Einem Blog über Schamanismus haben wir einen sehr schönen Artikel zum Thema „Loslassen“ gefunden. Den lesenswerten Originaltext findet ihr hier.
Der Autor des Textes benennt „Loslassen“ im schamanischen Sinne als „Seelenteilverlust“ und stellt seine Sicht zum Thema loslassen dar.
Die Bezeichnung „Seelenteilverlust“ trifft ziemlich gut, was wir fühlen, wenn Therapeuten oder auch andere Personen uns dazu auffordern altes einfach loszulassen und nach vorne zu gehen. Viel mehr würden wir uns wünschen die Trauer, den Schmerz und die Ohnmacht in unseren Alltag integrieren zu dürfen, hinschauen zu dürfen was war und das mit Unterstützung, die alles was hochkommt und uns dann aushält, dass wir lernen dürfen unser Leben auszuhalten und parallel dazu neue Wege entstehen können.
Allgemein
Zwei Katzen unterhalten sich
Zauberkuchen
Heute Nachmittag hatten wir durch ein Telefonat mit einer Bekannten spontan Lust Kuchen zu backen. Sie erzählte uns vom „wundersamen Zauberkuchen“ bei dem der Boden ganz von selbst beim Backen nach oben wandert und die Käsekuchenschicht nach unten absinkt. Sprich – Nach dem Backen ist alles anders rum, als vorher.
Das hat uns neugierig gemacht und musste sofort ausprobiert werden.
Das Rezept findet ihr hier: http://amandines-oase.de/index.php/component/content/article?id=26:dreh-dich-um-kuchen-kaesekuchen&Itemid=135
Die Zutaten für den Teig zusammenrühren und auf den Boden der Springform geben. Ebenso alle Zutaten der Quarkmischung zusammenquirlen und vorsichtig auf dem Boden verteilen. Soweit ist es also ganz normaler Käsekuchen.
Wir haben das Reinweinstein-Backpulver durch ein Päckchen ganz normales Backpulver ersetzt und noch etwas Kirschen zum Schluss oben auf die Käseschicht gestreut.
Dann ging es ab in den Ofen, der für uns zum Fernseher wurde, weil wir doch unbedingt beobachten mussten, wie Boden und Quarkmasse wie von Zauberhand die Positionen tauschten.
Die Kirschen sinken beim Backen dann auch mit ab, so dass unten dann die Käse-Quarkmischung mit den Kirschen bleibt und der herrlich locker-fluffige Boden als Deckel zum Vorschein kommt.
Das Ergebnis seht Ihr oben.
Der Zauberkuchen schmeckt wirklich wunderbar leicht und frisch nach etwas Zitrone. Durch den lockeren Rührboden-Deckel-Teig erinnert uns das Ergebnis fast etwas an Käsesahnetorte.
Varianten gibt es sicher viele. Je nach belieben mit Schokolade oder anderen Obstsorten.
Der Aufwand ist dadurch, dass man einfach nur alle Zutaten in eine Schüssel werfen und verrühren muss, relativ gering mit tollem Resultat. Der Kuchen ist schnell gemacht.
Wir werden das Rezept sicher nochmal nachbacken. 🙂
P.s.: Wer jetzt noch auf einem Video einfach mal zusehen will, wie das ganze abläuft und aussieht, der kann das auf You Tube z.B. hier tun –>
Dummkopf oder Verbrecher?
“Wer die Wahrheit nicht weiß, der ist bloß ein Dummkopf. Aber wer sie weiß und sie eine Lüge nennt, der ist ein Verbrecher.”
Bertolt Brecht
Karfreitagsfreiheiten
Früher, da waren diese Tage um Ostern vollgequetscht mit Ritualen und Dingen, die wir aus pseudoreligiösen Gründen genau so tun und ertragen mussten.
Am Karfreitag wird gefastet. Zum schein für die christliche Fassade.
Die Antichristliche hat Ihre eigenen Regeln. Dort herrscht Feierlaune.
