Lila Regen

Wir sitzen auf dem Bett und naschen Heidelbeeren aus einem kleinen Eimerchen. Draußen wird es langsam kühl. Meine Schultern frösteln nahe dem leicht geöffneten Fenster. Während ich so vor mich hin fernsehzappe, wird es dunkel. Die Sonne macht für heute Pause. Ich mache mir ein bisschen Licht an. Bei mir wird es noch etwas dauern, bis ich auch zur Ruhe komme. Solange möchte ich meine Umgebung sehen und nicht nur erahnen können. Als ich bei Pixabay nach schönen Fotos suche, fällt mir eine kleine lila Kuhschelle in die Hände. Purple Rain, denke ich. Wir sollten viel mehr im Regen tanzen.

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Ein Punkt im Chaos

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Ich sitze mit der soeben gelieferten Pizza auf dem Bett.
Gut zwei Stunden sind seit der Bestellung vergangen. Das war eine schwere Geburt. Der Fahrer konnte zunächst mein Klingelschild nicht finden, weil man ihm den falschen Namen auf seinen Zettel geschrieben hatte und drehte mit meiner Pizza wieder ab ohne zu läuten. Erst nach einem erneuten Anruf unsererseits im Lokal klappte es dann mit der Essenslieferung.
Jetzt haben wir jedenfalls das bestellte Objekt auf dem Schoß und kriegen es trotz Hunger einfach nicht hinunter. Im Gegenteil. Irgendwie würgt es uns, wenn wir nur daran denken. Wir stellen die Pizza weg. Ich merke, wie in unserem Innen die Anspannung steigt. Mir ist danach zu heulen und schreiben mag ich auch nicht mehr. „Alles blöd,“ schimpft ein kleines Innenkind voll Traurigkeit. „Was ist denn los?“, frage ich nach. „Das triggert alles schrecklich,“ bekomme ich als verzweifelte Antwort. „Blöd, blöd, blöd!“ In mir weint es.
Ich beschließe einfach erst einmal nur zuzuhören, weil ich sonst nicht weiß, was ich jetzt am Besten tun kann. Im Kopf purzelt plötzlich alles durcheinander.

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Erdbeertiramisu

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Gestern Abend haben wir uns zum ersten Mal in diesem Jahr frische Erdbeeren gekauft. Erstaunlicherweise waren sie wunderbar süß. Damit hätte ich noch gar nicht gerechnet. Einige Früchte aus der kleinen Schale haben wir zu Tiramisu verarbeitet. Dafür haben wir sie einfach als extra Schicht in unser Grundrezept eingebaut. 😉
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Katermorgen im neuen Grün 😉

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Es ist früh am Morgen.
Die ersten Sonnenstrahlen fallen durch die Balkontüre herein. Das macht die Miezen munter. Als ich versuche mich zu bewegen, spüre ich leichten Widerstand von meinen Gelenken. Über Nacht ist ein dritter Kater hier eingezogen. Herr Muskelkater. Im Gegensatz zu den beiden anderen Katzen möchte er kein Frühstück machen und sich nicht nach draußen begeben. Tja, hilft nix. Zwei gegen einen. Und da dieser Haushalt demokratisch von meinen Stubentigern regiert wird, stehen wir natürlich auf und servieren pünktlich feine Geflügelhäppchen auf Paté. Diese Aktion erweist sich allerdings als Flop. Weiterlesen →

Gute Nacht und Elfenträume

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Wir waren den ganzen Tag unterwegs, um allerlei zu besorgen.
Bis spät in den Abend haben wir Blumen und Krauter ein-, beziehungsweise umgetopft. Für heute sind wir mit dem Ergebnis zufrieden. Nun haben wir müde Glieder. Leicht fröstelnd schlüpfen wir unter unsere Bettdecke. Die Muskeln genießen die Entspannung und die angenehme Wärme. Selbst an den gewaschenen Händen riechen wir letzte Duftüberbleibsel der feuchten Gartenerde. Der Rosmarin verströmt ein zartes Aroma.
Es wird nicht mehr lange dauern, dann fliehen die Eindrücke des Tages und wir sind eingeschlafen.

