Naturgenießer Sonntag

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Das Gras ist noch feucht, als ich mich mit einer Tasse Kaffee darin niederlasse. Als Unterlage dient mir ein altes Handtuch. Die Katzen kuscheln sich freiwillig in meine Nähe. Von außen betrachtet sieht es aus, als hätten wir eine gemeinsame Morgenkonferenz im Grünen. Zu sagen haben wir uns wohl tatsächlich etwas. Es sind lautlose Dinge wie „Ich hab dich lieb“, „Wir sind ein gutes Team“, „Es ist schön zusammen hier zu sitzen“ und „Lange habe ich nicht Zeit. Ich muss zur Jagd.“

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Vom Regen in die Freiheit

Es ist, wie wenn du feststeckst,
dich in der Falle fühlst und keinen Ausweg siehst
und dann kommt ein Sturm
und schlägt dich nieder
und schleudert dich wieder zu Boden.

Aber wenn er vorbei ist
und du geschlagen dort liegst,
dann begreifst du,
dass du losgekommen bist.

In all dem Chaos hat dich der Sturm aus der Falle befreit.

 

N.C. in Naomi Jacobs, Der Tag an dem mein Leben verschwand, Bastei Lübbe, Köln 2016, S. 169

Das kleine Glück vom Tod

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Wir sitzen auf dem Balkon und genießen die Frühlingssonne. Mittlerweile weht ein kühler Wind und die Luft riecht nach kommendem Regen. Die erste Idee uns eine Jacke überzuziehen reicht nicht, um uns zu wärmen. Schweren Herzens wandern wir zurück in die Wohnung.

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Erholungskoma 😉

Mein Gehirn ist sei Gestern so müde,  dass ich gar keine Worte mehr hab. Die Buchstaben flitzen auf der Tastatur durcheinander und ich weiß einfach nicht, zu welchen Gebilden ich sie zusammensetzen könnte. Alles ist neblig. Dabei geht es mir gerade gar nicht schlecht, wenn da eben nicht dieses bleierne Gefühl wäre. Ein bisschen habe ich mich vielleicht am Wochenende übernommen. Da war ich nämlich lange unterwegs. Auch wenn es sehr interessant war und ich die Tage nicht missen wollen würde, habe ich zwischendrin durchaus gemerkt, dass ich irgendwie „voll“ bin. Nicht mit Alkohol. Sondern mit Reizen. Irgendwann war vor lauter Spüren das Gefühl weg. Jetzt müssen sich meine Nerven erst einmal erholen. Gestern hieß es dann früh schlafen oder viel mehr Erholungskoma. 😉

Heute Morgen bin ich aufgewacht und habe mich gefühlt, als hätte mich ein Lastwagen überrollt. Dem „Na, gut ausgeschlafen?“ folgte direkt ein „Ich kann nicht mehr.“ Seitdem hadere ich damit, ob ich eine Veranstaltung am Abend besuche oder ob ich mich abmelde. Manchmal frustet es mich, dass ich mir auch die schönen Aktivitäten wohl dosieren muss. Mein Körper ist ab einem gewissen Punkt einfach platt. Da nützen die besten Pläne nichts. Irgendwann wird das anders sein. Darauf arbeite ich hin. Dann genieße ich das Leben in vollen Zügen. Damit ist dann nicht gemeint, dass ich mit der deutschen Bahn reise. Viel mehr mache ich einfach nur tolle Sachen bei denen meine Seele singt. Jetzt ruhe ich mich erst einmal aus, tanke Energie, heile etwas von dem alten Mist. Und wenn ich wieder fit bin, laufe ich los und schreie laut mit hochgerissenen Armen: „Welt ich komme!“

Alltagsstruktur mit DIS

Bunte Sterne haben uns in den Kommentaren von „Ein Beitrag für euere Fragen“ zu dem Thema „Alltag“ und „Alltagsorganisation“ mit DIS angeregt.

Liebe Sofie,

ich finde das eine sehr schöne Idee 🙂
Mich würde interessieren wie ihr euren Alltag organisiert. Habt ihr eine gute Regelung dafür gefunden, dass jeder seinen Interessen nachgehen kann, aber auch die Pflichten des Alltags nicht zu kurz kommen? Wie geht ihr damit um, dass einige sehr viele Fähigkeiten haben, aber andere noch im vergangenen Erleben stecken?

Liebe Grüße
Bunte Sterne

Hier geht es weiter zu unseren Alltagseinblicken→

Agro-Day

Ich sitze hier und bin unzufrieden.
Gereizt.
Vor Langeweile eigenaggressiv.
Und das bereits kurz nach dem Aufstehen.
Gestern hatte ich viel Zeit. Zeit, die ich sinnlos in meiner Wohnung verbrachte und mir dabei irgendwelche dämlichen Videos reinzog.
Heute habe ich wieder viel Zeit. Zeit, die ich geschenkt bekommen habe, weil ich mich letzte Woche habe krankschreiben lassen.
Jetzt fällt mir die Decke auf den Kopf.
Das paradoxe daran: Ich habe sehr genau hingespürt, ob ich einfach wieder anfange zu arbeiten. Ob ich einfach losziehe und ein paar Aufgaben erledige, aber das geht nicht. Das ist zu viel.
Jetzt sitze ich Schulterzuckend hier, weil ich die Welt nicht mehr verstehe. Nichts tun geht nicht und etwas arbeiten noch weniger.
Ich hasse mich gerade ohne zu wissen warum.
Einfach nur so.
Weil es zu dem Wut-Aggressionsgefühl passt, dass in diesem Moment meinen gesamten Körper ausfüllt.
Und dann denke ich, dass ich die Zeit doch wollte, um etwas aus meinem Inneren zu verstehen und dass ich sie vielleicht einfach dafür nutzen sollte und mich hinsetzen und Innenarbeit machen…
Und dann spüre ich, dass mich das ebenso aggressiv macht.
Also gesteh ich mir einfach ein, dass heute wohl alles viel Distanzierung braucht und es notwendig ist alles blöd zu finden und koche mir einen blöden Kaffe mit der scheiß Teemaschine, über die ich eigentlich nicht schimpfen darf, weil ich sie gerne mag, aber ausnahmsweise und dann schreib ich einen gereizten Text und schau mir dabei das arschige Wetter an…
…bis ich lachen muss. Weil das alles einfach absurd ist.
Und dann starte ich einfach nochmal neu in den Tag.

