
„Menschen sind von Geburt an sexuelle Wesen“ schreibt die BZgA. Sexualpädagoginnen wie @die.mamareike drehen Videos auf Instagram in denen sie fragen: „Hast du gewusst, dass dein Baby schon Orgasmen haben kann?“ Darauf macht ein aktueller Beitrag von @childrensdefence aufmerksam.
Wir waren erneut entsetzt, wie nah Pädagogik in ihrer Denk- und Sprechweise inzwischen dem Gedankengut von Tätern ist.
Schaut man sich die Beiträge von @die.mamareike an, dann wird man feststellen, dass sie für Gewaltprävention Werbung macht und ihre „Aufklärung“ vermeintlich einen guten Zweck verfolgt. Schade nur, dass Kinder darüber so frühsexualisiert werden, dass die Pädagogik aus meiner Sicht selbst zum Missbrauch wird und ihm Tür und Tor öffnet.
Mit ihren Haltungen steht „Mamareike“ leider längst nicht alleine. Viele Pädagogen feiern die Sicht und besorgte Eltern wollen wissen, wie sie ihr Kind am besten aufklären, um es dadurch vor Übergriffen zu schützen. Bei fast 100-tausend Followern alleine auf ihrem Profil, ist die Verbreitung dieser Theorien zu einem echten Problem für Kinder und Gesellschaft herangewachsen, das sich gestoppt gehört! Die Achilles-Ferse in die die Vertreter ihren Anker treiben: Häufig selbst identitätsunsichere Eltern und einstige Missbrauchsbetroffene, die es eigentlich besser machen wollen und aus eigenem Unwissen nach fundiert klingenden Ankern mit pseudoakademischer Grundlage suchen. Auch Kindergärten und Schulen integrieren immer mehr Konzepte der Sexualpädagogik und sind inzwischen gehalten sich damit auseinanderzusetzen. Kindliche Geschlechtsorgane und Sexualität werden damit immer mehr in einen Bereich von Erwachsenensexualität gezogen und instrumentalisiert. Erwachsene mischen sich in den intimen Bereich kindlicher Körperneugier, gehen über gesunde Grenzen und nenne den Übergriff „Erziehung“. Das verschleiert Missbrauch, statt ihn konsequent als solchen zu benennen. Erwachsene in kindlichen Intimzonen waren noch nie gesund und hatten dort noch nie etwas zu suchen! Natürliche Scham wird mit „Unterricht“ gebrochen. Das Resultat: Kinder, die offiziell lernen sollten ihre Grenzen zu schützen, verlieren sie in einem neu aufdoktrinierten pädagogischen „Normal“. Es wird mehr Offenheit und Freizügigkeit erwartet, als am Ende überhaupt gesund ist. Scham sagt nämlich auch: Stopp! Hier ist etwas nicht mehr gut für mich. Das geht zu weit und ist zwischenmenschlich nicht mehr zu tollerieren!
Kleine Kinder müssen nicht „aufgeklärt“ werden. „Aufklärung“ ist ein sexualisierter Begriff und damit auch eine sexualisierte Sichtweise des Kindes. Körperteile und Gefühle ganz normal zu benennen ist in Ordnung, aber etwas ganz anderes! Der Gedanke der sexuellen Aufklärung hat dabei aber nichts verloren – auch nicht bei Geschlechtsteilen!
Im guten Ansinnen vor sexualisierter Gewalt schützen zu wollen, schießt die sogenannte Pädagogik an vielen Stellen übers Ziel hinaus. Sie übernimmt unreflektiert die frühe Sexualisierung der Kinder, die von den Tätern kam und meint paradoxer Weise sie könnte schützen, wenn man das Gedankengut bereits den Kleinen näher bringt. Die Argumente: Dann können sie benennen. Dann können sie sich wehren, weil sie dann wissen, dass es Gewalt ist. Alles ganz normal. Keine Scham.
