
Wie Rosenblätter säumte das bunte Herbstlaub unseren Weg.
Spaziergang.
Natürlich farbenfrohes Blätter betrachten.
Malermeister Herbst bewundern.
Schweigen.
Morgenluft atmen.
Die Natur achten.
Von der Natur geachtet werden.
Leben.
In natürlichen Rhythmen.
Autor: Sofiesvielewelten
Katzenpläne
Es ist früh am Morgen.
Wir sitzen hier am offenen Fenster.
Atmen. Die kühle Luft.
Die Nacht hat nicht begonnen und nun endet sie.
Wach. Liegen unmöglich.
Die Gedanken im Kopf kreisen.
Irgendwann spät in der Nacht gegen morgen packt es uns. Wir müssen raus.
Hier drin ist es so eng. Wir steigen in unsere Hose und werfen ein dickes Shirt über.
„Komm Mr. Miez, wir gehen spazieren.“
Die Katze guckt ungläubig. „Spazieren!? vor dem Frühstück!?“
Die Nachtluft ist kühl und feucht. Leichter Nieselregen prasselt auf uns nieder.
Beide Katzen strecken ihre Näschen aus der Tür. „Scheiß Wetter und ausgrechnet jetzt will unser Frauchen raus. Sonst immer gerne, aber so…!“
Sie bleiben unter dem Vordach sitzen und schauen mit mir in die Nacht.
Langsam hebt sich die Lunge etwas freier.
„Wir wollen wieder rein!“, erinnert mich ein Miau.
„Und Hunger haben wir auch!“, verrät der Katzenblick.
„Ok.“, denke ich, „Schade.“ Doch alleine mag ich die Runde auch nicht gehen.
Ich komme der Bitte nach, öffne die Haustüre und stelle den Tigern ihre Mahlzeit auf den Küchenboden.
Dankbares schnurren.
Versuche ich eben doch mich auszuruhen.
Fünfzehn Minuten später wendet sich das Blatt.
Das Katzenduo ist nun satt und anscheinend bereit für einen Spaziergang.
Wildes fegen durch die Wohnung.
Belagerung der Eingangstür und lautstarkes „Wir wollen raus!“-Miauen.
Wir ziehen uns also wieder an und gehen los und machen genau das, wovon wir kurz vorher die Miezen überzeugen wollten, nur, dass es jetzt die Katzen sind, die spazieren wollen und die Katzen mit uns spazieren gehen, statt wir mit ihnen. 🙂
„Da müssen Sie ein inneres Team bilden“
…sagte die Therapeutin.
„Die Idee ist gut!“, denke ich und frage mich gleichzeitig, wie das funktionieren soll.
Nicht, dass es das erste Mal wäre oder, dass ich das noch nie versucht hätte, aber in Bezug auf bestimmte Alltagsaktivitäten bekomme ich das einfach nicht hin. Letztendlich bin es doch immer ich, die diese Dinge übernehmen muss und mir fehlen dafür derzeit langsam einfach die Kräfte, so dass ich Unterstützung gut gebrauchen könnte.
Aussagen wie: „Irgendjemand ist immer da, der dann übernehmen kann.“ oder „Wer da innen von euch kann das denn? Eine/Einer innen kann das immer.“ bringen mich auch nicht weiter, wenn ich nunmal „den Einen oder die Eine“, die das Problem lösen könnte, nicht finden kann. Im Gegenteil, gerade lassen sie mich eher (Ver-)Zweifeln.
„Wenn das bei Multiplen so funktioniert…“ denke ich, „…dann kann ich nicht viele sein.“ Manchmal wird der Gedankengang dann von Sätzen ergänzt, wie: „Ist ja logisch, wenn du die anderen nur spielst, dann können sie auch kein Team bilden, weil sie ja gar nicht da sind.“
Und schon haben die (sicher tätergewollten) Zweifel wieder einen Fuß in der Tür, wo sie gar keinen haben sollen, weil ich ja eigentlich mittlerweile weiß, dass ich viele bin. Ich versuche sie wegzuwischen und mich nicht darauf einzulassen.
Dennoch, es frustriert mich langsam die Geschichten von gut funktionierenden Alltagsteams zu hören und gleichzeitig bewundere ich das.
