Phasen – Ich

In der Regel komme ich in meinem Alltag gut zurecht, sobald ich morgens das Haus für Arbeit und Beruf verlassen habe. Der innere Schalter steht auf „Open for Business“ – Funktionalität, Professionalität und Hochleistung, wenn nötig.
Die Arbeitszeit über höre ich kaum etwas von meiner Innenwelt, Bilder oder Erinnerungen werden weggestellt, ohne dass ich sie bewusst wegstelle. Der Tag passiert einfach. An manchen Stellen fühle ich mich mal mehr, mal weniger, gestresst, was ich gekonnt überlächle und ansonsten bin ich erstaunlich gut drauf. Alles easy.
So lief das auch die letzten Wochen.
Man erwartete Leistung bei extremen Arbeitspensum, ich brachte sie.
Ich benehme mich, als wäre nie irgendetwas schlimmes oder belastendes passiert.
Soweit das Leben in der Arbeitswelt.

Und nun gibt es da noch diese anderen Momente…
Dann wenn die Arbeit vorbei ist.
Privat.
Wenn Urlaub oder Wochenenden Ruhe versprechen.
Bei großem Stress in Job oder Ausbildung, was in der letzten Zeit fast immer der Fall war, rette ich mich ganz gut über einzelne Abende, weil ich dann entweder so k.o. bin, dass ich vom Lernen ins Bett falle oder die Zeitspanne bis zum nächsten Morgen schlicht zu kurz ist, dass der Stress- und Adrenalinpegel ausreichend abfällt, dass ich anfangen würde mich wieder zu fühlen…
So nach eineinhalb bis zwei Tagen sieht’s dann schon ganz anders aus…
Dann fängt das Grauen an über mich hereinzubrechen.
Die Innens und die Erinnerungen nehmen sich Raum.
Die strahlende „Businessfrau“ verschwindet und weicht einem fahlen, schmerzverzerrten Wesen, angefüllt mit Folter, das weder mit dieser Welt, noch mit sich selbst zurecht kommt und am liebsten nicht mehr aufstehen möchte.
Angst vor allem.
An Alltag ist nicht mehr zu denken.
Nicht für die nächste Zeit.
Alles was irgendwie geht ist mühsame, kleine Schrittchen zu machen und sich mit vereinten Kräften zur Therapeutin zu schleppen, voll Verzweiflung und in der Hoffnung, dass etwas von dem was auftaucht, gelöst, bzw. verarbeitet, werden kann.

Wieso geht eigentlich immer nur eines von beiden?
Wieso kann es uns nicht gut gehen, wir arbeiten und wir verarbeiten?
Oder wenigstens ein bisschen Funktionalität übrig bleiben?
Phasengrenzen hart und unkalkulierbar.
Entweder – Oder.
Entweder fühlen wir uns – Oder wir Funktionieren.
Heilung in Schüben.
Wann es vom einen ins andere kippt, ist schlecht voraussehbar.
Steuern kann ich das kaum.

Flashback im Tarnumhang

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Rituale spuken durch unseren Kopf.
Diesmal mehr wie unfassbare Gedankenblitze, die kaum mehr ausmachen, als das Wort an sich.
Nicht immer kommen Erinnerungen an das was war als vollständige Szenen, bildhaft oder als Körpergefühle daher.
Oft kündigen sie sich bei uns darüber an, dass ich mich wie besessen immer wieder mit dem gleichen Thema beschäftigen muss, auch wenn ich gar nicht weiß, wieso eigentlich dieses Thema nun in diesem Moment solche Wichtigkeit hat. Es ist dann der Anfang meines Wiedererlebens und auch, wie ich mittlerweile vermute, der unbewusste Versuch es durch die Beschäftigung mit dem Thema in der Außenwelt aufhalten, bzw. wenigstens verstehen zu können, noch bevor ich genau weiß, welche, bzw. ob jetzt überhaupt eine Erinnerung hochkommt.