All das lässt die Anspannung des Kindes ansteigen. Höchste Achtsamkeit. Was wird wo verlangt!? Wer gehört zu welcher Welt!? Und wenn man endlich meint zu wissen, zu welcher Welt jemand gehört, dann taucht er plötzlich doch auch in der anderen auf… Nur nichts falsch machen! Nichts durcheinanderbringen! Lebensgefahr!
Die Wiedersprüche von Tag und Nacht, von Außenwelt und Innenwelt, von Innerfamiliär und Außerfamiliär werden in diesen Tagen so deutlich und bewusst.
Die Stundenlange Karfreitagsliturgie in der Kirche am Nachmittag.
Die Rituale und Messen tief in der Nacht.
Wiedersprüche, die allein durch ihre Verwirrung und Anspannung Dauertrancen im Kind hervorrufen.
Perfekt als Vorbereitung und den leichteren Einstieg in die Folterprogrammierungen des Kindes, die an diesen Tagen vorgenommen werden.
Heute ist vieles anders.
Keiner zwingt mich in irgendeine Kirche zu gehen. Niemand schreibt mir vor bestimmte Rituale abhalten zu müssen oder daran teilzunehmen. Zumindest nicht im Außen.
Seit Tagen fühle ich tiefe Traurigkeit in mir, gepaart mit einem immer wieder durchdringenden kleinen zarten „Ich kann nicht mehr“.
Ich nehme mir Zeit. Zeit, um die Verwirrung von damals zu entwirren. Mache langsam, wo früher alles schnell gehen musste. Versuche die ewigen Fleisch oder nicht Fleisch Diskussionen zu durchbrechen und nehme mir vor einfach das zu essen und zu trinken, was gut für mich ist. Vor allem nehme ich mir vor überhaupt zu essen und zu trinken, so gut es geht.
Ich nehme bewusst wahr, dass wir diese Freiheiten heute im Außen haben und selber entscheiden dürfen. Irgendwie fühlt sich das gut an. Hoffnung in der düsteren Gedankensuppe. Es ist schon etwas besser geworden.
Ich fühle und höre die Vielen in mir und erahne ihre Schmerzen, ihr Leid und die Höllenqualen.
Ich bin dankbar, dass ich das heute fühlen kann und mich/uns schon soviel besser kennengelernt habe.
Ich weiß, dass nicht ich verrückt bin, sondern die Welt um uns herum.
In all dem, was noch an das Früher bindet, was schwer ist und oft kaum auszuhalten, gibt es neue kleine-große Freiheiten.
Wir essen. Was wir wollen. Und wann wir wollen.
Das ist unsere Karfreitagsfreiheit.
„Gendern“ und Heilung
Gendern und Geschlechtsneutrale Sprache ist etwas, worauf wir in letzter Zeit immer häufiger treffen. Dort werden keine Unterschiede mehr zwischen männlich und weiblich gemacht. Die Geschlechter werden aufgelöst. Die Genderforschung geht davon aus, dass Unterschiede zwischen Mann und Frau rein kulturell konstruiert sind. Man bemüht sich, forscht und erfindet also eine neue Sprache und Umgangsformen, in der nur noch neutrale Begriffe enthalten sind. Mann und Frau werden gestrichen. Für uns geht das klar über ein normales Maß an gesunder Gleichberechtigung hinaus.
Wir finden die sogenannten Wissenschaften die sich nun darum ranken sogar krank und krankmachend und ein Zeichen dafür wie krank unsere Gesellschaft heutzutage ist, dass wir das zulassen.
An Stelle sich damit zu beschäftigen, wie es dazu kam, dass männliche und weibliche Werte heutzutage so verzerrt sind und wie wieder gesunde Rollenbilder und männliche und weibliche Werte in der Gesellschaft etabliert werden können, wird nun versucht das Problem mittels Wissenschaftswegschaustudien in Luft aufzulösen.
„Mann?“ „Frau?“ „Was ist das?
Gibt’s nicht mehr.
Na dann sind ja auch die ganzen Probleme mit der ewigen Dualität einfach weg.
Könnte man meinen….
Aber wie es eben so oft ist, lösen sich Probleme halt doch nicht einfach auf, nur weil man nicht mehr hinschaut oder sie wegredet…
Wenn es schwierig wird, hilft es manchmal undeutlich und verwaschen zu sein. Dann sieht man die Schwierigkeiten nämlich schlechter.
