Traumnebelgrauverwirrungsgeflüster

Es ist morgen.
Zartes Grau ziert noch den Himmel.
In meiner Seele ziehen die Nebelschwaden der Nacht langsam zur Seite.
Träume, die verunsichernd versuchen die Realität anzugreifen.
Versuche die Realitäten die im Traum so real verschoben wurden wieder einzusammeln.
„Geht es Ihnen gut?“ „Ist zwischen uns noch alles in Ordnung?“
Inneres Fragen und Seufzen.
Unruhe.
Nervös zitterndes inneres Frösteln.
Angst.

Langsam bekomme ich Hunger.
Kochen – gleich für Mittag.
Doppelter Aufwand lohnt nicht.
Stehen bleiben.
Den Kreislauf laufen lassen…
Gemüse schneiden.
Backen.
Essen.

Der Tag nimmt seinen Lauf.
Mal mehr Sonne.
Mal weniger.

Trauer im unwirklichen Schleier.

Traumnebelgrauverwirrungsgeflüster.
Sonnenstrahlentwirrungsspiel.

Einen Beitrag schreiben…

Es ist Freitagabend und ich habe Lust einen Eintrag für den Blog zu verfassen. 🙂
Aber worüber?

Hmm… Grübel… Kein Thema da?… Hmm…

Mit der Zeit stelle ich fest, dass der Kopf doch nicht themenfrei ist, wie im ersten Moment gedacht, sondern so voll, dass für keines der Themen mehr Platz genug ist um einen ganzen Beitrag daraus zu machen.
Die Gedanken springen und reisen.

Einen Beitrag über gute Gerüche vielleicht?! – Aber die Granatapfeldusche von Weleda reicht für einen Beitrag wohl nicht aus… *überleg* Also da wäre noch Zitrone, Orange, Hefeteig, Frisches Brot, Kuchen, Buttermilch, Honig, eine Prise Zimt und Vanille, Schokolade, Apfel, …

Oder vielleicht einen Beitrag zum Friedensnobelpreis!? – Aber was dazu genau?
Wir verleihen hier einmal allen Menschen die so Mutig sind wirklich zu fühlen und sich dadurch für sich und andere einsetzen unseren persönlichen Friedensnobelpreis! 

Einen Beitrag über die Verletzungen und Traurigkeiten der letzten Tage!? – Aber das ist so trist und anstrengend und eigentlich mag ich alles viel lieber verdrängen…

Einen Beitrag über Hausärzte und deren Spinnereien!? – Was soll man noch dazu sagen, wenn jemand anfängt sich an Kleinigkeiten aufzuhängen, wie der Tatsache, dass auf dem Bericht des Facharztes „nach Verkehrsunfall“ steht und bei den Diagnosen unter denen eine bestimmte Schiene verschrieben werden darf „Posttraumatisch“ (Wo verdammt nochmal ist da der riesen Unterschied????) und damit wichtige Hilfe verweigert…

Einen Beitrag über Traumafolgen und mein persönliches Erleben!? – Gutes Thema, aber schon ein bisschen spät dafür… Ein andres Mal… Bestimmt.

Einen Beitrag über Therapeuten die einem den letzten Nerv rauben!? – Sie sind gerade den Platz und die Zeit nicht wert.

Einen Beitrag über Natur!? – Lieber erst auf Fotomotivjagd gehen.

Einen Beitrag über Sensibilität!? – Was genau fühle ich grade nochmal?

Einen Beitrag über Dinge, die wir mögen, von denen wir aber nie geglaubt hätten, dass wir sie mal Mögen!? – Umarmen, Lieben, Über Gefühle sprechen, eine beste Freundin haben, Partnerschaft, jemanden hinter die Fassade blicken lassen, Nähe,… wird daraus ein ganzer Beitrag?

Einen Beitrag über Dinge, die mir in meiner Wohnung noch nie aufgefallen sind!? – Äh, was genau soll das sein? *such* Eine Kleine, die sagt, dass mir noch gar nicht aufgefallen ist, dass sie Überraschungseier gekauft hat…

🙂

Von Flashbackgewittern und Wahrnehmungsverzerrungen…

Seit ein paar Tagen schon immer wieder das Gleiche…
Plötzlich das Gefühl es ist gerade in diesem Moment etwas Furchtbares passiert.
Angst.
Bilder, im verschwommenen Nebelklar, ohne raumzeitliche Einordnung.
Überflutende Gefühle.
Berührungen so nah, dass ich jeden noch so kleinen Windhauch auf meiner Haut spüre.
Ist es nun so oder nicht?
Gerade in der Hölle oder aufblitzender Horror aus alten Zeiten?
Aktuell oder Vergangenheit?

Was ist nun gleich die letzte Stunde passiert?
Doch nicht etwa Zeit verloren!?
Versuche der Orientierung.
Je mehr ich mich bemühe das rauszufinden, umso panischer werde ich und umso weiter entfernt bin ich davon es zu erfahren.
Immer mehr Zeit versinkt vor lauter Stress im Dunkel, bis ich letztendlich gar nichts mehr sicher weiß und im Angst-Stress-Gefühlsgewittertaumel zu ertrinken drohe und im reißenden Bilderwirrwar davon schwimme.

Die Sinne verloren.
Vor sich hinstarren.
Leere.
Überwältigung.
Unansprechbar.
Gefangen in grausamen Realitäten.

Irgendwann gelingt es wie aus dem Nichts ein Stück Land zu greifen und mich daran festzuhalten.
Durchatmen.
Was war das?

Realität?
Phantasie?
Realität?
Erinnerung?
Realität?
Traum?
Realität?

Waberndschwankendes Gedankenklären.
Boden unter die Füße schieben.
Die Sinne wiederfinden.
Körperkrampfverwirrungsschmerzen entspannen.

Es ist vorbei.
Für dieses Mal.

Zum Glück.