Ganz zart und glücklich schob sich ein Gefühl in meinen Kopf.
„Wir essen nachher etwas.“, stellte das Innenkind überglücklich fest.
Erstaunt über diese große Freude wegen der Tatsache, dass wir etwas essen, horchte ich genauer nach innen.
„Na, wir essen nachher Knödel. Wir müssen heute gar nicht hungern. Wir dürfen einfach essen.“, hopste es fröhlich weiter.
Angesteckt von dem Glück und der Freude, die dieses Innen verbreitete, stellt sich auch für mich einen Moment lang Wohlgefühl ein.
Wir genießen es. Gemeinsam.
Manches scheint so selbstverständlich und hat doch so große Bedeutung…
Sommersonnwendasche und Selbstmachfest
Das zweite Jahr ist es nun, dass wir uns am 21.Juni im Garten unser ganz eigenes Feuer schüren.
Es tut uns gut, diesen Tagen unsere eigene Bedeutung zu geben. Heute unsere ganz eigenen Feste zu feiern.
Wir sind froh, dass uns in diesen Nächten nichts passiert.
Für einen Moment denken wir an die Kinder und anderen involvierten Opfer die schreckliches erleiden und hoffen, dass die Qualen für sie bald ein Ende haben, dass sie so schnell wie möglich den Weg raus aus der Gruppierung finden, dass sie auf Menschen treffen, die sehen und helfen.
Und dann singen wir unsere Lieder, laufen um unser Feuer und springen schließlich auch darüber. Nach altem Brauch soll der Sprung über das Sonnwendfeuer heilsam sein und Blockaden und Krankheiten aus der Aura entfernen. Wir stellen uns vor, wie wir von dem Feuer liebevoll gereinigt, geschützt und geheilt werden. Wir spüren angenehm die Wärme, die davon ausgeht und uns in der kühlen Dämmerung berührt. Wir genießen das Gefühl mit der Erde verbunden zu sein. Wir spüren uns selbst und freuen uns über die Helligkeit und das Licht dieses Tages.
Eine Zeit lang sehen wir einfach nur den Flammen zu, bis es uns doch zu frisch wird und wir nach drinnen gehen.
Das Feuer und die Glut lodert noch länger weiter. Immer wieder beobachten wir es vom Fenster aus. Es wird noch dauern, bis alles endgültig erlischt.
Morgen früh werden wir dann die Asche in Gläser füllen.
Die Asche des Sonnwendfeuers gilt als gutes Mittel gegen Brandwunden und wird bei Bedarf einfach auf die betroffene Körperstelle aufgetragen. Durch das Feuer ist die Asche weitestgehend steril und man muss keine Angst vor „Dreck in der Wunde“ haben.
Man kann auch eine kleine Menge mit etwas Olivenöl vermengen. Die kühlenden Mondkräfte, die dem Olivenöl zugesprochen werden, helfen nach altem Rezept zusätzlich bei der Heilung.
Kleines 1×1 zum Umgang mit Therapeuten, die gerade von einer Fortbildung oder Supervision kommen ;-)
Kurz vorab: Wir möchten betonen, dass der folgende Text mit einem lächelnden Augenzwinkern geschrieben ist und wir den Einsatz und die Fortbildungsbereitschaft zum Thema „Multiple Persönlichkeit“ und „Rituelle Gewalt“ sehr schätzen. Auch wir haben durchaus davon profitiert und wären ohne den unermüdlichen Einsatz unserer Therapeutin heute sicher nicht da, wo wir jetzt sind. Trotzdem gibt es einige Supervisions- und Fortbildungsreaktionen, die uns immer wieder begegnet sind, über die wir teils schmunzeln mussten, mit denen wir teilweise aber auch richtig zu kämpfen hatten. Aus aktuellem Anlass, haben wir nun also diesen nicht an jeder Stelle ganz ernst gemeinten Survivalguide für die ersten Therapiestunden danach verfasst:
Es ist mal wieder so weit. Die Therapeutin kommt von der Fortbildung oder Supervision zurück, auf der sie versucht hat herauszufinden, wie sie Ihrer Patientin mit ritueller Gewalterfahrung noch besser helfen kann. Im Gepäck viel neues Mal-mehr-mal-weniger-(Schein)Wissen, das in die Tat umgesetzt werden will und oft eine zutiefst verunsicherte Therapeutenseele, die sich fragt, ob sie bisher wirklich so viel übersehen und falsch gemacht hat, dass sie es jetzt auf jeden Fall gleich viel besser machen will. Aber wie gut, dass die Kollegen, da mehr Erfahrung hatten. Trotz aller entstandenen Selbstzweifel ist sie überglücklich, dass sie jetzt die Lösung für so lange unlösbar erscheinende Probleme kennt. Puh, na endlich…
Und da beginnen sie, die Therapiestörungen.
