Dr. Brigitte Bosse, Leiterin des Traumainstituts in Mainz erklärt Dissoziation. Ab Minute 34,22 wird strukturelle Dissoziation erklärt. Der neuere Begriff „pDIS“ wird noch nicht verwendet, ist bislang aber unter dem Begriff der DDNOS in den Bereich der sekundären strukturellen Dissoziation eingeordnet. Die DIS und ihre Ursachen sind auf Ebene der tertiären strukturellen Dissoziation auf oberster Ebene separat aufgeschlüsselt und werden später im Video auch zur DIS nach RG-Erfahrungen unterschieden.
Allgemein
Imitierte oder falsch positive DIS

Die DeGPT weist in einem Schriftstück auf das Problem der „imitierten“ oder auch „falsch positiven DIS“ hin. Menschen gingen fälschlicher Weise davon aus an einer DIS zu leiden, weil sie durch frei zugängliche Informationen etwa in sozialen Medien auf das Krankheitsbild aufmerksam gemacht wurden oder von nicht ausreichend qualifizierten Fachpersonen falsch diagnostiziert worden wären.
Weiter heißt es: „So zeigen sich in sozialen Medien manchmal Menschen, die vermutlich nicht an einer DIS leiden und ihre angeblichen Anteile offen darstellen. Ein Kernelement der DIS ist jedoch, dass sich Persönlichkeitszustände aufgrund ausgeprägter Scham und Angst möglichst nicht zeigen und erst im Laufe störungsspezifische Therapie zugänglicher werden. In einer qualifizierten professionellen Diagnostik kann eine imitierte DIS identifiziert werden, weil sich deren Symptom-Präsentation von einer echten DIS deutlich unterscheidet.“
Der letzte Satz dürfte auch schon eines der größten Probleme für alle ratsuchenden Patienten sein, die das Gefühl haben, etwas von der Diagnose an sich wiederzuerkennen. Es gibt so gut wie keine ausreichend qualifizierten Therapeuten und Facheinrichtungen, die in der Lage sind saubere Diagnostik zu komplexen Traumafolgestörungen zu betreiben. Gleichzeitig gehe ich davon aus, dass egal ob am Ende „fake“ oder „echte“ DIS ein enormes psychisches Problem bei den Menschen vorliegt, das spezifische therapeutische Hilfe erfordert. Es ist kaum zumutbar mit dem Verdacht, man könnte unter einer so schwerwiegenden Diagnose leiden, alleine gelassen zu werden und über Monate oder gar Jahre im Versorgungssystem auf sich gestellt zu sein. So sehr Patienten mit DIS mit den Teils kuriosen Fakedarstellungen ihrer Erkrankung zu kämpfen haben, so wenig wird man dem her werden, wenn man nicht ausreichend Anlaufstellen schafft und leidende Menschen nur auf den Austausch in dafür unqualifizierten Plattformen zurückgreifen können.
Um weitere Trittbrettfahrer zu vermeiden, ist es aus meiner Sicht wünschenswert, mit der Weitergabe von Informationen zur Ausgestaltung und Innenwelt der Diagnose sparsam und verantwortungsbewusst umzugehen. Mit Vorsicht sind alle allzu schillernden, bunten und farbenfrohen Schilderungen von Innenwelten zu genießen. Die sehr erfahrene Traumapsychologin Gabi Breitenbach sagte dazu, dass sie noch nie einen inneren Anteil oder eine Innenperson getroffen hätte, die mehr beinhaltet habe, als das was in ihrer Funktion zum direkten Überleben in der Vergangenheit notwendig war. Das gilt nicht zuletzt auch für Fabel-, Fantasie- und Tierwesen. Es ist wichtig sich immer wieder daran zu erinnern, dass die dissoziative Abspaltung von Innenpersonen letztlich eine Überlebensleistung ist, bei der unser Körper nicht mehr Ressourcen für die Ausgestaltung verschwendet, als unbedingt notwendig. Die Umweltanforderungen lassen die Innenwelt oft kompliziert genug werden. Für alles weitere ist kein Raum.
Egal, ob Menschen nun selbst über die DIS Diagnose schreiben oder auf der Suche nach der eigenen inneren Wahrheit darauf stoßen: Geht achtsam, verantwortungsbewusst und respektvoll mit den Informationen um! Die beste Recherche im Internet und in Fachbüchern ersetzt keine Diagnose bei einem erfahrenen Spezialisten, auch wenn man danach oft lange und schmerzhaft suchen muss! Wenn du dir selbst noch so sicher bist, die Ursache deines Erlebens zwischen den Zeilen von Betroffenen gefunden zu haben, bitte Betreibe keine öffentliche Aufklärung zur Diagnose, bevor du sie nicht wirklich eindeutig von Fachtherapeuten erhalten hast! Bitte sei so fair und sage das im öffentlichen Austausch einfach dazu. Das macht dich nicht unglaubwürdiger, hilft aber allen einzuordnen wo du stehst und sich selbst ein Bild zu machen, wie sie für sich die Informationen werten wollen. Wir können uns als Betroffene gerade jetzt, in der die Diagnose öffentlich trotz Validität oft so an den Pranger gestellt wird, nicht leisten, dass damit Schindluder betrieben wird!
Quellen: https://www.degpt.de/archiv/upload/DeGPT-Dateien/QA%20Psychotraumatologie_annex2.pdf
Good News – Programmbeschwerden gegen Jan Böhmermann wegen Sendung zu ritueller Gewalt erfolgreich