Über die Zeit ist mir immer mehr bewusst geworden, dass ich in diesen Momenten bereits auf einen Auslöser reagiere und in der damit verbundenen Reinszenierung stecke.
Das unbewusste Trauma arbeitet.
Ich verspüre dann den Drang z.B. Sachbücher oder Artikel zu bestimmten Themen, wie etwa Missbrauch oder Vergewaltigung, zu lesen ohne damit aufhören zu können. Es ist nicht nur starkes Interesse. Es ist mehr. Auch wenn ich mir das Lesen darüber strikt verbiete, fühle ich mich in der Phase oft wie ein Junkie auf der Suche nach seiner eigenen Identität, die er hofft irgendwo zwischen den Zeilen eines Betroffenenberichtes oder einer wissenschaftlichen Abhandlung zu finden, völlig angefixt von allem, was damit zu tun hat. Gleichzeitig würde ich mir vermutlich viel schlechter glauben können, wenn meine eigenen Bilder kommen würden, kurz nachdem ich über ähnliches gelesen hätte. Nicht, weil sie dann weniger wahr wären – Was könnte mehr eigene Erfahrungen triggern als Betroffenenberichte!? – sondern weil ich einen perfiden Grund für meinen Verstand hätte sie zu dis-tanzieren und genau das ist es, was er damit wahrscheinlich auch erreichen möchte. Willkommen bei „Es ist anderen passiert, aber doch nicht mir!“.
Deshalb lasse ich es und widerstehe dem Drang, weil ich sonst meiner eigenen Verarbeitung ein Bein stelle und meine Heilung verhindere.

Hier sitz ich nun also in diesem angetriggerten Schwebezustand und frage mich einmal mehr, was meine Seele, bzw. die Innens versuchen mir diesmal mitzuteilen.
Alles was bleibt ist offen zu beobachten, was auftaucht, immer wieder nach innen zu fragen und abzuwarten, bis es an der Oberfläche des Bewusstseins für mich greifbar wird.
Alles was ich habe ist mein Gefühl, dass es darum geht etwas zu realisieren, was ich noch nicht realisiert habe und dass es irgendetwas mit Ritualen zu tun hat.
Was es ist wird sich zeigen…

Flügel im Käfig

„Wenn man mit gebrochenen Flügeln in einem Käfig sitzt,
kann einem Freiheit wie ein unerreichbarer Schatz erscheinen.

Ich weiß das, weil ich selbst in einem Käfig gesessen habe.“

Beth Kempton

Manchmal scheint das, was man erreichen möchte so unendlich fern.
Das Zielbild klar vor Augen, aber keine Ahnung, wie man es erreichen kann oder soll.
Die Flügel tun weh und die Angst überhaupt nocheinmal darüber nachzudenken und den Träumen nachzufliegen ist rießig, vor lauter Panik vor erneuter Verletzung und dem zerreißenden Schmerz, den jeder Gedanke, wie ein Finger auf altfrischen Wunden, auslöst.
Am liebsten würde man sich dann einfach nur verkriechen und nie wieder irgendetwas tun.

Die Käfige unseres Lebens haben sich im Laufe der Zeit verändert.
Zuerst waren die Gitterstangen hart wie Stahl und von außen fest betoniert.
Dann hatten wir manchmal Freigang mit den zerschundenen Flügeln, die Täter uns gebrochen hatten und die verhindern sollten, dass wir nicht mehr zurückkommen und uns anders entwickeln.
Irgendwann waren die äußeren Grenzen aufgebrochen, aber der Gedankenkäfig blieb, flügelzertrümmernde Gedanken hielten uns im Zaum, wo vorher Täter standen und die Wunden durf-konnten nicht heilen. Manchmal kam es mir so vor, als wären diese Grenzen noch aus viel härterem und unüberwindbarerem Material als die Stahlgitterstangen zuvor.

Seit zwei Tagen fliegen wir.
Erstaunt wie ein Vogelkind, das aus dem Nest fällt, reflexartig anfängt mit den Flügeln zu schlagen und fasziniert von sich und den eigenen bislang unentdeckten Fähigkeiten ist.
Vorher hatten wir gar nicht bemerkt, dass die Flügel Stück für Stück nachgewachsen waren.
Groß und Stark und fähig uns ein Stück zu tragen.
Aber nicht nur nachgewachsen.
Es stecken auch völlig neue Federn drin und sie sind bunter und besonderer, als sie es jemals waren.
Für den Moment fühlen wir Glück.