Wie also jetzt mit der Therapeutin umgehen, um ihr schonend beizubringen, dass vieles von dem, was sie jetzt für die absolute Lösung und Erleuchtung hält, so nicht umzusetzen ist, weil ein individueller Mensch vor ihr sitzt und kein Lehrbuchdummy? Wie erklären, dass die Theorie wirklich mega ist, die Praxis aber weniger? Wie ihr leidendes Selbstvertrauen wieder soweit aufbauen, dass Sie einfach wieder ihren eigenen Gefühlen vertraut? Immerhin kennt sie euch ja persönlich und nicht ihre hochgeschätzten Kollegen. Wie ihr liebevoll beibringen, dass nicht alles umsonst war? Wie selbst dabei den Kopf oben behalten und nicht in dem, was da so auf einen einstürmt, untergehen?
1. Bleibt ruhig!
Das ist besonders wichtig! Atmet erst einmal tief ein und aus. Was euch jetzt erzählt wird, scheint euerer Therapeutin vielleicht als der Rettungsanker oder Lösungsansatz schlecht hin. Vielleicht erzählt sie euch auch von Gruppenstrukturierungen oder anderen Dingen, bei denen dir und den Innies nur so die Ohren schlackern, Fragezeichen um den Kopf schwirren oder die so für euch einfach schlicht nicht stimmen. Lasst ihr für einen kurzen Moment die Freude, bevor ihr sie wieder mit der harten Realität konfrontiert.
2. Fange nicht an, an dir/euch zu Zweifeln
Manchmal ist es nicht leicht in dem Durcheinander der Therapeutin die Übersicht zu behalten. Wenn ihr dann noch die neuesten Erkenntnisse präsentiert bekommt, wie das Leben bei anderen Multis angeblich funktioniert und ihr euch darin so gar nicht wiederfindet, ist es ganz schön schwer nicht in eine Zweifelkrise abzurutschen. Doch denkt an Punkt 1 und bleibt ruhig! Ihr werdet die Gelegenheit bekommen, euere Sicht der Dinge darzulegen. Und ihr seid ein Individuum. Das ist auch bei Multis so!
3. Bestätigt euerer Therapeutin, dass es wirklich toll ist, dass sie sich so fortgebildet hat
Lob ist für die zarte Therapeutenseele sehr wichtig! Drum bestätigt sie in ihrem Tun. Sagt ihr, dass ihr es schätzt, dass sie sich so bemüht und was ihr sonst noch so gut findet. Schließlich soll sie ja nicht demotiviert, sondern nur zurück auf eine zusammenarbeitsfähige Spur gebracht werden. Seid einfühlsam, versteht ihre Not und zeigt Verständnis.
4. Übt sanfte Kritik
Jetzt, wo die Therapeutin ausreichend stabil erscheint, ist endlich der Moment gekommen, in dem ihr anfangen könnt, in euerem Sinne Kritik zu üben oder die neuen Arbeitsweisen gezielt zu hinterfragen. Geht dabei unbedingt sanft vor. Therapeuten sind empfindliche Wesen, die nicht destabilisiert werden sollten!
5. Gebt ihr Zeit damit umzugehen
Es wird vielleicht etwas dauern, bis sie mit der Verunsicherung, die die ganzen neuen Einblicke hinterlassen haben, umgehen kann. Sie hat etwas über Gewalt und Hintergründe erfahren und ihr Weltbild wurde erschüttert. Habt Geduld. Sicher ist bald schon wieder alles gut!
6. Helft euerer Therapeutin das neu gelernte zu integrieren
Zeigt ihr, wie sie das theoretisch gelernte sinnvoll einsetzen und mit der individuellen Person, die vor ihr sitzt, verbinden kann. Lasst Sie mit dem neuen Wissen nicht alleine stehen, denn sie kann oft zunächst nichts damit anfangen, weil ihr dafür schlicht die Einblicke fehlen. Helft ihr also einzuordnen. Erklärt ihr, was gut ist und was nicht und warum. Sagt ihr, dass die Fortbildung oder Supervision nicht umsonst war. Zeigt ihr ihre „Therapiefortschritte“ auf.