Ich bin eine Frau.
Und ich bin stolz darauf eine Frau zu sein!
„Frau sein“ gehört elementar zu meiner Identität. Zu dem, was mich und uns ausmacht.
Gott sei dank bin ich kein Neutrum!
Und ich werde mich auch nicht wegneutralisieren, weil das anderen Menschen nicht passt.
Weil sichtbar wird, wie verletzt meine Weiblichkeit ist und dass es Heilung bedürfe.
Weil sichtbar wird, wir verletzt weibliche Werte insgesamt auf dieser Welt sind.
Ich bin froh, dass es Männer gibt!
Dass ich echte Männlichkeit erleben darf.
Dass mir genau das Hilft meine Verletzungen zu heilen und mich mit mir auszusöhnen.
Dass auch Männer anfangen sich mit ihren Verletzungen auszusöhnen.
Dass auch die männlichen Werte und Rollenbilder heilen dürfen.
Ich finde es wunderbar, wenn diese beiden Pole von Mann und Frau gut zusammenwirken, weil es in dieser Welt nunmal einfach beides gibt und das so verdammt wichtig und gesund ist!
Auch Tag und Nacht sind sehr unterschiedlich, aber beide Zeiten bieten Vorteile, die lebensnotwendig sind und sich gegenseitig brauchen.
Wie soll ich heilen, wenn mir abgesprochen wird, dass ich als „Frau“ in meiner Weiblichkeit verletzt wurde, weil es „Frau sein“ ja eigentlich nicht gibt!?
Wie soll ich heilen, wenn ich nicht auch die männlichen Anteile in mir spüren darf!?
Wie soll ich Identität finden, wenn sie einfach gestrichen wird!?
Wie soll ich Neutralität spüren und wissen, wo ich wirklich neutral bin, wenn es keinen Gegenpol dazu gibt?
Mensch sein reicht nicht aus um zu heilen, weil „Mensch sein“ bestimmte Eigenschaften beinhaltet, die man benennen dürfen und können muss!
Wir haben in den letzten Jahrhunderten so viele Verletzungen sowohl der Weiblichkeit, als auch der Männlichkeit in der Gesellschaft durch Gewalt, Kriege und Religionen erfahren, die massive Auswirkungen auf den heutigen Alltag aller Menschen haben. Der Eiertanz um Worte wie „Mann“ und „Frau“ zeigt nur, wie viel Emotion und soziale Problematik diesbezüglich existieren, die einer Lösung bedürfen.
Wir müssen hinschauen, um das verändern zu können.
Den (kulturellen) Schmerz und die Ausbeutung anerkennen und betrauern.
Wir müssen Position beziehen.
Wir müssen uns entscheiden für unsere Werte.
Raus aus dem schwammigen „Ich habe zu nichts eine Meinung“ oder „Ich bin für alles offen“.
Verantwortung übernehmen!
Gleichberechtigung basiert darauf, dass ich eine Meinung oder Identität habe, die Gleichberechtigt neben anderen stehen kann.
Und manchmal kann es auch sehr sinnvoll sein etwas einfach als nicht gleichberechtigt anzusehen oder Abstufungen und Prioritäten zu setzen, sonst hätten ja auch Terror und Krieg ihre Berechtigung.
Das ist es nämlich oft, wo die Phobie Dinge frühzeitig klar zu benennen hinführt.
Wir müssen raus aus der kollektiven gesellschaftlichen Dissoziation und nicht eine neue Wissenschaft daraus machen, um sie zu rechtfertigen!
Die Schönheit in kleinsten Dingen
Valentinstagstränen und Überforderungskämpfe
Valentinstag… hmm, ob das Kuddelmuddel im inneren nun daran lag?
Oder am Stress drumrum?
Oder beides?
Tränenüberströmt rutschten wir am Türrahmen nach unten.
„Ich kann nicht mehr.“
Jetzt war das Handy auch noch kaputt.
Einfach so.
Machte keinen kleinen Mäusemuckser mehr.
Von jetzt auf gleich.
