Gestern um 16.00 Uhr war es dann soweit.
Es klingelte.
Draußen stand die freundliche Dame von der Katzenpflegestelle mit dem Katzenkorb um uns die kleine Katze vorbeizubringen.
Wir gingen zusammen ins Wohnzimmer, wo sie den Korb absetzte und den Deckel öffnete.
Schwups ist die kleine Esmeralda mit einem Satz in unser Leben gesprungen und fing an selbstsicher die Wohnung zu erkunden.
Unser Kater hielt sich zunächst zurück und beobachtete aus seinem Versteck unter dem Sofa was vor sich ging, bis er irgendwann hervorlugte und sich ein erstes zartes Beschnuppern ergab. Danach nahm er wieder seine Beobachterperspektive ein, um nur dann einzugreifen, wenn sich der Neuzugang einem Platz näherte, den er alleine für sich beanspruchte. Hin und wieder ein zartes Fauchen, wenn die kleine zu aufdringlich wurde. Dann ein müdes Augenzwinkern und erst mal ausruhen von der Aufregung.
Bis jetzt läuft alles ganz gut.
Außer dem dezenten Fauchen gibt es keine Auseinandersetzungen, aber irgendwie muss er ihr ja auch klarmachen, wo seine Grenzen liegen.
Und heute Morgen haben die beiden dann von einem Teller gefressen, obwohl auch getrennte Fressmöglichkeiten vorhanden gewesen wären. Das werten wir mal als gutes Zeichen.
Auf die andauernden Spielversuche der kleinen Dame reagiert er langsam etwas genervt.
Insgesamt scheint die Kleine hier viel lebendiger, als vorher in der Pflegestelle. Da erschien sie bei unseren mehrmaligen Besuchen doch zurückhaltender. Haben wir doch eigentlich gezielt nach einer Dame mit ruhigem Temperament gesucht…
Mal sehen, wie es weiter läuft…
Wir hoffen die Eingewöhnungsphase entwickelt sich positiv, die vorhandenen Zickereien nehmen bald ein Ende und wir raufen uns schnell zusammen. 🙂
Katze
Familienzuwachs
Schon seit ein paar Tagen sind wir nervös, hibbelig und unruhig. Ständig im Wechsel zwischen Vorfreude und Anspannung, ob alles gut gehen wird.
In unserer Wohnung lebten wir bisher mit unserem Kater, als tolles Team. Er ist eine echte Bereicherung und selbstverständlich der beste und tollste aller Kater!
In letzter Zeit mussten wir allerdings feststellen, dass er durch unseren veränderten Alltag doch öfter alleine zu Hause ist und ihm die nötige Gesellschaft fehlt. Zwar durfte er in den Abendstunden etwas Freigang und Spiele mit uns genießen, doch wurde unser Gewissen ihm gegenüber immer schlechter.
So machten wir uns gemeinsam auf die eine zu finden.
Die Wahre.
Die tollste aller Katzendamen.
Die, mit der er glücklich sein Revier teilen, spielen und kommunizieren kann, wie er es gerne möchte.
Wir durchstreiften die Tierheime und hielten die Augen offen, bis wir am Donnerstag dann auf die Mieze stießen, die unser zweier Team ab morgen ergänzen wird.
Obwohl wir bei der Auswahl sehr achtsam waren und uns bemüht haben auch eine Dame mit passendem Charakter zu finden, sind wir jetzt natürlich sehr gespannt, wie es laufen wird und hoffen, dass die beiden ein echtes Dreamteam werden.
Der tollste aller Kater zusammen mit der tollsten aller Katzendamen.
Und wir mitten drin. 🙂
23:07 Uhr
Zum ersten Mal an diesem Tag sitze ich gerade für einen kurzen Moment auf dem Sofa, bevor ich mich in mein Bett bewege und mich auf ein spätes Telefonat mit meiner besten Freundin freue.
Kurze Ruhe.
Die Gedanken ziehen durch meinen Kopf.
Unsere Ex-Therapeutin hat heute Abend angerufen. Ich habe das Klingeln des Telefons ignoriert, weil ich nach meinem langen Arbeitstag keine Nerven für ein Gespräch mit ihr hatte, in dem es ohnehin nur wieder um sie und ihre Gefühle gegangen wäre.
Sie braucht Zeit für XY, sie hat dieses oder jenes Gefühl, ihr geht es… Ich könnte echt kotzen.
Wer therapiert hier eigentlich wen!?
Ich weiß innerlich sicher, dass ich die Therapie bei Ihr nach allem was passiert ist nicht mehr möchte.
Die Entscheidung ist richtig. Erst recht, seit ich vor einigen Tagen erfahren habe, dass ich nicht die einzige bin, die dort so schlechte Erfahrungen gemacht hat.
Bewegen tut mich das alles trotzdem.
Ich fühle mich ausgenutzt, benutzt traurig und verraten.
Irgendwie hätte ich gerade ohne Therapeutin ein Problem weniger…
… so hab ich mir das eigentlich nicht vorgestellt.
Meine Ängste haben in letzter Zeit zugenommen. Neben den Einschränkungen im Alltag weis ich nun oft gar nicht, wie ich überhaupt zur Arbeit kommen soll, obwohl mir meine Arbeit wirklich gefällt und ich Sie nicht missen wollen würde. Da muss also dringend eine Lösung her. Nur woher nehmen…!?
Umso glücklicher bin ich jetzt erstmal, dass ich es heute geschafft habe! 🙂
Meine Mieze wartet bereits auf ihr Betthupferl, bevor sie sich – wie jeden Abend – wahrscheinlich friedlich (ich hoffe, dass sie einen guten Tag hat und mich nicht wieder übermütig in die Hand zwickt 😉 ) und schnurrend neben mich legt und mehr Platz von meinem Bett braucht als ich.
Ich liebe dieses kleine Fellknäul.
Mit ihm auf dem Bauch zauberschnurren sich manchmal alle Sorgen einfach weg.
Ich geh mal gucken, ob ich in den Genuss komme…
Bis morgen!