Quarkwickel und Heilepflanzen

Gestern Abend war es nun soweit.
Wir hatten einen Termin bei der Heilpraktikerin, um unserem Körper ein bisschen unter die Arme zu greifen.
Vor allem die Beschwerden durch die Halswirbelsäuleninstabilität mit Ohnmachten, Schmerzen, Herzrasen, Herzstolpern, Kopfdruck und Nervenkribbeln, um nur eine kleine Palette der Symptompalette zu nennen, die Autoimmunerkrankung der Schilddrüse gepaart mit Unverträglichkeit der Medikamente, die ständige Überlastung der Verdauungsorgane und Entzündungen, die dazu führen dass ich oft kaum oder gar nichts essen kann und andere Beschwerden, haben mir extrem zugesetzt und mich doch recht mürbe gemacht.

Die Stimmung in der Praxis war sehr nett und wir fühlten uns auch fachlich sehr gut aufgehoben. Endlich mal jemand der zuhört. Endlich jemand der nicht alles auf unsere Psyche schiebt, sondern uns sehen will, Körper, Seele und Geist gleichermaßen beachtet.
Frau Heilpraktikerin arbeitet unter anderem mit HNC (human neuro cybrainetics).
Bis Dato kannte ich das auch nicht.
Nach einem ganz ausführlichem Gespräch über meine Beschwerden und auch alle seelischen  Umstände fing sie dann an ganz sanft verschiedene Körperpunkte zu drücken oder auch nur ganz kurz sanft zu berühren. Klopfte ein bisschen da und zog leicht ein bisschen dort. Immer mit mir im Gespräch ob alles in Ordnung ist. Danach gab sie mir noch ein Rezept für pflanzliche Mittel, die mir und meinem Körper helfen die extremen Spannungen und den Stress abzubauen.

Man könnte meinen dieser Hauch von Berührungen löst körperlich nicht viel aus. Nach der Behandlung ging bei mir allerdings ganz schön der Punk ab. Nervenbahnen kribbelten und pulsierten. Tränen flossen. Der Kreislauf rebellierte.
Trotzdem…
Nach Monaten statischem bis schlechter werdendem körperlichem Befinden kommt jetzt zumindest zum ersten Mal wieder Bewegung in die Sache. Ich spüre, dass sich etwas verändert.
Ich weiß nicht, wohin die Reise geht, aber es tut sich was.
Hoffnung.
Auch wenn’s grade ganz schön anstrengend ist.
Und die Angst zu sterben ist trotz der ganzen Symptompalette gerade geringer als vorher. 🙂  

Nachmittags gab es einen kühlen Quarkwickel um den Hals, um die Fehlsteuerung der Schilddrüse zu lindern. Tat tatsächlich ganz gut und der Druck im Hals und die Unruhe nahm etwas ab.

Heute Abend werde ich zum ersten Mal das pflanzliche Mittel Solunat Nr. 4 probieren, dass ich aufgeschrieben bekommen habe und mir vorhin aus der Apotheke geholt habe und sehen, was es für meinen Schlaf und mein Nervensystem tut.
Laut Erklärung der Heilpraktikerin sorgt es dafür, dass das vegetative Nervensystem zur Ruhe kommt, mein Schlaf besser wird und mein Körper entkrampft.
Mal sehen, ob es hält, was es verspricht…

Ich bin gespannt wie es weiter geht und hoffe doch sehr, dass es nun endlich wieder aufwärts geht! 🙂

Sofatage

Die letzte Zeit war stressig.
Unter der Woche arbeiten, am Wochenende Fortbildungen und seelische Themen klopften auch nur genug an. Also musste ein Ruhetag her.
Den hab ich mir dann heute selbst verordnet.
Mit strengen Ruhetagverordnungen:
– Ausschlafen! Lange.
– Im Schlafanzug auf dem Sofa rumhängen
– Die  Mieze streicheln und das Schnurren genießen
– Frischluft streng vermeiden
– Rigoroser Gedankenstopp
– Bewegung verboten, ausgenommen die Strecke zwischen Bett und Sofa
– Fernsehen
– Nicht Kochen
– Gespräche auf ein wenig Smalltalk reduziert
Kurz: Einfach nur nichts tun.