Was macht diese Haltung jedoch mit Kindern, die von sexualisierter Gewalt betroffen sind? Zunächst einmal vermittelt sie vor allem eines deutlich: Erwachsene finden es normal, dass sie bereits so früh mit ihrer Sicht auf Sexualität in Kontakt kommen. Dafür braucht man sich weder zu schämen, noch wäre das unnormal. Ich bin als Kind ein sexuelles Wesen, erlebe Orgasmen und das ist gut so, also will ich den Übergriff vermutlich, weil da „schöne Gefühle“ auftauchen. „Verklemmt sein“ ist falsch. Bei Sexualität muss man offen sein.
Ich hätte meine Geschlechtsteile und sexuelle Praktiken theoretisch benennen können, weil ich sie oft genug von den Tätern benannt bekommen habe. Es hat rein gar nichts genützt, weil es darum am Ende im Kinderschutz nicht geht!
Menschen und vor allem Kinder sind keine „sexuellen Wesen“. Wir sind Geschöpfe, die wie alle Säugetiere für die Fortpflanzung ab einem gewissen Alter auch Sexualität entwickeln. Keinesfalls sind Menschen dieser Sexualität willenlos ausgeliefert, müssen sie ausleben, weil sie derart zentral wäre und können sich ihrer Triebe von Geburt an nicht erwehren. Sexualität dermaßen ins Zentrum des menschlichen Wesenskerns zu rücken, halte ich für ein absolutes Armutszeugnis! Babys mögen Orgasmen erleben können und doch sind sie weit davon entfernt, eine Sexualität zu haben, wie Erwachsene sie definieren. Die oben genannten Aussagen könnten eins zu eins von einer Täterplattform stammen. Sie sind genutzte Täterbelege, dass Sexualität als Thema zwischen Erwachsenen und Kindern völlig normal ist, Kinder den Missbrauch wollen und ihn eigentlich schön finden, wenn sie sich nur nicht Schämen würden.
In der Prävention von Kindesmissbrauch haben derartige Aussagen überhaupt keinen Wert und machen die Sache nur noch schlimmer. Die großen Begründer der Sexualpädagogik und Lehrmeister an Universitäten wie Helmut Kentler sind übrigens häufig selbst einschlägig vorbestraft!
Erwachsene müssen ihren Job machen!Solange die Gesellschaft weg schaut, werden wir rein gar nichts gegen Missbrauch tun können und finden in der „Sexualpädagogik“ eine neue, schicke Form der Täter-Opfer-Umkehr und der eigentlichen Fakten! Wir schauen noch immer nicht an die Stellen, die weh tun und beruhigen unser Gewissen mit absurden Versuchen, die den Tätern entgegen kommen und eigene Verantwortung abschieben. Lieber „klären wir schon Kleinstkinder auf“, als zu bemerken, dass wir stand heute kein einziges effizientes Werkzeug haben, um sexualisierte Gewalt gegen Kinder zu verhindern. Wir verfolgen die Täter nicht und beschämen die Opfer. Wir haben als Gesellschaft keine Haltung und kein System, das ein echtes Eingreifen bei Kindeswohlgefährdungen möglich macht. Also Erwachsene, macht euren Job und lasst den Scheiß!
Es ist nicht der Job der Kinder sich zu wehren! Es ist nicht der Job der Kinder Gewalt benennen können zu müssen und es ist auch kein Schutz vor der Gewalt! Es ist ein Armutszeugnis, dass wir sexuellen Missbrauch an Kindern inzwischen „Pädagogik“ nennen! Immer öfter wird Pädagogik selbst zum Übergriff am Kind. Und nein, sexueller Missbrauch und Übergriffe beginnen nicht erst wenn Berührungen stattfinden. Auch die Art von einem Erwachsenen sexualisiert gesehen zu werden, gehört dazu!
Ihr sprecht mir aus dem Herzen. Endlosen Dank dafuer!
