Der Fall „White Tiger“ – eine Medienanalyse

Das sich wiederholende Narrativ der Leugner von ritueller und organisierter Gewalt: Opfer und Therapeuten übertreiben mit ihren Schilderungen. Derartige Netzwerke gebe es eigentlich gar nicht und wenn, dann nicht in der Dimension. Organisierte Gewalt ja, aber in dem Ausmaß und mit den ideologischen Kontexten auf keinen Fall. Lieblingsargument entgegen der Realität: „Es gibt bis heute keine bewiesenen Fälle.“ Begriffschöpfungen aus den Medien wie „Satanic Panic“ legen nahe, dass gerne in übertriebener und unzutreffender Art und Weise satanistische Hintergründe von Kindesmissbrauch berichtet werden.

Doch wie ist das eigentlich tatsächlich, wenn die Ermittlungsbehörden organisierte, rituelle und satanistische Zusammenhänge in Täternetzwerken benennen? Was berichten Medien dann? Um mich einer Antwort anzunähern, analysiere ich diesem Beitrag die mediale Berichterstattung zum Fall „White Tiger“ und vergleiche u.a. die Aussagen auf der Pressekonferenz der Ermittlungsbehörden mit den daraus entstandenen journalistischen Artikeln:

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Australische Polizei sprengt internationales Missbrauchsnetzwerk satanistischer Gewalt

Die australische Polizei hat mehreren Medienberichten zu Folge bei Razzien in Sydney am 27.11.2025 vier Männer festgenommen, die Teil eines internationalen Ringes seien, der satanistisch geprägten Kindesmissbrauch begehe. Sie werden unter anderem beschuldigt, über eine international betriebene Website entsprechende kinderpornografische Inhalte besessen, verbreitet und zugänglich gemacht zu haben.

Die Ermittler haben tausende Videos beschlagnahmt, die verstörende Missbrauchsszenen und Folter mit Symbolen und Ritualen aus dem Satanismus und Okkultismus zeigen. Auch Sodomie und sexueller Missbrauch von Tieren seien auf dem beschlagnahmten Material zu sehen. Bislang habe laut Polizei noch nicht festgestellt werden können, wo das Missbrauchsmaterial entstanden sei und wer die darauf zu sehenden Kinder seien. Die Ermittlungen diesbezüglich laufen auf Hochturen. Man arbeite mit nationalen und internationalen Partnern zusammen, um die Opfer, Tatorte und Täter zu identifizieren.

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Schweizer Rundfunk streut Falschbehauptungen: Eingeredete Erinnerungen an rituelle Gewalt durch Therapeutin widerlegt!

Der SRF tritt mit seinen Reportagen zu ritueller Gewalt und dem Narrativ der „Satanic Panic“ im Januar 2023 eine verheerende Welle für Betroffene los. Die Kernaussage: Erinnerungen an rituelle Gewalt und Mind Control werden instabilen Patienten von Traumatherapeuten eingeredet.

Der Journalist Robin Rehmann und seine Kollegin Ilona Stämpfli beschuldigen eine Therapeutin aus dem Kanton Bern. Gezielt fragen sie eine angeblich Betroffene von Falschbehandlungen danach, ob ihr dort die Erinnerungen eingeredet worden wären. Diese bejaht.

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