Wie um alles in der Welt funktioniert das!?
Wo bekomm ich sowas her!?
Was macht man, wenn sich bei allen Bemühungen keiner finden lässt, der eine bestimmte Aufgabe übernimmt!?
Ich finde es jedesmal faszinierend, wenn meine Therapeutin davon erzählt, wie andere das machen. Dass sie sich z.B. die Arbeit aufteilen, wenn es um bestimmte Anrufe geht. Dass sie das einfach innen so abgesprochen haben und dass das dann gut funktioniert.
Ich staune und grüble…
Wenn ich äußere, dass ich etwas nicht kann oder überfordert damit bin kommt meist sofort diese Frage, wer das denn dann kann. Denn „Irgendjemand innen kann das immer.“ Das sind die Aussagen, die ich höre und doch sind sie von meiner Realität recht weit entfernt.
Und ich Frage mich auch: „Stimmt das?“
Kann irgendjemand innen wirklich immer das, was ich nicht kann? So gesehen müssten Menschen, die viele sind dann ja die totalen Genies sein, weil sie alles können.
Und wenn es stimmt und da innen vielleicht ja sogar jemand ist, der das könnte, was ich nicht kann, dann heißt das ja noch lange nicht, dass ich immer den Zugang finde, oder!?
Ich werde wohl noch etwas weiter suchen und mit meinen derzeit verfügbaren Innens nach für uns praktikablen Lösungen Ausschau halten müssen.
Ich bin gespannt…
Honig zum Frühstück
Dieser Tag begann eigenartig.
Wir waren uns eigenartig nah und das schon ganz kurz nach dem Aufwachen.
Die letzte Zeit habe ich oft geglaubt ich hätte mich selbst und all die anderen im Stress-Watte-Überforderungsnebel verloren. Nur noch eine. Die anderen futsch.
Heute Morgen war es dann plötzlich anders. Einfach so. Über Nacht.
Die Stimmen in mir waren klar und deutlich wahrnehmbar.
Ebenso deutlich war auch mein Körper spürbar. Meine Haut. Meine Grenzen.
Lange schon können wir nicht oder kaum etwas essen. Wir versuchen es so gut es geht, um unseren Körper nicht völlig auszulaugen. Als ich die Guten-Morgen-SMS meiner Freundin las und durch den netten Gruß ein lächeln auf dem Gesicht hatte, stieg innen ein Wunsch auf.
Ein ferner Wunsch.
Ein Wunsch, den wir seit Monaten nicht mehr gedacht haben.
Frühstück.
Eine Kastanie mit Butter und Honig.
Und dann taten wir es einfach.
Wir gingen zum Gefrierschrank und tauten uns das Laugengebäck auf.
Fast meditativ fingen wir an die Butter darauf zu streichen und darüber den Honig zu verteilen.
Tee zu kochen.
Alle Angst, das Essen wieder nicht zu vertragen, wieder Übelkeit zu spüren, wieder massive Probleme zu bekommen trat für diesen Moment in den Hintergrund.
Und dann saßen wir an unserem kleinen Tisch im Wohnzimmer und nahmen den ersten Bissen und spürten.
Die eher raue Konsistenz der Kastanie. Den Butter. Wir rochen den Honig so herrlich süß.
Und es schmeckte. Es schmeckte so unglaublich gut. So unglaublich, unglaublich gut.
Und bei jedem Bissen, war so viel Dankbarkeit. Für diesen Moment. Dass es gerade möglich ist zu essen.
Dass wir überhaupt zu essen haben. Für alles.
So viel Freude in den kleinen und großen Herzchen in unserer Brust.
Nur wir und unsere Honigkastanie.
Ein kleiner Kosmos.
Voller Frieden und Ruhe.
Stille Momente und treue Leser
In letzter Zeit ist es still geworden hier auf unserem Blog.
Innen und Außen war so viel los, dass uns die nötige Zeit und oftmals auch einfach die Kraft fehlte hier zu schreiben, auch wenn wir das so gerne getan hätten.
Umso schöner ist es an der Statistik zu sehen, dass ihr trotzdem geblieben seid, immer noch mitlest, immer wieder reinschaut und wir hier nicht alleine sind. Danke euch dafür! 🙂
Nun soll wieder mehr Leben einkehren.
