Schweizer Rundfunk streut Falschbehauptungen: Eingeredete Erinnerungen an rituelle Gewalt durch Therapeutin widerlegt!

Der SRF tritt mit seinen Reportagen zu ritueller Gewalt und dem Narrativ der „Satanic Panic“ im Januar 2023 eine verheerende Welle für Betroffene los. Die Kernaussage: Erinnerungen an rituelle Gewalt und Mind Control werden instabilen Patienten von Traumatherapeuten eingeredet.

Der Journalist Robin Rehmann und seine Kollegin Ilona Stämpfli beschuldigen eine Therapeutin aus dem Kanton Bern. Gezielt fragen sie eine angeblich Betroffene von Falschbehandlungen danach, ob ihr dort die Erinnerungen eingeredet worden wären. Diese bejaht.

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Die komplexe posttraumatischen Belastungsstörung (kPTBS) als Multisystemerkrankung

Der folgende Beitrag war ursprünglich ein Instagrampost auf meinem Profil @sofiesvielewelten. Da er sehr viel Anklang fand, möchte ich ihn zusammengefasst mit meinen Antworten auf Kommentare hier ebenfalls zur Verfügung stellen:

Die komplexe posttraumatische Belastungsstörung nach schwerer, frühkindlicher Gewalt und Folter ist eine körperliche Multisystemerkrankung. Wir werden den Betroffenen in der Behandlung nicht gerecht, wenn wir so tun, als müssten und könnten sie das alles über ein bisschen Mentalisierung, Realisierung, Traumaintegration und kognitive Umstrukturierung in der Psychotherapie bewältigen!

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Wer ist dieser Antichrist?

Wir möchten uns an dieser Stelle der Frage widmen, wer dieser ominöse „Antichrist“ eigentlich ist. Berichterstattungen von angeblich verschwörerisch eingepflanzten Satanismusmythen regen dazu an, den „Gott“ der Gewalttaten, der rituelle Gewalt ausmachen soll, einmal genauer unter die Lupe zu nehmen. In der Medienbewegung der „Satanic Panic“ wird das nie genauer definiert. Klar soll dort pauschal nur transportiert werden: „Gibt es nicht.“ Längst geht es den Autoren und Machern nicht wie behauptet darum, Menschen vor Falschbehandlungen in Therapien zu schützen. Dafür müsste man keine Hassbewegung anführen, die Opfer von rituellen Gewaltformen, ihre Therapeuten und Betroffenengremien pauschal diskreditiert und aushebeln will, nur weil sie zum Teil ähnliche Arbeitsüberschriften haben. Man müsste wegen Falschbehandlungen in Einzelfällen kein Verschwörungsnarrativ der WHO, der Traumatherapeuten weltweit und hinter den Diagnosen von komplexen Traumafolgestörungen wie der DIS vermuten. Man könnte eindeutige Studien und Gehirnscans dazu lesen und die Existenz entsprechend akzeptieren. Man könnte einfach, wie im Journalismus eigentlich gefordert, beide Seiten und Bedürfnisse neutral und objektiv getrennt voneinander betrachten und sie gegenüberstellen – die der Falschbehandelten und die der Betroffenen ritueller Gewalt. Fern von jeder Wissenschaftlichkeit sind wir inzwischen in der Debatte um die Glaubwürdigkeit der Opfer in einem Bereich angelangt, in der das Schubladendenken des Otto-Normal-Verbrauchers als pseudowissenschaftliches Bild einer vermeintlichen Definition von Satanismus benutzt wird, um die Masse zu erreichen. Doch worauf beruhen satanistische/okkulte Ideologien wirklich und wodurch unterscheiden sie sich von medial transportierten Eindrücken?

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Der Ausstiegsreflex in Therapie- und Helfersettings

Aktuell erreichen mich einige, zum Teil sehr verzweifelte Anfragen zum Thema Ausstieg aus organisierten und rituellen Gewaltzusammenhängen. Das einende große Problem: Der Therapeut macht Druck, Täterkontakte abbrechen zu müssen und die Gewalt zu beenden. Die Klienten jedoch können das innerlich aus unterschiedlichen Gründen nicht im gewünschten Tempo leisten. Es scheint bei Hilfspersonen eine Art Reflex zu geben, in Richtung Ausstieg drängen zu müssen. Ich möchte an dieser Stelle meine persönliche Erfahrung und Sichtweise der Thematik eröffnen und widme mich der Frage: „Kann und muss Ausstieg immer das Ziel sein? Ist er überhaupt immer die beste Option?“

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Der Fall Gisèle Pelicot – eine gesellschaftskritische Betrachtung

Gisele Pelicot wird in den Medien und von vielen Frauen für ihren Mut und ihre Courage aktuell als Heldin gefeiert. Vom Mann betäubt wird sie an andere Männer weitergereicht und von Ihnen mehrfach vergewaltigt. Pelicot möchte, „dass die Scham die Seite wechselt“ und führt einen offensiven Prozess gegen 50 Täter. Viele weitere wurden nicht identifiziert. Im Gerichtssaal setzt sie durch, dass die Öffentlichkeit nicht ausgeschlossen wird und besteht darauf, dass die Videos der Vergewaltigungen gezeigt werden. Die Scham müsse die Seite wechseln. Eine Frau, die als Opfer sexualisierter Gewalt Haltung und Gesicht zeigt. Aber ist sie wirklich ein Vorbild für andere Betroffene!?