Klingt erst mal machbar, hat aber seine Tücken.
Punkt eins „Ausschlafen“ scheiterte daran, dass ich freiwillig um 8.00 Uhr wach war.
Warum passiert das eigentlich nie, wenn ich arbeiten muss?
Nun gut. Beginnt Phase zwei „auf dem Sofa rumhängen“ also früher. Mieze streicheln wäre jetzt schön gewesen, allerdings erlebte diese gerade ihre wilde Phase und fegte wie verrückt durch die Wohnung rauf und runter, über mich drüber, unter mir durch und wieder von vorne.
Die Gedanken hielten sich leider nicht durchgehend an das Stoppschild und mussten immer wieder deutlich zurückgepfiffen werden, aber es gab doch zwischendrin ruhige Zeiten. 🙂
Ferngesehen hätt ich gerne, aber irgendwie war nicht wirklich was Schönes im Programm.
Dafür hatte ich ein schönes Telefongespräch mit meiner Freundin.
Frischluft konnte ich gut vermeiden und auch die Bewegung konnte ich völlig auf die Wechsel zwischen Bett und Sofa beschränken.
Bis um 16.00 Uhr eine Bekannte anrief, dass sie sich aus der Wohnung gesperrt hat. Da ich ihren Zweitschlüssel habe, war es nun dahin mit dem Vorsatz und ich musste die Wohnung verlassen, um ihr den Schlüssel zu bringen.
Wachmachfrischluft. Igitt. Rette sich wer kann…
Wieder zu Hause, hab ich dann doch noch Nudeln gekocht, weil ich mittlerweile Hunger bekommen habe und mich dann ganz schnell wieder aufs Sofa verzogen.
Ruhe. Endlich. Mit Schnurrekatze auf dem Schoß. So schön. 🙂

Ich glaub ich muss das üben und perfektionieren… 😉
Mach ich Morgen einfach noch mal. Ich hab ja jetzt Urlaub und ich freu mich so auf diese Zeit. 🙂

Samhainmorgen

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Heute Morgen ging es schon um halb neun mit dem Auto los.
Auf meinem Gesicht lag ein zartes Lächeln, verursacht durch das schöne Gefühl, dass liebe Verstorbene sich zu mir gesellt haben und mit mir zusammen den Tag begrüßen.
Auf der Strecke lag ein längeres Waldstück, das mystisch verzaubert gerade erwachte.
In zart verschleierte Nebelstrecken schien die Sonne und brachte die dunstigen Wassertropfen zum Glänzen.
Oder war’n es etwa kleine Glitzerpartikechen aus ganz andern Welten?
In mir das Gefühl, dass die andere Welt so offen ist. So frei. Spürbar nah.
Aus dem Autofenster versuchte ich ein wenig des Zaubers mit der Handykamera einzufangen und gleichsam zu konservieren.

In mir die Suche nach alten vergessenen Traditionen, die vielleicht einen besseren tieferen Zugang zu der Bedeutung dieses Tages erlauben als das christliche Allerheiligen oder Halloweenbräuche.
Weg von Tod und Trauer zu einer ganz liebevollen Begegnung mit diesen Jahreszeiten.
Der Wunsch ein bisschen Einblick in die Welt, das Weltverständnis und das Wissen von alten keltischen Weisen zu haben.

Sehnsucht die alltäglichen Begrenzungen einfach loszulassen.

Natürliche Rhythmen.

Die Welt ist friedlich.
Die Seelen sind friedlich.
Meine Seele genießt den Frieden.

Samhainseelegenießermorgen.

Schnelles Ofengemüse mit Feta

Copyrigth by "Sofies viele Welten"

© Copyrigth by „Sofies viele Welten“

Heute kam ich erst ziemlich spät von der Arbeit nach Hause.
Den ganzen Tag gab es keine wirkliche Gelegenheit etwas zu essen und so musste noch etwas warmes zu essen her, dass aber schnell und einfach geht, weil meine Couch auch schon so verlockend nach mir rief.