7. Bringt ihr bei auf Ihr Gefühl, Ihr Wissen und Ihre innere Stimme zu vertrauen
Wenn ihr das schafft, habt ihr viel gewonnen! Für jetzt und für alle zukünftigen Fortbildungen und Supervisionen. Zeigt ihr, dass Sie, selbst wenn sie Anfänger ist, therapeutisch diejenige ist, die in der Arbeit mit euch am besten weiß was zu tun ist, weil sie euch kennt. Ebenso seid Ihr die Experten für euere Geschichte und was für euch wirklich hilfreich ist. Das wird sie also nur von euch erfahren. Ermutigt sie im persönlichen Umgang mit euch bei Ihren eigenen Eindrücken zu bleiben, das Gespräch zu suchen und euch nicht aus Unsicherheit irgendetwas überzustülpen.
8. Ihr seid ein Individuum, das individuelle Behandlung erfordert
Ein wichtiger Punkt, der gerade bei überlebenden von Ritueller Gewalt gerne übersehen wird. Auf der Fortbildung hat sie z.B. gehört, dass Täterkontakt bei euch wahrscheinlich ist und ihr habt euere liebe Not ihr jetzt beizubringen, dass bei euch gerade aber keiner besteht und ihr trotzdem instabil seid. Oder es gibt eine wunderbare neue Übung, wie man belastende Dinge einfach wegpacken kann und es will bei euch einfach gar nicht funktionieren. Der Beispiele gibt es noch viele. Macht ihr klar, dass auch multiple Menschen individuell sind und jeder eine individuelle Geschichte hat. Oft leider gar nicht so leicht… Doch wenn ihr es geschafft habt, dass sie sich ihr eigenes Bild macht und die Behandlungsschritte/Methoden mit euch erarbeitet, habt ihr einen weiteren großen Meilenstein geschafft.
9. Lobt euch selbst, dass ihr diese schwierige Phase mit euerer Therapeutin durchgestanden habt
Vergesst euch nicht selbst und lobt euch auch! Denn es war anstrengend. Ihr habt einen Menschen durch eine schwierige Phase seines Lebens begleitet. Das ist nicht selbstverständlich!
10. Lobt euch gegenseitig, dass ihr zusammen geschafft habt, dass euer Verhältnis weiter gut ist
Es ist so schön am Ende festzustellen, dass die Beziehung nicht kaputt gegangen ist und vielleicht sogar noch etwas enger geworden ist, weil ihr euch aufeinander eingelassen habt. Respekt!
Und zum guten Schluss genießt einfach die Zeit bis zur nächsten Fortbildung oder Supervision… 😉
Wenn die Hüften Träume speichern…
„Wenn Frauen Essen wirklich genießen wollen, muß es zu einer der unbefangen erlebten, sinnlichen Freuden des Lebens werden. Durch gutes Essen sorgen Frauen auf der elementarsten Ebene für sich Selbst.“
(Dr. Karen Johnson)
Wir beschäftigen uns im Moment viel mit Ernährung, um zu heilen. Da finden wir das vorangegangene Zitat sehr wahr und passend. Wir stellen immer wieder fest, dass einfach nichts mehr geht, wenn wir nicht essen können und wie viel es grundlegend auf allen Ebenen verbessert, wenn wir auf dieser Ebene gut für uns sorgen.
Und folgendes Zitat zum Thema fanden wir einfach wunderschön und so wertschätzend:
„Übergewicht ist ein Speicher für Träume. Es gibt einen Mythos über das Speichern von Zeit. Primitive Kulturen speichern Vorräte für den Winter. Wir legen auf den Hüften Zeitspeicher an.“
(Paulanne Balch, M.D.)
Was für eine tolle Vorstellung, dass jedes Pfund nur ein wunderschöner Traum ist, der noch gelebt werden will und für den man sich die Energie schon mal vorab beiseitegeschafft und gespeichert hat… 🙂
Haben und Sein
Was, wenn das Trauma einfach keinen Urlaub macht…!?
Seit über einer Woche versuchen wir nun einfach einmal Pause zu machen.