Wir wünschen allen Blog-Lesern und -Leserinnen
eine gute Nacht mit wunderschönen Träumen!
Und wer weiß….!?
Vielleicht hüpft in der Traumwelt ja auch die ein oder andere Gartenelfe vorbei… 🧚🏻‍♀️

Leere als Inhalt

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Wenn du während der Erinnerungsarbeit denkst, dass du gar nichts mehr wahrnehmen kannst und einfach nicht mehr weiterkommst, bleib stehen und spüre nach, ob es nicht die Leere und das Nichts selbst ist, dass es dann als Puzzlestück deiner Erfahrungen zu entdecken gilt.

© Copyright by „Sofies viele Welten“

Was ich heute verstehe…

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…und was mich die Dissoziation zu Beginn meiner Therapie verstehen lies, sind teilweise zwei völlig unterschiedliche Paar Schuhe. Besonders bewusst wurde mir das nochmal, als ich in einem Buch blätterte, in dem ich schon öfter gelesen habe. Die Informationen waren immer in der selben Form darin enthalten, aber sie kamen einfach nicht bei mir an. Gestern viel mir auf, dass ich sie ganz selbstverständlich annehmen konnte. Das liegt vor allem daran, dass wir über die Jahre Fortschritte gemacht haben und dadurch auch anders fühlen dürfen.
Einige Punkte und Gedankengänge möchte ich in diesem Beitrag im direkten Vergleich von früher zu heute aufgreifen.

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Tränen erzählen

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„Es sind meine Tränen, nicht mein Lächeln, die mich heilen. Heute sagen meine Tränen meine Wahrheit und enthüllen ihre Geheimnisse.“

Ich sitze auf meinem Bett und tippe Worte in die weiße Maske meines Laptops. Es steht mir frei, sie weinen oder lachen zu lassen. Bislang ist sie unbeschrieben.
Damals als Kind waren wir das auch, ehe Erwachsene uns immer mehr Leid hinter die lächelnde Fassade füllten.
Draußen regnet es in Strömen.
Vom Himmel fallen große Tropfen.
Ob wohl auch er über die grausamen Taten weint?

Viele Kinder und Jugendliche freuen sich heute darauf in der Nacht kleine Streiche zu spielen. So ist es hier Brauch. In den Städten und Dörfern werden Feste gefeiert. Man erzählt vom Tanz der Hexen auf dem Blocksberg und genießt gemeinsam Speis und Trank als Überbleibsel des einstigen Fruchtbarkeitsfestes.
Für die Meisten wird der Tag wohl in guter Erinnerung bleiben. Sie werden irgendwann ihren Kindern davon erzählen und traditionelle, lustige Dinge tun. 

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Pizzakommunikation für Viele

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Der Sonntag beginnt sonnig und mit großer Dankbarkeit.
Kurz vor Ablauf einer wichtigen Frist beim Finanzamt, haben mir Innenleute geholfen eine Stellungnahme fertig zu schreiben. Vorab habe ich doch ziemlich geschwitzt, weil ich mich einfach nicht ran setzen konnte, so sehr ich es auch wollte. Unerledigt hätte das vermutlich in finanzieller Hinsicht negative Konsequenzen gehabt.
Insofern schonmal „Puh… durchatmen.“

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Schmerzwellen

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Ich sitze auf meinem Bett und schreie.
Laut.
So laut ich kann.
Der Schmerz verhallt in Stille.
Meine Beine verharren taub.
Körper und Kopf sind durchflutet vom alten Grauen.
Irgendwann werde ich müde.
Mit Tränen in den Augen schlafe ich ein.

Mit komischen Zwängen und traurig dumpfen Gedanken wache ich auf.
Wir kämpfen.
Gegen die Selbstzerstörung.
In dichter Watte kreisen unsere Gedanken.
Irgendwie möchte ich schreiben und andererseits bin ich kaum auf dieser Welt.

Noch immer ist es das Ausmaß der Gewalt, das mich förmlich erschlägt.
Und in all dem Nachspüren, weshalb die Situation gerade so ist, wie sie ist und wo der Auslöser liegt, wird mir plötzlich klar, dass ich den ersten Mai ganz vergessen habe.