Im Ofen landete die Geüsepfanne vom Foto und schmeckt total gut. 🙂

Einfach das Gemüse klein schneiden.
In meinem Fall waren es:
– Zwiebeln
– Eine Knoblauchzehe
– Etwas Ingwer
– Tomaten
– Paprika
– Champignons
– Kartoffeln (Kürbis geht auch super!)
– Eine kleine Zucchini

Etwas Olivenöl darüber geben, mit Salz, Pfeffer, Gemüsebrühe würzen, den Feta oder Ziegenkäse darüberbröseln und ab in den Ofen. Nach ca. der Hälfte der Kochzeit im Ofen einmal umrühren.
Klappt auch super in der veganen Alternative ohne Käse oder auch mit selbst gemachtem Cashewnuss-„Käse“, wenn man keinen Feta mag.

Nach ca. 45 Minuten ist das Gericht dann fertig und wirklich lecker!

Das Gemüse kann man nach eigenem Belieben jederzeit verändern.

Das ursprüngliche Rezept, gab es mal in einer „Chefkoch“-Zeitschrift. Mittlerweile hab ich’s schon in allen möglichen Varianten probiert und es gelingt wirklich immer.

Loslasskämpfe

Es geht auf den ersten November zu.
Die Nebel in die Anderswelt haben begonnen langsam dünner zu werden.
Die Themen Tod und Loslassen rücken näher.

Meine eigene Todesangst nimmt sich Raum.
Angst einfach zu sterben, wo ich doch noch leben will.
Hilflos. Ohnmächtig.
Letztendlich dem Tod ausgeliefert gegenüberstehen.
Wenn er kommt, so kommt er.

Aber was ist, wenn ich nicht will!
Wenn ich einfach noch nicht so weit bin!?
Täuscht mein Körper manchmal nur bedrohlich echt wirkend das Ende vor?
Oder ist es ernst?
Hält sich der Tod an meine Vorgaben?
Kann ich mitbestimmen?
Und wenn nicht was dann?

Die Symptome körperlicher Erkrankungen setzen mir mittlerweile auch seelisch sehr zu.
Essen ist zurzeit immer wieder kaum möglich, ohne meinen Organismus zu überfordern und dem Kreislaufkollaps nahe zu sein.
Die Symptome durch die Verletzung der Halswirbelsäule und HWS-Instabilität bringen mich teilweise um den Verstand.

Wie damit umgehen!?

Die Schulmedizin hilft derzeit nicht wirklich.
Es müssen gute Alternativen her!
So teste ich mich jetzt durch, soweit es mir finanziell möglich ist und hoffe.

Ich hab‘ so viele Fragen und so wenige Antworten.

Ich weiß nur, dass ich Leben will!

So greif ich nach meinem Schutzengel und laufe los, um Heilung zu finden.

Kleines „Erinnermich“

Der Oktober neigt sich dem Ende zu.
In so manchen Sekten und Gruppierungen ist viel  los und auch für manche AussteigerIn beginnt wohl jetzt wieder eine schwierige Zeit.

An all die Betroffenen wollen wir an dieser Stelle wieder besonders denken.
Wir stellen hier einfach mal eine Kerze auf, um etwas Licht in die Finsternis zu bringen. weihnachtskerze_www-clipart-kiste-de_082
Vielleicht mögt ihr ja auch eine dazustellen. Dann wird’s immer heller.

Wir wünschen euch viel Kraft und die nötige Unterstützung durch schwierige Zeiten!

„Ich-kann-nicht-mehr-Momente“

Gerade heute sind sie wieder da.

Ein „Ich-kann-nicht-mehr-Tag“.

Heute Morgen schon traurig aufgewacht.
Losgezogen in den Tageskampf.
In einem persönlichen Gespräch auf im Alltag so lange zurückgehaltene Gefühle gestoßen.
Abgesoffen.

So kämpf ich mich durch den Tag.
Traurig, verzweifelt, voll mit Angst.
Kurz vor dem Zusammenbruch und manchmal brech‘ ich dann auch einfach ein.
Tränen fließen.

Ein „Ich-kann-nicht-mehr-Moment“ reiht sich an den anderen.
Ebenso Gefühl um Gefühl und Bild um Bild.

Immer wichtig: Die Maske nach außen wahren! Im richtigen Moment lächeln!
Nur wenige kennen mich gut genug um ein bisschen dahinter sehen zu dürfen.

Ich hatte das Gefühl den Tag nicht zu schaffen.
Ich bin trotzdem noch hier.

Es kommt die Nacht.

Weiter kämpfen.

Ich bin nicht bis hier gekommen um jetzt  klein beizugeben!

