgemacht habe, kann sie beispielsweise plötzlich ihre Kinder nicht mehr versorgen, sobald sie aus der Türe ist.“

Ja, das kann passieren. Das kennen wir gut aus früheren Therapiesituationen. Leider.
Für mich war’s ok zu gehen und kaum draußen ging der Punk ab.
Tut gut das Gefühl, eine Person gegenübersitzen zu haben, die verantwortungsbewusst mit dem Viele sein umgeht und zumindest eine Idee davon hat, dass innen etwas anderes laufen kann, als außen. 👩‍👩‍👧‍👦

Weihnacht, Tee und frohe Wünsche

„Die Kunst des Tees,
muss man wissen,
ist nichts anderes als Wasser kochen,
Tee zubereiten
und trinken.“
Sen No Rikyu (1522-1591), japanischer Teemeister

Wir wünschen euch allen eine schöne Weihnachtszeit, in der euere Wünsche für das neue Jahr Flügel bekommen! Macht es euch gemütlich, egal ob mit einer Tasse Tee oder etwas Anderem, das die Seele wärmt. Der Zauber liegt in der Einfachheit der Dinge.
So bekommt auch heißes Wasser ganz von selbst einen herrlichen Geschmack…

Euere bunten Schmetterlinge 💫🦋💫

Zitat entnommen aus „Ur-Medizin“ von Wolf Dieter Storl, 2017, S. 28

Vollkommene Schöpfung

„Ich bin gesund, heil und vollkommen!“

Louise L. Hay, Gesundheit für Körper und Seele, Allegria Verlag, 2016, S. 265

Jedem das seine…

mental-2303095_1920

„Ein Mensch, der multipel ist, erfährt das Leben durch eine Vielzahl unterschiedlicher Selbstanteile.
So wie ein Uno nicht einfach durch Willensanstrengung multipel werden kann, kann ein Multipler auch nicht einfach ein Uno werden.“

Allison Miller, Werde wer du wirklich bist, Asanger 2017, S. 14

Kernthemen

„Mit sich selbst in Kontakt kommen –
Das ist das, worum es geht!“

Graziella Schmidt

Stiller Schlüssel

water-1281247_1920

„Ruhe ist der Schlüssel zum eigenen Herzen.“

Graziella Schmidt

 

Wahr-nehmen

„Ich nehme wahr,
was wahr ist,
sonst könnte ich es nicht wahr-nehmen.“

Jeanne Ruland

in Krafttiere begleiten dein Leben, Fledermäuse

Muschelzartheit

IMG_3809

„In der Nacht hatte ein Sturm an der Küste gewütet.
Am Morgen fand ich am Strand einen mächtigen schwarzen Stein, von der Wucht der Sturmflut in zwei Teile zerborsten.
Dicht daneben lag eine kleine Muschel, halb geöffnet, doch noch in beiden Hälften zusammenhängend.
Vorsichtig hob ich sie auf, spähte hinein – und fand eine noch kleinere Muschel darin,
zartrosa schimmernd und völlig unversehrt.“

 

Quelle:
Huber Michaela, Multiple Persönlichkeiten – Seelische Zersplitterung nach Gewalt, Junfermann, Paderborn 2010, Vorbemerkung