
Ich sitze im warmen Wohnzimmer. Auf der Sessellehne sitzt die Tigerdame und kommuniziert eifrig. Ihre Schwanzspitze zuckt bisweilen. Es dauert nicht lange, bis sich auch der Kater dazu gesellt. Tretelnd macht er es sich auf meinem Schoß gemütlich. Zufriedenes Schnurren dringt an unsere Ohren. Beide scheinen sich auf ihren Kuschelplätzen wohl zu fühlen. Während wir der gleichförmigen Stereo- Beschnurrung lauschen, macht unser Nervensystem den Versuch ebenfalls in leichte Entspannung zu gleiten. Der Tag war anstrengend, voll mit Triggern und die Stimmung entsprechend schnell gereizt. Immerhin aber haben wir es geschafft unser Erinnerungsglas für die verstorbenen Sternchen etwas neu zu dekorieren. Nun blicken wir auf die kleine funkelnde Lichterkette auf dem Sideboard und atmen – in den Schmerz und die kommende Nacht.
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Auf meinem Balkon zwitschern die Vögel. Seit zwei Wochen habe ich Futter draußen aufgehangen, um die Nahrungsquelle für den Winter vorab bekannt zu machen. Etwas Bedenken hatte ich schon, dass sich die Piepmatze vielleicht nicht so nah ans Haus trauen oder von meinen Katzen zu sehr irritiert sind, um mein Nuss-Samen-Kern-Angebot anzunehmen. Doch weit gefehlt.