An nichts zu denken, was mit früher zu tun hat. Auszuspannen. Etwas runter zu kommen. Uns auf die Gegenwart zu konzentrieren. Das Viele-Sein in der Jetzt-Zeit zu erforschen.
Helferinnen machen Urlaub, dann machen wir es auch. Soweit der Plan.
Unser Verstand hat das wohl sofort begriffen und auf Funktionsmodus umgestellt. Unsere Seele findet die Idee bekloppt und macht da leider nicht mit. Denn wenn schon Ruhe einkehrt, dann ist ja richtig viel Platz und Zeit und Raum da, um auch mal zu ihr hin zu schauen. Hmpf…
Und dann ist da noch die lästig anstrengend gefährliche Sache mit den Programmen… Die machen auch keinen Urlaub.
Und nun?
Was, wenn die Katze schon einfach keine Lust mehr hat Reorientierungsgekrault zu werden?
Was, wenn der Kopf vor Überflutung zu platzen droht?
Was, wenn alles innen schreit, reden zu müssen, aber grade einfach keiner da ist?
Was, wenn alle Kindermalbücher dieser Welt ausgemalt werden könnten und der Schmerz dadurch trotzdem nicht beherrschbar kleiner wird?
Was, wenn die Programme nach Ausführung rufen und wunderbaren zusätzlichen Zündstoff in der „Es-ist-ja-eh-keiner-da-und-du-bist-alleine-Situation“ finden?
Was, wenn alle verbleibende Logik zu versagen droht, weil die Gefühlstiefen davon unerreicht bleiben?
Was, wenn die Versuche innerer Konferenzen zu Schlacht- und Minenfeldern werden?
Wir müssen ausharren. Versuchen es irgendwie zu schaffen.
Atmen. Weinen. Zusammenbrechen. Weitergehen.
Und irgendwo da innen ist bei alle dem solche Wut.
Wut, dass diese Arschlöcher das alles mit uns gemacht haben. Wut, dass das was sie getan haben noch immer ein Stück weit in uns wirkt. Wut, dass sie glücklich und völlig ungehindert druch’s Leben gehen.
Was für uns bleibt ist wenigstens zu versuchen, es uns ein bisschen schön zu machen. Der Versuch uns zu erlauben, das tun zu dürfen, ohne in Panik unterzugehen.
Mit der Hoffnung, dass wir es schaffen und bald nicht mehr allein sind.
Die Kraft unserer Steine
Direkt vor unserer Haustüre liegen sie. Diese Wunderwesen, die so gerne ihr Wissen und ihre Erfahrungen mit uns teilen wollen. Ein bisschen gesehen werden.
Sie sehen hart aus. Viele unterstellen ihnen kein Lebewesen zu sein und nicht zu fühlen. Das Äußere entscheidet. Leider. Wie so oft.
Doch sie sprechen. Haben so vieles in sich, mit dem sie helfen und heilen. Altes Wissen. So viele Menschen hören nicht mehr zu, weil sie schon als Kinder von Erwachsenen eingeredet bekommen, dass Steine seelenlose Gegenstände ohne Gefühle sind.
Als Kind haben wir oft mit Steinen gespielt, mit ihnen geredet und unsere Antworten bekommen. In unserer Wohnung befinden sich noch heute einige Exemplare, die wir einfach draußen irgendwo gefunden haben. Sie haben alle ihre eigene Energie und bereichern unser Lebensumfeld. Sie helfen und heilen und sie freuen sich gesehen zu werden, so wie alle anderen Lebewesen. Für uns hat jeder Stein seine ganz eigene Persönlichkeit.
Manche liegen hier und helfen uns mit ihrer großen starken Präsenz, andere verändern das Raumklima auf sanfte Weise, mache mögen wir Zeitweise am Körper tragen. Wenn wir in unserem Beruf mit Menschen arbeiten und heilen, machen sie sich manchmal bemerkbar, wollen in die Hand genommen werden, auf bestimmte Körperregionen aufgelegt werden oder einfach angesehen werden. Die Wirkung ist spürbar. Von mir und meinen Klienten und ich bin dankbar für die Unterstützung.
