Gestern Abend saß ich auf meinem Bett und versuchte es mir etwas gemütlich zu machen. Der Tag war extrem anstrengend und von starker Dissoziation zerklüftet. Wir machten uns ein Hörbuch an und begannen nach Bastelanregungen im Internet zu suchen. Je mehr wir rein äußerlich entspannten, umso mehr schoß vom Geschehenen ins Bewusstsein und plötzlich war ich mitten drin. Ich hatte das Gefühl, dass mich genau in diesem Moment jemand in meiner Wohnung berührt, streichelt und schließlich vergewaltigt. Kurzzeitig konnte ich diese Person so real vor mir sehen, als wäre sie tatsächlich da gewesen. Nicht vor 10 Jahren, nicht gestern, sondern just in diesem Moment.
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Im Moment sind wir therapeutisch mal wieder an einem recht kniffligen Punkt. Das Anspannungslevel ist extrem hoch. Um gewisse Probleme lösen zu können, muss mit den Kleinsten im Innen gearbeitet werden. Dafür braucht es altersgemäße Zugänge jenseits von Sprache und Logik. Das ist gar nicht so einfach. Auf eine neue Idee sind wir über eine Ergotherapeutin gekommen – Knetsand. Sie erzählte uns, dass sie gerne mit Kindern damit arbeitet, um sie emotional zu beruhigen. Was für Außenkinder gut ist, kann für innere Kinder ja auch nicht schlecht sein, dachten wir uns und haben uns kurzerhand etwas Therapiesand zugelegt.
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Die letzte Woche war hart. Zwei Tage hielt mich nur Beruhigungsmittel am Leben. Eigentlich nehmen wir so etwas gar nicht. Seit der Klinik haben wir es als Bedarfsmedikament im Schrank stehen. Zum ersten Mal war ich nun froh darum. Anders hätte ich das, was sich da derzeit in mir auftut nicht ausgehalten. Ich fühle mich, als wäre ich irgendwo zwischen Leben und Tod hinter einer dicken Nebelschicht und stehe völlig neben mir. Immer wieder schaue ich auf die Bilder in meinem Kopf und frage mich, wie pervers und abartig Menschen eigentlich sein können.
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In den letzten Tagen haben wir uns aus persönlichen Gründen nochmals sehr intensiv mit dem Bereich der rituellen Gewalt auseinander gesetzt. Anlässlich der Feiertage haben wir Revue passieren lassen, wie unser Heilungsprozess in den letzten Jahren im Bezug auf diese Thematik verlaufen ist. Ohne Zweifel war es der Teil unserer Geschichte, der die größten Widerstände in uns hervorbrachte. Obwohl die Erinnerungen eindeutig in unserem Kopf waren, leugneten wir lange vehement. Die Annäherung bedeutete ein jahrelanges, schmerzhaftes Ringen, um innere Wahrheiten. Neben vielen anderen Stolpersteinen auf dem Weg stellte ein besonderes Problem auch das öffentliche Bild dar, das von ritueller Gewalt existiert und das es mir als Alltagsperson zusätzlich schwer machte meiner Wahrnehmung zu vertrauen. Denn das war nicht „meine“ Welt. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich nur sehr begrenzt überhaupt bewusste Erinnerungen. Es klaffte ein tiefer Graben zwischen meiner Geschichte als Alltagsperson und der Geschichte anderer Innenpersonen. Den galt es zu überwinden. Unterschiedlicher hätten die Lebensrealitäten nicht sein können.
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Draußen vor dem Fenster fallen große Regentropfen zu Boden. Mit erdigen Händen haben wir es gerade vor dem Schauer noch ins Innere geschafft. Schaumige Seife und warmes Wasser spülen gleich die Reste des Pflanzsubstrates von den Fingern. In der Küche wartet Kaffee auf uns. Erschöpft, aber auch ein bisschen zufrieden ziehen wir uns auf das Sofa unter die warme Decke zurück. „Mission Bienenbalkon“ für heute erfolgreich beendet. Doch wie hat sie angefangen?
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Feiertage sind für Überlebende ritualisierter Gewalt prädestiniert dafür zu scheinpsychotischem Erleben zu führen. Die Symptome sind jedoch meist nicht durch eine tatsächliche Psychose bedingt, sondern vielmehr durch Flashbackzustände hervorgerufen. Durch die Fragmentierung der Ursprungserinnerung mögen dann die im Bewusstsein auftauchenden Teile aus dem Zusammenhang gerissen zwar wirr und surreal wirken, sind es jedoch in ihrer Entstehung nicht. Der nachfolgende Artikel beschäftigt sich mit Überschneidungen und Unterscheidungen von Traumafolgen und psychotischem Erleben.
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Es ist Abend und mittlerweile schrecklich still in der Klinik. In mir hallen die Ereignisse des Tages nach. Ich wünschte die Gedanken in meinem Kopf würden so ruhig und klar vor mir liegen, wie die See auf dem Beitragsbild. Statt dessen ist meine Seele aufgewühlt und brandet in Wellen mit ihrem Schrecken ins Bewusstsein. Es ist gut, dass wir hier sind. Wir haben traurige Gewissheiten gewonnen und wir fühlen. Aus der funktionierenden Marionette, die wie ein Hamster im Laufrad ackert, ist mittlerweile eine sichtbar gebrochene Frau geworden. Aber sie fühlt sich echt.
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Strahlender Sonnenschein lockt an diesem Tag aus der Klinik zum Spaziergang. Das Wetter gibt alles, um uns Auszeit vom stressigen Reha-Alltag zu verschaffen. Wir freuen uns zwar über die wärmende Einladung, unsere Kräfte bleiben allerdings maximal erschöpft. Vielleicht kann ja Kaffee und Kuchen helfen, um die Reserven wieder aufzufüllen.
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Mittlerweile sind wir gut in der Klinik angekommen. Viel können wir noch gar nicht erzählen. Die Abläufe spielen sich erst langsam ein und die ersten therapeutischen Stunden laufen an. Trotzdem wollten wir ein kurzes Update hier lassen. 😊
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So nun ist es bald so weit. Ab Mitte Februar gehen wir zum ersten Mal in eine Klinik zur stationären Traumatherapie. Wir sind gespannt, wie das für uns sein wird. Vorab gibt es nun aber erst einmal noch jede Menge zu organisieren. Weiterlesen →
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