Wir glauben, dass jeder Mensch Flügel hat.
Selbst, wenn er sie nicht bemerkt.
Wenn sie gebrochen und zerschunden scheinen.
Wenn er sie aus Angst abgelegt hat.
Wenn alles sinnlos und ohne Hoffnung scheint.
Und der ureigenste Instinkt, der in den Flügeln steckt, ist es zu heilen.
Schwingen zu können und zu fliegen.
Und wenn wir sie mit unserem Bewusstsein nicht lassen, dann versuchen sie es heimlich.
Immer wieder.
Jemand oder etwas, das so viel Heilungsinstinkt hat, ist nicht krank oder gebrochen.
Der ist nur vorrübergehend nicht erreichbar.
Zum Kräftesammeln und Flügel aus Tränen kleben.
Glitzerfunkelnde Tränenfedern, neben hoffnungslachendem Gefieder.

Man kann Menschen nicht ihre Flügel nehmen, nur den Glauben in ihre Tragfähigkeit.

Blümchenkräfte

„Wenn es ein Gänseblümchen durch den Asphalt schafft,
findest du ganz sicher auch einen Weg.“

visualstatements.net

Müdigkeit als Traumaschutz

Ich bin müde.
Einfach nur schrecklich müde.
So müde, dass es nicht mehr normal ist.
Ich gehe früh schlafen, stehe erst Mittag auf und spätestens nachmittags um drei bin ich reif für das nächste Nickerchen, weil ich die Augen nicht mehr offen halten kann.
Die letzten Tage ist schlafen rund um die Uhr kein Problem.
Wach sein schon eher.
Diese Zustände von beständiger, bleiern niederdrückender Müdigkeit kenne ich bereits. Es gibt immer wieder Phasen, in denen sich mein Schlafbedürfnis derart ausweitet. Natürlich tragen Stress und Arbeitsbelastung ihren Teil dazu bei. Immer mehr stelle ich aber auch fest, dass diese Schwere genau dann auftaucht, wenn traumatische Erinnerungen ins Bewusstsein drängen. Oft bin ich dann so geschlaucht, dass ich mir das vergangene Material gar nicht mehr ansehen kann, weil mir die Augen zufallen. Auch in der Therapie ist es mir früher regelmäßig passiert, dass ich vom einen auf den anderen Moment eingeschlafen bin, wenn sich die Fragen der Therapeutin einem kritischen Niveau an innerem Tiefgang näherten.
Im Grunde ein genialer Schutzmechanismus.
Nun hangle ich mich durch den Tag und versuche also wach zu bleiben, weil mein Schlafbedürfnis im Grunde ja auch nichts anderes als ein sehr heftiger Flashback ist.
Die Sonne scheint, Vögel singen und ein laues Lüftchen macht die Natur angenehm bewegt.
Je länger ich wach bin, umso heftiger und deutlicher drängen auch die Erinnerungen nach vorne, die ich hätte einfach wegschlafen können.
„Die Luft war ziemlich knapp damals.“, denke ich, ehe ich versuche meinen still verharrenden Körper in Bewegung zu bringen und ihn nach draußen motiviere.
Im Gehen bleibe ich kurz stehen. Ein Stück bin ich immer wieder entsetzt über die Erkenntnis, wie sehr Erinnerungen in der Lage sind, das Jetzt und den Körper zu beeinflussen.
Was vergangen ist, bestimmt nicht die Zeit, sondern die Verarbeitung des Schmerzes, der noch immer in uns wohnt.

Vatertag

Die Gedanken im Kopf sind diffus.
Das Grauen schlägt immer wieder durch graue Löcher in der Nebelwand des Lachens.
Das scheinbar normale Leben bröselt an Tagen wie diesen.
Bis zum Mittag halten uns Gedanken und Bilder regungslos im Bett gefangen, ehe wir den Tag beginnen und versuchen unsere Synapsen doch noch zum lernen zu bewegen. Doch wo sollen die Zahlen, Daten und Definitionen hin, wenn ihr Speicherplatz gerade von anderen Fakten eingenommen wird. Es sind vergangene Fakten, eigentlich. Für uns werden sie in diesen Momenten gegenwärtige Realität.
Vatertag.
Wir leben in einer Welt, in der es für uns nie einen Vater gab, weil sein Vater-sein darin bestand, uns zu missbrauchen, zu foltern, abzurichten und möglichst gewinnbringend an andere weiterzuverkaufen. Ein Kinderleben als nüchternes Wirtschaftsgut und Objekt der unterschiedlichsten Bedürfnisbefriedigungen.
Wie gut für die Täter, dass man zudem unter dem Deckmantel von menschengemachter Religion so ziemlich alles rechtfertigen kann.