Nachdem zuvor schon der Geschirrspüler und der Laptop den Geist aufgegeben haben.
Wie die Reparaturen bezahlen?
Und was noch viel schlimmer war – Die so wichtigen persönlichen Dinge, die wir von Vertrauten geschickt bekommen haben sind alle unwiderruflich weg. Telefonnummern, Nachrichten, Bilder…
Immerhin war gestern der Mediamarktmitarbeiter nett. Nachdem er einen Systemtotalschaden diagnostiziert hat – das Handy wird sich doch nicht bei uns angesteckt haben!? 😉 – hat er eine gute schnelle Lösung für uns gefunden. Das Handy wurde jetzt eingeschickt, weil ja noch Garantie darauf ist und wir haben eine erschwingliches Ersatzhandy.
Valentinstag…
Hmm…
Bilder.
Versuche sie wegzuschieben.
Vor Liebehelferinvermissschmerz innerlich schreien können und es irgendwann auch äußerlich tun.
Und dann sind da noch die Dinge, die uns sonst so durch den Kopf gehen derzeit…
Diagnostik für Gutachten.
Therapeuten.
Schule und Beruf.
Und einfach nur Leben.
Sei stolz auf dich,…
…dass du noch lebst.
…dass du das alles überlebt hast.
…dass du tapfer weiter atmest.
…dass du jeden Morgen die Augen aufschlägst, obwohl du sie so oft lieber für immer schließen würdest.
…dass du fühlst und dir die Fähigkeit zu fühlen erhalten hast.
…dass du trotz all der Gewalt nicht hart geworden bist.
…dass du empathisch bist und mitfühlst.
…dass du weinst, obwohl sie dir deine Tränen nehmen wollten.
…dass du Angst hast, obwohl sie nicht erlaubt war.
…dass du dir deinen Humor behalten hast.
…dass du Not sehen kannst – deine eigene und die anderer.
…dass du für deine Rechte und Bedürfnisse kämpfst.
…dass du damit auch für die Rechte und Bedürfnisse anderer kämpfst.
…dass du den riesengroßen Schmerz in dir erträgst und weiter machst, obwohl er unerträglich ist.
…dass du trotzdem noch Pläne und Träume hast.
…dass du dich entschlossen hast auszusteigen.
…dass du einen Teil des Ausstieges bereits dadurch geschafft hast und dich von den Tätern abgrenzt, dass du deine eigenen Gefühle behalten hast und den Schmerz spürst, wo dir doch immer gesagt wurde, dass das alles toll ist.
…dass du die Gewalt nicht weiter geben willst.
…dass du mutig neue Dinge ausprobierst, trotz der Todesangst, die sie dir oft machen.
…dass du bereit bist dir Hilfe zu suchen, trotz aller Schwierigkeiten diese zu finden und trotz den Verletzungen, die du vielleicht auch aus dem Helfersystem schon einstecken musstest.
…dass du Beziehungen eingehst und Freundschaften zulässt.
…dass andere dich und deine Fähigkeiten schätzen.
…dass du die Schweigegebote brichst und anfängst dich auszudrücken.
…dass du dir selber immer mehr vertraust.
…dass du nicht davon läufst und zu dir schaust.
…dass du Fehler machst und menschlich bist.
…dass du die Begrenzungen immer mehr aufbrichst.
…dass du dir eingestehen kannst, dass arbeiten in dieser Heilungsphase für den Moment einfach nicht möglich ist.
…dass deine sogenannten Schwächen dir nur zeigen wollen, was du wirklich brauchst.
…dass dein Körper mit dir und uneingeschränkt für dich kämpft.
…dass deine Seele endlich ihren Platz und ihre Beachtung findet.
…dass du dein Innen und deine Innenpersonen immer besser kennen lernst.
…dass du aufgeben kannst.
…dass du schwach und kraftlos sein darfst.
…dass du es weiterhin versuchst.
…dass du ____________________________
…dass du so bist wie du bist!
Begegnung und Geschwindigkeit
Wenn du immer rennst,
wirst du niemandem mehr begegnen.
Wenn du gehst
wirst du dir selbst sogar begegnen.
Albert Schweitzer