Es freut mich zu hören, dass wir mit der Sicht nicht alleine stehen und auch andere Menschen ein kritisches Auge auf diese Entwicklungen werfen. Vielen Dank für deine Rückmeldung!
Vielen Dank für das in wichtige Worte, für das darauf Aufmerksam, machen können.
Da habt Ihr völlig recht, dem Kind die Verantwortung zuzuschieben, ist wirklich ein Armutszeugnis. Die Täter, die Erwachsenen sind das Problem!
Und noch schlimmer ist es, dass Täter auf so heuchlerische Art und Weise mit Sexualpädagogik für Kinder ihr perverses Denken und Handeln rechtfertigen! Kinder sind keine sexuellen Wesen!
Ganz im Ernst, ich habe dafür keine Worte! Danke das ihr sie findet!
Danke für Ihre unmissverständlichen Worte. Sie stellen richtig für was viele Pädagogen und Lehrer nach Jahrzehnten pädophiler Hirnwäsche die Optik verloren haben.
Ich war als Sozialwaise von 1956 bis 1961 in einem evangelischen Waisenhaus. Die Mutter von mir besuchte mich gelegentlich dort. Bei einem ihrer Besuche – ich war 5 Jahre alt – saß sie auf einer Toilette im Keller. Die Kabinen hatten keine Türen. Nachdem sie fertig gepinkelt hatte, sagte sie mir, ich solle nähertreten. Sie stand auf und sagte: „Ich zeig dir jetzt wo die kleinen Kinder herkommen.“ Mit diesen Worten hob sie ihren Rock hoch. Sie trug keine Unterhose. Sie zeigte mir darauf ihre Scham und ihre Vagina.
Als ich beim Abendessen die Tante der Spatzengruppe fragte, ob sie auch so viele Haare da unten hätte, gab sie mir eine kräftige Ohrfeige. Ich wusste von da an sicher, wo die kleinen Kinder herkamen und dass ich, was die Mutter mir mitteilte, besser für mich behalten sollte. Mit 15 Jahren vergewaltigte mich die Mutter nach Jahren der Übergriffigkeit.
Heute würde die Mutter sicher als eine Avantgardistin der sexuellen Aufklärung gelten. Sie war nichts davon, sondern nur eine erbärmliche Kinderschänderin.
und noch ein Hinweis auf eine aktuelle Diskussion zum Thema bei EMMA https://www.emma.de/artikel/dossier-fruehe-sexualisierung-341383
“Auch die Art, von einem Erwachsenen sexualisiert gesehen zu werden, gehört dazu.“ Volle Zustimmung!
Erwachsene haben sich in kindliche Sexualität nicht einzumischen, in keiner Hinsicht. Ich finde bereits ein darauf gerichtetes Interesse fragwürdig und – gerade, wenn sie, wie in der Pädagogik der Fall, wissenschaftlich erforscht wird – ein Einfallstor für den pädophilen Blick aufs Kind (also für Pädophile). Umso mehr, wenn Befragungen dazu gehören, von denen das Kind gar nicht erfassen kann, wie invasiv das ist. Und was von den Forschenden, selbst wenn sie selbst nicht pädophil sind, gar nicht reflektiert wird. Das ist höchst fahrlässig!
In Deutschland gibt es auch kein Child safeguarding, demzufolge derartige Gefahren für Kinder auszuschließen Bedingung wäre.
Auch solchen von dir beschriebenen Influencern ist das Invasive und Grenzüberschreitende dieser Aufoktroyierung sexueller Themen auf ein Kind offensichtlich nicht bewusst. Der gute Wille, so vermeintlich Kinder zu schützen, eine oberflächliche Beschäftigung mit dem Thema ohne die Grenzen von Kindern ernsthaft abzuwägen, und schwups setzt man potentiell schädliche Ideen in die Welt. Freuen tun sich darüber im Endeffekt nicht die Kinder, sondern andere.