Der Fernsehrat hat gestern den Beschwerden zur Sendung des ZDF „Magazin Royal“ mit Jan Böhmermann über rituelle Gewalt stattgegeben. Stellvertretend für die zahlreichen Einsendungen wurden diesbezüglichen unter anderem die Darlegungen des UBSKM diskutiert. Das Ausmaß des erlittenen Unrechts für die Betroffenen sexualisierter, organisierter und ritueller Gewalt dürfte mit der Entscheidung nochmal deutlich sichtbar und objektiviert werden, zumal der Fernsehrat in den letzten Jahren praktisch nie eine Beschwerde angenommen hat. Die verhetzende Wirkung, mangelnde Differenzierung und gezielte Stimmungsmache gegen Opfer wurde bei der Abstimmung von der Mehrheit der Fernsehratsmitglieder anerkannt.
WeiterlesenMind Control und Programmierung – Warum die Begriffe im therapeutischen Kontext in der Arbeit mit Opfern organisierter, ritueller Gewalt völlig legitim sind

In der Berichterstattung über organisierte und rituelle Gewalt ist seitens der Leugnerbewegung eine hitzige Diskussion über den angeblich verschwörerischen und unseriösen Gebrauch von Begriffen wie „Mind Control“ und „Programmierung“ in der Therapie von Gewaltopfern entstanden. Helfern, die diese Worte für die Umschreibung des Zustandes ihrer Klienten wählen, wird neuerdings gerne in einem Atemzug direkt der Glaube an eine Weltverschwörung und unwissenschaftliches, patientenschädigendes Gedankengut unterstellt. Das ist jedoch keinesfalls pauschal so als Aussage vertretbar! Erklärung folgt:
WeiterlesenGegen manche „Piltze“ ist kein Kraut gewachsen – Die Kruden Thesen des Traumagurus im Spiegel

Gegen manche Piltze ist kein Kraut gewachsen. Der Journalist Christopher Piltz, der sich nun wiederholt einen Namen dafür gemacht hat, die Opfer und Helfer organisierter sexueller und ritueller Gewalt zu diffamieren, hat im aktuellen Spiegelmagazin erneut zugeschlagen. Da er offenbar immer noch nicht in der Lage ist Definition sauber und journalistisch unbewertet wiederzugeben, obwohl es ihm viele Fachverbände und das UBSKM schon bei den letzten Artikeln zu erklären versuchten, hier erneut eine Stellungnahme und Analyse seiner Aussagen:
WeiterlesenRituelle Gewalt in der katholischen Kirche