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Rituelle Gewalt – mehr als eine ideologisch motivierte Straftat

Rituelle Gewalt ist aus unserer Sicht in ihrer Komplexität und Bedeutung für die Opfer schwer mit wenigen Worten zu definieren. Der Einfachheit halber wird sie oft als „ideologisch motivierte Straftat“ umschrieben. Auf der Seite des UBSKM wird sie in einen Topf mit organisierter Gewalt geworfen und lediglich durch die Ergänzung der Tatmotivation in der Definition folgendermaßen erfasst:

Als organisierte sexualisierte Gewalt bezeichnet man die systematische Anwendung schwerer sexualisierter Gewalt in Verbindung mit körperlicher und psychischer Gewalt durch mehrere Täter und/oder Täterinnen oder Täternetzwerke. Häufig ist sie mit kommerzieller sexueller Ausbeutung, wie zum Beispiel Zwangsprostitution oder der Herstellung von Missbrauchsdarstellungen verbunden.

Dient eine Ideologie als Begründung oder Rechtfertigung von Gewalt, bezeichnet man dies als rituelle Gewalt. Eine solche Ideologie kann religiös sein und beispielsweise im Kontext von Sekten und Kulten vorkommen oder sich aus einer politischen Überzeugung, zum Beispiel in rassistischen oder faschistischen Gruppierungen, ableiten.

Ich habe mich selbst in einigen meiner Artikel der Einfachheit halber und für ein grobes Verständnis der Thematik in aller Kürze auf diese Definition zu den Tathintergründen bezogen. In Anbetracht der aktuellen Umstände und den Tendenzen rituelle Gewalt untergehen zu lassen, möchte ich in diesem Beitrag nochmals erfassen, weshalb sie für die Opfer aus meiner Sicht weit mehr ist als eine ideologisch motivierte Straftat und warum es so wichtig ist, sie unabhängig von anderen Gewaltformen und -zusammenhängen zu betrachten.

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Die Dissoziative Identitätsstörung (DIS) – (k)ein Zirkuspferd?!

Ich sitze hier, während draußen der Regen fällt, Kälte um‘s Haus kriecht und denke im Nebeldüster über die DIS nach. Meine DIS. Mein Empfinden zu einem Grundsystem, das die neuronalen Abläufe in meinem Körper prägt. Eine Erkrankung mit Persönlichkeit, die doch so viel mehr ist, je länger ich mich damit auseinandersetze. Ich merke, wie mich Instagramaccounts regelmäßig aus der Fassung bringen und in einer Mischung aus persönlicher Panik, Wut und totalem Unverständnis zurück lassen. In dem Beitrag geht es um meine Reaktionen und inneren Auseinandersetzungen mit dem Thema. Sie sind nicht als persönliche Kritik an andere Menschen zu verstehen.

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Rituelle Gewalt benennen!

Seit einiger Zeit beobachte ich, dass „rituelle Gewalt“ nicht mehr als eigenständige Gewaltform benannt wird. Der Trend geht in die Richtung, pauschal darum herum zu eiern. Man spricht von „organisierter Gewalt“. Da gehört das ja irgendwie dazu oder?

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„Sexualpädagogik“ als eigenständige Form der sexualisierten Gewalt

„Menschen sind von Geburt an sexuelle Wesen“ schreibt die BZgA. Sexualpädagoginnen wie @die.mamareike drehen Videos auf Instagram in denen sie fragen: „Hast du gewusst, dass dein Baby schon Orgasmen haben kann?“ Darauf macht ein aktueller Beitrag von @childrensdefence aufmerksam.

Wir waren erneut entsetzt, wie nah Pädagogik in ihrer Denk- und Sprechweise inzwischen dem Gedankengut von Tätern ist.

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Von gesellschaftlichem Hohn an den Opfern über Täterhilfen

In den letzten Tagen wurde ein großes Netzwerk von Pädokrimnellen in Deutschland aufgedeckt und eine von ihnen betriebene Plattform im Darknet abgeschaltet. Die Täter sind deutschlandweit verteilt. Gefunden wurde die enorme Menge von 13,5 Terabyte an Kinderfolterdokumentation, Millionen von Bildern und Videos – eine schier ermittlerisch bislang nicht zu bewältigende Datenmenge. Bereits Mitte September gelang der Staatsanwaltschaft Bamberg in einem weiteren Fall ein Schlag gegen einen Pädophilenring. Ein Kind konnte befreit werden. Es geht ihm entsprechend der erlittenen Gewalt aktuell sehr schlecht.

Was mir nun in letzter Zeit bei derartigen Medienberichten im Internet auf den Plattformen großer Presseberichterstatter sauer aufstößt, ist der Hinweis im Text auf sog. Hilfestellen für Täter und Projekte wie „Kein Täter werden“. Was soll das!?

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