Es gibt so viele Steine mit ganz wundervollen Eigenschaften teilweise auch recht günstig zu kaufen, ob als Anhänger, als Kette, als Armband, Handschmeichler oder als größeres Exemplar zum hinstellen. Sie alle haben ihre Berechtigung und oft bekommt man eine Beschreibung dazu wofür man sie anwenden kann. Jeder Stein hat aber sicher auch einfach noch seine ganz eigene Wirkung, fern ab der vorgefertigten Beschreibung, die sich nur Erfahren lässt, wenn man ihn spürt, zu ihm hinspürt.
Wir wollen allerdings auch dazu anregen mal wieder einfach so in die Natur zu gehen und dabei die Augen offen zu halten, sich bei einem Spaziergang einfach von einem Stein finden zu lassen und hinzuspüren, was er einem zu sagen hat. Sie sind genau so kräftig, wichtig und heilsam, wie ihre geschliffenen Kollegen. Für uns kommt noch dazu, dass sie aus der gleichen Region kommen, wie man selbst und somit auch Wissen über das Lebensumfeld besitzen, das unterstützen kann. Manche Steine freuen sich darüber mitgenommen zu werden, manche wollen lieber nur kurz in der Hand gehalten oder ein kleines Stück mitgetragen werden und dann in der Natur wieder abgesetzt werden.
Egal wie, es lohnt sich auf jeden Fall das mal ganz intuitiv auszuprobieren, wieder Kind zu sein und ganz unvoreingenommen, spielerisch auf die alten Weisen der Erdmutter zuzugehen. Die Erfahrung ist es wert.
Reorientierungswiesen
Nicht weit von unserem zu Hause lebt eine naturbelassene Wiese, die meist nur einmal im Jahr gemäht wird und auf der es deshalb so einige Dinge zu entdecken gibt, die man sonst hier nur noch selten sieht.
Also los raus. Ein paar Fotos machen. Die Ausstrahlung der Natur geniesen. Den Moment wiederfinden.
Vertrauen, dass die Erde trägt.
Und Stück für Stück hangeln wir uns an den Details der Wiese entlang. Den Blüten, den Blattformen, den Tieren.
Den sanften Wind im Haar.
Sehen die Schönheit, die uns für einen Augenblick von der Vergangenheit befreit.
Stehen mitten in den Reorientierungswiesen und der Natur.
Genießen.
Und Atmen.
Wenn Schnecken auf Bäume klettern…
Irgendwie Anders
Das „Irgendwie Anders“-Buch ist seit Langem eines der absoluten Lieblingsbücher der kleinen Innenpersonen hier.
„Sosehr er sich auch bemühte, wie die anderen zu sein, Irgendwie Anders war irgendwie anders. Deswegen lebte er auch ganz allein auf einem hohen Berg und hatte keinen einzigen Freund. Bis eines Tages ein seltsames Etwas vor seiner Tür stand. Das sah ganz anders aus als Irgendwie Anders, aber es behauptete, genau wie er zu sein…“
Wir empfinden es als ziemlich untriggernd und die Bilder zu den Texten sind toll gezeichnet. Zudem macht es auf so wundervolle und witzige Weise einfach Mut so zu sein, wie man ist.
Weil die letzte Zeit so schwer war, besitzen die Kleinen seit heute ein eigenes Exemplar, das sie jederzeit anschaun und lesen können, quasi als Hilfe die seelische und körperliche Durststrecke besser zu überstehen.
Das folgende Zitat stammt aus diesem Bilderbuch: 🙂
„Und ehe Irgendwie Anders auch nur bis drei zählen konnte, war es schon im Zimmer…
…und setzte sich auf die Papiertüte.
„Kenn ich dich?“, fragte Irgendwie Anders verwirrt.
„Ob du mich kennst?“, fragte das Etwas und lachte.
„Natürlich! Guck mich doch mal ganz genau an, na los doch!“
Und Irgendwie Anders guckte.
Er lief um das Etwas herum, guckte vorn, guckte hinten. Und weil er nicht wusste, was er sagen sollte, sagte er nichts.
„Verstehst du denn nicht!“, rief das Etwas. „Ich bin genau wie du! Du bist irgendwie anders – und ich auch.“
Und es streckte wieder seine Pfote aus und lächelte.
Wie es mit den beiden noch weiter geht und was Irgendwie Anders und das Etwas sonst noch so erleben, können wir leider nicht alles schreiben und die Bilder dazu leider auch nicht mit einstellen. Wir hoffen aber, der kleine Ausschnitt bringt euch auch etwas zum schmunzeln.
Wie uns. 🙂