Das Bistum Münster hat im März seine Beratungstelle für organisierte sexuelle und rituelle Gewalt geschlossen. Der bischöfliche Beauftragte Dr. Antonius Hamer gibt als Grund an, dass weder Theorien über rituelle Netzwerke belegt, noch ritueller Missbrauch durch angeblich im Verborgenen organisierte Täterorganisationen nachgewiesen sind. Vor dem Hintergrund könne man die Fortführung der Beratungsstelle nicht vertreten.
Was man auch nicht vertreten kann, ist der erwiesene Missbrauch durch katholische Geistliche, der in vielen Fällen per Definition des UBSKM ebenfalls zu rituellem Missbrauch zählt. Die geschlossene Beratungsstelle befasste sich nicht zuletzt auch mit dem rituellen Missbrauch und den Netzwerkstrukturen von katholischen Geistlichen. Man hat sich mit der Schließung nicht etwa gegen eine vermeintliche Verschwörung zum Schutz der Bevölkerung gewandt, sondern auch gegen die Aufklärung der Straftaten in den eigenen Reihen!
WeiterlesenRituelle Gewalt – Zeugung und Schwangerschaft

Für die größte Kraft der Magie – also dem Willen unterworfener Schöpfung – bedarf es für den „Magier“ eine möglichst umfangreiche Selbsterkenntnis zur eigenen Person. Dazu gehört auch das Wissen über körperliche Stärken und Schwächen.
Bei der Frau spielt die Beobachtung der Zyklen und den entsprechenden inneren Vorgängen eine wichtige Rolle. Durch das Ich-zentrierte Weltbild im Satanismus, das seinen Gott im Menschen selbst verortet und nicht außerhalb, werden über den Zyklusverlauf unterschiedliche göttliche Muster erfahrbar. Diesen Teil der eigenen Göttlichkeit in Selbsterfahrung zu begreifen, dienen entsprechende Rituale.
WeiterlesenLSBTIQ, Transgender und sexueller Missbrauch

Darf man die Transgendercommunity kritisieren oder auf Risiken hinweisen ohne direkt als trans- oder sonstwie-feindlich zu gelten? Völlig zu Recht haben diese Menschen lange dafür gekämpft gesellschaftlich nicht verachtet zu werden, sondern ihre persönliche Geschlechtsidentität und sexuelle Orientierung leben zu dürfen ohne dafür angefeindet zu werden. Verständlicher Weise reagiert man oft höchst sensibel und persönlich gekränkt, wenn Kritik an bestimmten Forderungen laut wird. Zu tief sitzt der Schmerz, sich immer noch nicht völlig frei ausleben zu können. Prüfende Stimmen werden gerne mal pauschal als transfeindlich abgestempelt. Das Problem: Täter nutzen die Community, weil ihnen manche Forderungen und das verurteilen von Kritik gegen Maßnahmen der Bewegung optimalen Nährboden für unbehelligtes Wirken gibt.
WeiterlesenVerschwiegenheit und rituelle Gewalt

Schweigegebote werden oft als eine Methode der Täter angesehen, um ihre Taten zu vertuschen. Im Fall von ritueller Gewalt greift das zu kurz, denn sie sind auf Basis der dahinter stehenden Ideologie weit mehr als das.
WeiterlesenOrganisierte und rituelle Gewalt – ein „Familienunternehmen“

In den letzten Tagen haben wir uns viel mit der Frage beschäftigt, weshalb es für viele Menschen so schwer ist, die planmäßige und gezielte Ausbeutung von Menschen in organisierten und rituellen Gewaltsystemen anzuerkennen. Was schafft die Barriere eine gewisse Unterwanderung unserer Gesellschaftsorgane für möglich zu halten und zuzuhören? Was an den Erfahrungsberichten von Opfern führt genau dazu, dass sie die Vorstellung von Außenstehenden so übersteigen, dass sie sie direkt für unmöglich halten? Die Grausamkeit der Schilderung mal bei Seite genommen, glaube ich, dass ein Problem immer noch die sprachliche und inhaltliche Mystifizierung dieser Vorgänge ist. Sie werden in den Bereich von Parallelgesellschaften verrückt und noch immer nicht als ein leider bislang ganz alltäglicher Teil von ein und der selben Gesellschaft gesehen. Sie sind nicht verborgen. Wir trauen uns nur nicht sie in der „Normalität“ zu sehen. Organisierte und rituelle Gewalt funktioniert im Grunde nicht anders, als jedes andere „Familienunternehmen“.
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