Was soll nun dieser Vatertag für uns bedeuten?!

Wir stellen fest, dass wir es unglaublich schön finden, dass es tatsächlich Väter gibt, die den Mut haben Ihre Kinder mit aller Liebe, Respekt, emotionaler Zuwendung und Wertschätzung großzuziehen. Dass es Väter gibt, die den Mut haben gefühlvoll und sanft zu sein und ihren Kindern damit alle großen Stärken, die sie zum Leben brauchen vermitteln.
Und wir finden, dass es noch mehr davon geben müsste und man denen die es schaffen einen Orden verleihen sollte, weil sie damit so viel wertvolles für ihre Kinder, aber auch für eine gesunde Gesellschaft leisten.
Danke euch liebevollen Vätern da draußen für die großartige Arbeit, die Ihr leistet! 🙂
Danke, dass wir beim beobachten auch ein Stückchen Heilung bekommen, weil wir sehen, dass es auch anders geht und Männer doch auch anders sein können…

Wir stellen fest, dass wir traurig sind.
Darüber, dass wir selbst nie einen Vater hatten.
Darüber, dass wir sein Wunschkind waren, um eine Leibeigene für die Auslebung sämtlicher Gewalt- und sexueller Phantasien zu produzieren.
Und dass es immer noch viel zu viele Väter gibt, die mit dem, was sie ihren Kindern antun, ungeschoren davon kommen.
Und dass es immer noch viel zu leicht ist ein Kind auszubeuten und zu verkaufen und viel zu wenig hinterfragt wird.
Und wir sind wütend, dass sich manche Väter diese Rechte über unschuldige, schutzbefohlene Kinder herausnehmen.
Und wir hoffen, dass immer mehr Opfer den Mut finden zu reden und anderen Opfern damit Mut machen es Ihnen gleich zu tun und die Gesellschaft irgendwann nicht mehr in der Lage ist derartige Gewalt und Missbrauch in Familien zu leugnen, dass denen die sich an ihren Kinder vergangen haben irgendwann das Handwerk gelegt werden kann.

Ihr gewalttätigen Väter da draußen zieht euch warm an!
Euere Kinder sind mutiger, als ihr es je vermutet hättet.

Fruit Infused

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Die Zitrone im Wasserglas kennt wohl jeder.
Auch andere frische Früchte oder Kräuter lassen sich dem kühlen Nass beimengen und verleihen ihm so einen angenehm fruchtigen Geschmack.
Früher war das einfach Wasser mit Früchten.
Heute ist es „Fruit Infused“.
Jeden Morgen beobachte ich eine Kollegin dabei, wie Sie eine Spezialtrinkfalsche mit Filtereinsatz für Früchte aus der Tasche zieht und bin immer wieder fasziniert welche Fruchtgeschmäcker diesmal den Weg ins Wasser gefunden haben.
Dass man Wasser prinzipiell auch andere Früchte als Zitrone beimengen kann, ist mir nicht neu.
Die Bandbreite an Variationen, bzw. Kombinationen und die Filterflasche schon.
Jetzt hat es mich gepackt und ich möchte das auch einfach mal ausprobieren.
Gestern Nachmittag wanderten frische Erdbeeren ins Glas und heute werde ich beim Einkaufen Jagd auf infusionsgeeignete Früchtchen machen. Ich bin gespannt, was dabei raus kommt und wie’s schmeckt. 🙂

Kurz vor Abschluss :-)

In den letzten Wochen ist es mal wieder etwas stiller geworden hier auf dem Blog.
Prüfungszeit…
… für den Abschluss und den Beruf.
… für meine Nerven.
In ein paar Wochen ist alles geschafft. Dann haben wir zusammen das erreicht, wovon uns prophezeit war, dass wir es nie erreichen werden.
Die Kollegen und Kolleginnen habe ich durchaus lieb gewonnen. Ein komisches Gefühl ist das, wenn ich daran denke, sie schon bald nicht mehr jeden Morgen zu sehen und mit Ihnen in arbeitsintensive Stunden zu starten.
Andererseits kommt damit die Pause, nach der ich mich schon so lange sehne, um endlich mal wieder Nerven für tiefere therapeutische Arbeit zu haben.
Es ist gut, so wie es ist. 🙂
Und vielleicht ist dann auch endlich wieder Zeit zum Schreiben und Seele baumeln lassen und tiefe Gespräche und Freundschaft und Fühlen und Naturentdeckungsturen und ausgiebiges Katzenschmusen und…
… all die anderen Dinge die uns Spaß machen und uns ausmachen.

