In den letzten Tagen haben wir uns mal wieder mit der grundsätzlichen Therapieausrichtung beschäftigt. Wir haben versucht mit uns in Kontakt zu kommen und hinzuspüren, was wir an dieser Stelle brauchen. Dabei ploppte auch die Frage auf, woran sich gute Therapie für uns derzeit orientieren muss. Große Unterschiede macht es für uns, ob prozessorientiert oder zielorientiert gearbeitet wird. Mit den Vor- und Nachteilen der jeweiligen Ausrichtung befasst sich nun dieser Artikel.
Die Ware Frau

Ich muss zugeben, ein Thema treibt uns derzeit mal wieder besonders um: Prostitution. Seit langem haben wir persönlich eine sehr strikte Meinung dazu. Für uns gibt’s da wenig zu diskutieren. Prostitution ist Gewalt. Wenn wir Prostitution legalisieren entscheiden wir uns als Gesellschaft dafür bestimmte Formen der Gewalt zu akzeptieren. Warum!? Ist Gewalt weniger Gewalt, nur weil Lust im Spiel ist!?
Überlebensrichtig

„Alles, was heute an dir „falsch“ ist, begann als Überlebensmechanismus in der Kindheit.“
Dr. Gabor Maté, kanadischer Mediziner und Spezialist für kindliche Entwicklung.
Sommernacht und quere Gedanken
Kurz vor Mitternacht, immer noch 27 Grad auf dem Balkon und sternenklarer Himmel. Der Abend geht mit einem Lächeln zu Ende. Eine Grillparty mit Bekannten, war der perfekte, leichtfüßige Ausklang für diesen brüllendheißen Sommertag. Im Grunde könnte man einfach den Stempel „Gut“ darunter setzen, weil alles irgendwie perfekt lief. Erfüllende Arbeitsaufgaben und ein bisschen echtes Social Networking zu später Stunde. Das schöne Gefühl direkt hinter der Fassade fühlt sich sogar ausnahmsweise echt an und nicht nur wie ein maskenhaftes Funktionierroboterüberbleibsel. Aber kennt ihr das, wenn trotzdem irgendwo ganz weit innen, kaum greifbar und schon gar nicht zuzuordnen, ein undefinierbares Empfinden anklopft, dass da noch etwas anderes ist?
Michaela Huber zu Prostitution
Energieschub für die Seele

Wieder beginnt ein neuer Tag. Wie so oft in letzter Zeit zieht es mich auf den Balkon. Mir fällt auf, dass ich im heimischen Grün anscheinend besonders gut denken und bei mir ankommen kann. Viele Stunden habe ich in den letzen Tagen und Wochen dort verbracht, kleine Flugwesen beobachtet und Erinnerungen an mir vorbeiziehen lassen. Lange bleibe ich heute jedoch nicht draußen. Der Wind kühlt zu sehr. Obwohl mein Herz Anfang Juli noch auf Sommer wartet, fühlt er sich schon leicht herbstlich an. Eigentlich möchte ich zu dieser Jahreszeit nur in weiten Kleidern und luftigen Röcken herumlaufen. Entsprechend wehre ich mich innerlich gegen eine warme Weste.
Saftiger Streußel-Kokos-Kuchen

Als Sonntagskuchen habe ich mich heute an ein neues Rezept gewagt. Eigentlich hatten wir Lust auf einen Kokos-Buttermilch-Kuchen. Rezepte dafür findet man viele, wenn man den Begriff bei Google eingibt. Da Buttermilch aber leider nicht im Haus war, mussten wir kurzerhand etwas umdisponieren.
Schmuckkörbchen und Traumakisten

In der Tat machen die vielen rosanen und weißen Blüten der „Schmuckkörbchen“ auf unserem Balkon ihrem Namen derzeit alle Ehre. Als mein Blick früh am Morgen von unten in die Pracht des Blumenkastens fällt, blinzelt mir ein Stückchen Himmel zu. Ich schlürfe von meiner Tasse Kaffee. Die Füße ruhen auf dem kleinen Tischchen vor mir. Sonne und Blumenduft geben alles, um uns den Tag schön zu malen. Im Innen fühlen wir uns unendlich traurig. So traurig, dass wir kaum atmen können. Die Sprachlosigkeit macht aggressiv. Während kleine getigerte Schwebfliegen lockerleicht am Nektar schlürfen, schürfen wir tief in alten, unaushaltbaren Verletzungen.
Bedeutungsvolle Momente

Die Blumen sind bunt. ❤️
Blumiger Ausklang

Gerade sind wir auf unserem Balkon angekommen und haben uns gemütlich eingerichtet. Ein Teller mit Toast, kaltes Wasser und die Beine in horizontaler Stellung kann der Tag seinen Ausklang finden. Von der Gartenparty der Nachbarn klingen dumpfe Bassbeats an unser Ohr. Während ich den ganzen Tag vor Schweiß klatsch nass war, frage ich mich nun tatsächlich, ob es mich im lauen Abendlüftchen ohne Weste fröstelt. Vorstellen könnte ich mir auch einen dicken, kuscheligen Wollpullover, aber das wäre wohl übertrieben. Immerhin zeigt das Thermometer noch knapp 25 Grad. Kurze Zeit überlege ich, ob meine gefühlte Temperatur von der tatsächlichen aufgrund eines Triggers abweicht. Dann komme ich in den Moment zurück und lasse die letzten Tage gedanklich Revue passieren.