Ich wollte nicht leben um jetzt aufzugeben!

Winterlich leuchtende Wachskugeln

Copyright by "Sofies viele Welten"

© Copyright by „Sofies viele Welten“

Unsere selbstgezogenen Wachskugeln sind nun endlich mit winterlichen Motiven fertig bemalt und können als Teelicht verwendet werden.
Als ersten „Probelauf“ um zu sehen, wie es mit echter Kerze aussehen wird, haben wir heute Morgen schon mal ein LED-Teelicht reingestellt und finden den Effekt mit dem durchscheinenden Wachs wirklich schön.
Im laufe des Tages werden wir heute auch nochmal eine rote Variante versuchen. Mal sehen, wie das dann sein wird… 🙂

23:07 Uhr

Zum ersten Mal an diesem Tag sitze ich gerade für einen kurzen Moment auf dem Sofa, bevor ich mich in mein Bett bewege und mich auf ein spätes Telefonat mit meiner besten Freundin freue.

Kurze Ruhe.

Die Gedanken ziehen durch meinen Kopf.

Unsere Ex-Therapeutin hat heute Abend angerufen. Ich habe das Klingeln des Telefons ignoriert, weil ich nach meinem langen Arbeitstag keine Nerven für ein Gespräch mit ihr hatte, in dem es ohnehin nur wieder um sie und ihre Gefühle gegangen wäre.
Sie braucht Zeit für XY, sie hat dieses oder jenes Gefühl, ihr geht es… Ich könnte echt kotzen.
Wer therapiert hier eigentlich wen!?
Ich weiß innerlich sicher, dass ich die Therapie bei Ihr nach allem was passiert ist nicht mehr möchte.
Die Entscheidung ist richtig. Erst recht, seit ich vor einigen Tagen erfahren habe, dass  ich nicht die einzige bin, die dort so schlechte Erfahrungen gemacht hat.
Bewegen tut  mich das alles trotzdem.
Ich fühle mich ausgenutzt, benutzt traurig und verraten.
Irgendwie hätte ich gerade ohne Therapeutin ein Problem weniger…
… so hab ich mir das eigentlich nicht vorgestellt.

Meine Ängste haben in letzter Zeit zugenommen. Neben den Einschränkungen im Alltag  weis ich nun oft gar nicht, wie ich überhaupt zur Arbeit kommen soll, obwohl mir meine Arbeit wirklich gefällt und ich Sie nicht missen wollen würde. Da muss also dringend eine Lösung her. Nur woher nehmen…!?

Umso glücklicher bin ich jetzt erstmal, dass ich es heute geschafft habe! 🙂

Meine Mieze wartet bereits auf ihr Betthupferl, bevor sie sich – wie jeden Abend – wahrscheinlich friedlich (ich hoffe, dass sie einen guten Tag hat und mich nicht wieder übermütig in die Hand zwickt 😉 ) und schnurrend neben mich legt und mehr Platz von meinem Bett braucht als ich. 
Ich liebe dieses kleine Fellknäul.
Mit ihm auf dem Bauch zauberschnurren sich manchmal alle Sorgen einfach weg.

Ich geh mal gucken, ob ich in den Genuss komme…

Bis morgen!

Traumnebelgrauverwirrungsgeflüster

Es ist morgen.
Zartes Grau ziert noch den Himmel.
In meiner Seele ziehen die Nebelschwaden der Nacht langsam zur Seite.
Träume, die verunsichernd versuchen die Realität anzugreifen.
Versuche die Realitäten die im Traum so real verschoben wurden wieder einzusammeln.
„Geht es Ihnen gut?“ „Ist zwischen uns noch alles in Ordnung?“
Inneres Fragen und Seufzen.
Unruhe.
Nervös zitterndes inneres Frösteln.
Angst.

Langsam bekomme ich Hunger.
Kochen – gleich für Mittag.
Doppelter Aufwand lohnt nicht.
Stehen bleiben.
Den Kreislauf laufen lassen…
Gemüse schneiden.
Backen.
Essen.

Der Tag nimmt seinen Lauf.
Mal mehr Sonne.
Mal weniger.

Trauer im unwirklichen Schleier.

Traumnebelgrauverwirrungsgeflüster.
Sonnenstrahlentwirrungsspiel.