Das nehmen wir uns jetzt auf jeden Fall vor.
Wir haben festgestellt, dass uns das Bloggen oftmals auch hilft Kontakt zur Gegenwart zu halten, wenn wir uns offen im Tag umschauen, um passende Beiträge, Bilder oder Themen zu finden, über die wir gerne schreiben wollen.
Mal sehen, was wir die nächsten Tage so entdecken…
Zeit zur Rast
Wir müssen von Zeit zu Zeit eine Rast einlegen und warten, bis unsere Seelen uns wieder eingeholt haben.
~Indianische Weisheit~
Bildquelle: http://de.forwallpaper.com/wallpaper/macro-photo-flower-leaves-petals-plant-219953.html
Einzug der Katzendame
Gestern um 16.00 Uhr war es dann soweit.
Es klingelte.
Draußen stand die freundliche Dame von der Katzenpflegestelle mit dem Katzenkorb um uns die kleine Katze vorbeizubringen.
Wir gingen zusammen ins Wohnzimmer, wo sie den Korb absetzte und den Deckel öffnete.
Schwups ist die kleine Esmeralda mit einem Satz in unser Leben gesprungen und fing an selbstsicher die Wohnung zu erkunden.
Unser Kater hielt sich zunächst zurück und beobachtete aus seinem Versteck unter dem Sofa was vor sich ging, bis er irgendwann hervorlugte und sich ein erstes zartes Beschnuppern ergab. Danach nahm er wieder seine Beobachterperspektive ein, um nur dann einzugreifen, wenn sich der Neuzugang einem Platz näherte, den er alleine für sich beanspruchte. Hin und wieder ein zartes Fauchen, wenn die kleine zu aufdringlich wurde. Dann ein müdes Augenzwinkern und erst mal ausruhen von der Aufregung.
Bis jetzt läuft alles ganz gut.
Außer dem dezenten Fauchen gibt es keine Auseinandersetzungen, aber irgendwie muss er ihr ja auch klarmachen, wo seine Grenzen liegen.
Und heute Morgen haben die beiden dann von einem Teller gefressen, obwohl auch getrennte Fressmöglichkeiten vorhanden gewesen wären. Das werten wir mal als gutes Zeichen.
Auf die andauernden Spielversuche der kleinen Dame reagiert er langsam etwas genervt.
Insgesamt scheint die Kleine hier viel lebendiger, als vorher in der Pflegestelle. Da erschien sie bei unseren mehrmaligen Besuchen doch zurückhaltender. Haben wir doch eigentlich gezielt nach einer Dame mit ruhigem Temperament gesucht…
Mal sehen, wie es weiter läuft…
Wir hoffen die Eingewöhnungsphase entwickelt sich positiv, die vorhandenen Zickereien nehmen bald ein Ende und wir raufen uns schnell zusammen. 🙂
Familienzuwachs
Schon seit ein paar Tagen sind wir nervös, hibbelig und unruhig. Ständig im Wechsel zwischen Vorfreude und Anspannung, ob alles gut gehen wird.
In unserer Wohnung lebten wir bisher mit unserem Kater, als tolles Team. Er ist eine echte Bereicherung und selbstverständlich der beste und tollste aller Kater!
In letzter Zeit mussten wir allerdings feststellen, dass er durch unseren veränderten Alltag doch öfter alleine zu Hause ist und ihm die nötige Gesellschaft fehlt. Zwar durfte er in den Abendstunden etwas Freigang und Spiele mit uns genießen, doch wurde unser Gewissen ihm gegenüber immer schlechter.
So machten wir uns gemeinsam auf die eine zu finden.
Die Wahre.
Die tollste aller Katzendamen.
Die, mit der er glücklich sein Revier teilen, spielen und kommunizieren kann, wie er es gerne möchte.
Wir durchstreiften die Tierheime und hielten die Augen offen, bis wir am Donnerstag dann auf die Mieze stießen, die unser zweier Team ab morgen ergänzen wird.