Der Otter und seine Medizin


Tiere – wen berühren sie nicht!?
Oft haben uns die wunderbaren Tierwesen sehr bewegt.
Ihre Weisheit haben sie uns oft zu teil werden lassen, wenn wir nicht weiter wussten oder es uns an einer Fähigkeit mangelte, die sie besaßen, wir aber gerade einfach nicht hatten.
Dann haben wir uns still hingesetzt, über sie gelesen und versucht zu spüren, wie sie ihr leben lösen.
Die Katze, der Uhu, die Eule, die Maus, der Adler, der Hund…
Als Tier hat jedes von ihnen eine Botschaft und seine eigene Medizin.

Gerade läuft uns sehr oft der Otter über den Weg.
Schon vor einigen Jahren während unserer Ausbildung ist er aufgetaucht und dann für einige Zeit wieder in den Hintergrund getreten.
Er ist ein quirliger Geselle. Zu den Wieseln und Mardern gehörend, ist er ein Landtier, das jedoch auch prima im Wasser zurechtkommt. Wo er im trüben Gewässer nichts mehr sieht, da helfen ihm seine hervorragenden, feinen Tasthärchen weiter. Neben Fischen ernährt er sich durchaus auch von kleinen Nagetieren und Vögeln, Eiern und Pflanzen. Das eher scheue Tier ist dämmerungs- und nachtaktiv und lebt in kleinen Familienzusammenschlüssen, wo er sich um seine Jungen kümmert. Er hat seinen festen Platz und sein Territorium, in dem er jagt und frisst. Der Spaß darf bei all dem nicht zu kurz kommen! So sonnt er sich gerne und hat Freude daran ausgelassen zu spielen.

Otter bringen die Lebensfreude mit sich. Bei all der harten Arbeit und dem Kampf um Futter und Überleben, darf eines bei Ihnen dennoch nicht fehlen – das Spiel. Einfach mal loslassen, ausprobieren, ohne Ziel, ohne Angst davor zu versagen, weil man auch im Spiel Wege finden kann. Die eigene Kreativität entdecken. Leichtigkeit ist angesagt. Don’t worry, be happy. 🙂
Von festen Regeln, wie sie zu leben haben, halten sie nicht viel. Sie passen sich der Umgebung an und machen das beste für sich selbst daraus.
Der Otter verbindet die Erde mit dem Wasser, das Gefühl mit guter Bodenhaftung und lehrt, wie wir in unseren Emotionen schwimmen und dennoch den guten Landkontakt zum Ufer bewahren. Er bewegt sich selbstsicher fort, auch wenn ihm die Sicht der Augen im dunklen Wasser mal fehlt, weil er sich auf sein Gefühl und die Tastsinne verlassen kann.
Sicher haben die Tiere noch weit mehr Eigenschaften, von denen wir lernen können, als wir hier erwähnt haben. Manches entdecken wir, wenn wir uns darauf einlassen und den Otter in seinen Fähigkeiten mit unserem Gefühl erkunden und was es uns zu sagen hat.

Die Meditation mit oder über Tiere empfinden wir als wohltuend und man lernt sich gegenseitig als Lebewesen schätzen.
Wir freuen uns darauf, uns am Wochenende immer wieder ein paar Minuten darauf einlassen zu können und daraus Kraft und Ideen für den Alltag zu schöpfen.

Quellen: Ruland Jeanne, Krafttiere begleiten dein Leben, Darmstadt 2004, Neuauflage 2017

Heilung mit Gefühl

Unsere Leiden und unsere Wunden können nur heilen,
wenn wir ihnen mit Mitgefühl begegnen.

Mohandas Gandhi