Desaster bei der Heilerin

In so manch verzweifelter Lebenslage ist man bereit so einiges auszuprobieren, nur, dass man vorwärts kommt. Vorweg sei gesagt, dass wir mit dem Berufsstand der Heiler durchaus schon sehr gute Erfahrungen gemacht haben. Das es da aber auch sehr auf die jeweilige praktizierende Person ankommt, beweist mal wieder unsere jetzige Erfahrung. Die ging in die Hose. Ich kann mich nicht erinnern, wann es zuletzt ein Erlebnis gab, dass es geschafft hat, so viele Bilder gleichzeitig an mir vorbeizujagen. Die Nacht danach war heftig. Blitzlichtdiashow in unbegreifbarer Geschwindigkeit. Unsere Kräfte am Ende. Der Zugang zum Innen verschüttet. Unsere Seele hängt irgendwo außerhalb vom Körper fest. Immer noch.

Vielleicht war der Zeitpunkt des Termins einige Tage vor Weihnachten ungünstig. Das Jahreszeitliche Umfeld machte Stabilisierung im Nachhinein zusätzlich schwierig. Deutlich mehr noch hat aber folgendes Vorgehen der Behandlerin zum Chaos geführt:
Ohne uns zu fragen oder ihr Vorgehen abzusprechen, ratterte sie eine Liste an Dingen herunter, die sie meinte bei uns wahrnehmen zu können und lösen zu müssen. Dabei fielen immer wieder Begriffe, die für uns extrem unpassend waren. Generell halten wir persönlich das Meiste des Reinkarnations-Karma-Lösungsweg-Gelabers für ziemlichen menschengemachten Mist. Dafür waren wir nicht da. Wir konnten ab einem bestimmten Punkt nicht mehr stoppen. Aus ihrer „Lösungsliste“ mit scheinbar zusammenhanglosen Begriffen wie „Hexen“, „Satanskult“ und „Besetzungen“ schoss sie eine Innenperson nach der Anderen in das ultimative Triggernirvana. Sie fragte nicht, was die Begriffe für uns bedeuten. Weder vorher noch nachher. Sie zog eigene Schlüsse und war am Ende zufrieden mit ihrem pseudoenergetischen Wort-Hokuspokus.
Sicher, dass sie damit sämtliche Probleme beseitigt hatte, stellte sie uns vor die Tür.
Error.
Wir sahen kaum noch die Straße, weil innere Bilder die Gegenwart überlagerten.

Unser Fazit:
Im alternativen Gesundheitsbereich gibt es viele bereichernde Anwendungen. Wenn Menschen glauben mehr über dich zu wissen, als du selbst, nimm die Beine in die Hand und bring dich in Sicherheit!

Stiller Schlüssel

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„Ruhe ist der Schlüssel zum eigenen Herzen.“

Graziella Schmidt

 

Umzug sucht stilles Glück

Leichter Regen fällt von Oben auf das Vordach.
Erst kurz nach sieben.
Ein Regenbogen hüpft am Himmel vorbei. Er ist weg, bis wir so weit sind ein Foto zu machen. Die Katzen streifen los.
Bald sind wir hier weg.
Umzug.
Es ist einiges zu organisieren und manchmal habe ich das Gefühl mir geht die Puste aus.
Auf dem neuen Balkon wird die Luft, die wir atmen eine andere sein.
Eine spannende Zeit.
In der Morgen frische, fängt es an mich zu frösteln. Ich klemme mir die Katzen unter den Arm und gehe zurück in die Wohnung. Am warmen Fensterplatz putzt der Kater die nassen Pfötchen. Auch er wird sein Revier wechseln müssen. Uns gibt es nur mit Katze.
Ich bin froh, wenn alles geschafft ist und mir wieder die Zeit bleibt meine Gefühle in die Tasten zu packen.
Meine Seele braucht Platz, die sie im Alltag so derzeit nicht findet.
Ein bisschen stilles Glück.

Sonnenblumenstart

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© Copyright by „Sofies viele Welten“


Die Sonne schafft langsam den Aufstieg über die Hügelspitzen. Die Birke hinterm Haus rauscht im Sommerwind, der sich eher wie ein Herbstwind anfühlt. Während der Tag startet und das grün der Pflanzen auf Energietanken umstellt, scheint das Leben in perfekter Ordnung zu sein. Meine Augen blicken in die Mitte der Sonnenblume. Geometrisch, im Kreis, wohnt in der Sonne halb Blume, halb Stern. Wir sind eins. Spiegeln uns. Die Nacht liegt im Tag und umgekehrt.
Durch die Schöpfung strahlt mittlerweile das Licht des neuen Morgens. Die Liebe steckt im Detail.