Obwohl wir bei der Auswahl sehr achtsam waren und uns bemüht haben auch eine Dame mit passendem Charakter zu finden, sind wir jetzt natürlich sehr gespannt, wie es laufen wird und hoffen, dass die beiden ein echtes Dreamteam werden.
Der tollste aller Kater zusammen mit der tollsten aller Katzendamen.
Und wir mitten drin. 🙂
Zerbrochen oder Ganz!?
Zerbrochen
Etwas das einmal zusammen gehörte, wurde durch schädliche Einwirkung getrennt und ist somit in kleinere und/oder größere Untereinheiten aufgeteilt worden. Dadurch haben die Teile ihren vorbestimmten Platz verloren und sind in andere Relationen gerückt.
Die entstandenen Teile haben unregelmäßige, nicht planbare Konturen und haben die für sie ursprünglich vorgesehene Position verlassen. Unter Umständen geht dieser Zustand auch mit Verlust der ursprünglichen Funktionalität des Objektes einher.
Die Zusammengehörigkeit und ursprünglichen Verbindungen gingen ganz oder teilweise verloren.
Ganzheit
Eine Ansammlung von Teilen und Elementen bildet in der erwarteten Weise ein zusammengehöriges Bild. Die Platzierung der Einzelteile des ganzen Objektes entspricht der ihnen ursprünglich zugedachten Position. Sie gehen vorbestimmte Verbindungen ein. Aufgrund dieser mehr oder minder durchdachten Anordnung der Teile erfüllt das Objekt ebenfalls die zugedachten und erwarteten Funktionen.
Die Konturen des Objektes sind planbar.
Ist dann Zerbrochenheit und Ganzheit das Gleiche, nur dass in der Ganzheit die Erwartungen an die Einzelteile erfüllt sind?
Ist Ganzheit immer die Summe seiner Teile?
Oder müssen die Teile festgelegte Anforderungen erfüllen, um sich ganz nennen zu dürfen?
Wenn ja, wer legt die Anforderungen fest?
Darf in der Ganzheit vielleicht nur nicht auffallen, dass sie aus Einzelteilen besteht?
Bin ich dann nicht auch irgendwie ganz?
Denn auch wenn die Position und Funktion der Einzelteile nicht mehr in der ursprünglichen Art und Weise besteht, so bleibt eine Zusammengehörigkeit erkennbar.
Oder ist ganz nur, was unverändert bleibt?
Kann aus Zerbrochenheit eine neue Ganzheit entstehen?
Was, wenn manche Teile sich nicht mehr an die ursprüngliche Position setzen lassen und die Funktion sich dadurch für immer verändert?
Darf ich mich, dürfen wir uns ganz fühlen?
Weil jede Innenperson ja für sich wieder ganz ist und eine Aufgabe erfüllt?
Bärwurzbirnhonigkur – 1. Woche
Nach der 1. Woche unserer Bärwurzbirnhonig-Entgiftungskur wollen wir ein erstes Resúme ziehen.
Soweit läuft es bisher ganz gut. Die Ankündigungen aus dem Internet, dass es eine sanfte kur ist, haben sich bestätigt und auch mein sonst so empfindlicher Darm verträgt die Mischung nach einem kleinen Durchhänger am dritten Tag, wo ich doch noch mit stärkeren Durchfällen zu kämpfen hatte, so dass ich auf jeden Fall weiter machen werde. Mittlerweile habe ich sogar das Gefühl, dass die Verdauung besser funktioniert und es weniger zu „Komplikationen“ kommt, wenn ich die Mischung nach dem Essen einnehme.
Positiv haben wir bemerkt, dass uns bereits wesentlich weniger schwindelig ist und zeitweise der Schwindel sogar ganz verschwindet. Auch das geblähte Gefühl im Bauch ist derzeit etwas besser geworden.
Die letzten Tage haben wir festgestellt, dass unsere Kopfschmerzen doch deutlich zugenommen haben. Ob das nun an der Entgiftung liegt oder an Stress und Dissoziation können wir allerdings nicht hundertprozentig sagen.
Auch die Erinnerungsbilder haben die letzten Tage nämlich irgendwie einen Schub bekommen. Es ist fast so als würde die Seele ordentlich mit entgiften.
Mal sehen, wie es weiter geht und was sich noch so tut…
