Rituelle Gewalt – mehr als eine ideologisch motivierte Straftat

Rituelle Gewalt ist aus unserer Sicht in ihrer Komplexität und Bedeutung für die Opfer schwer mit wenigen Worten zu definieren. Der Einfachheit halber wird sie oft als „ideologisch motivierte Straftat“ umschrieben. Auf der Seite des UBSKM wird sie in einen Topf mit organisierter Gewalt geworfen und lediglich durch die Ergänzung der Tatmotivation in der Definition folgendermaßen erfasst:

Als organisierte sexualisierte Gewalt bezeichnet man die systematische Anwendung schwerer sexualisierter Gewalt in Verbindung mit körperlicher und psychischer Gewalt durch mehrere Täter und/oder Täterinnen oder Täternetzwerke. Häufig ist sie mit kommerzieller sexueller Ausbeutung, wie zum Beispiel Zwangsprostitution oder der Herstellung von Missbrauchsdarstellungen verbunden.

Dient eine Ideologie als Begründung oder Rechtfertigung von Gewalt, bezeichnet man dies als rituelle Gewalt. Eine solche Ideologie kann religiös sein und beispielsweise im Kontext von Sekten und Kulten vorkommen oder sich aus einer politischen Überzeugung, zum Beispiel in rassistischen oder faschistischen Gruppierungen, ableiten.

Ich habe mich selbst in einigen meiner Artikel der Einfachheit halber und für ein grobes Verständnis der Thematik in aller Kürze auf diese Definition zu den Tathintergründen bezogen. In Anbetracht der aktuellen Umstände und den Tendenzen rituelle Gewalt untergehen zu lassen, möchte ich in diesem Beitrag nochmals erfassen, weshalb sie für die Opfer aus meiner Sicht weit mehr ist als eine ideologisch motivierte Straftat und warum es so wichtig ist, sie unabhängig von anderen Gewaltformen und -zusammenhängen zu betrachten.

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Die Dissoziative Identitätsstörung (DIS) – (k)ein Zirkuspferd?!

Ich sitze hier, während draußen der Regen fällt, Kälte um‘s Haus kriecht und denke im Nebeldüster über die DIS nach. Meine DIS. Mein Empfinden zu einem Grundsystem, das die neuronalen Abläufe in meinem Körper prägt. Eine Erkrankung mit Persönlichkeit, die doch so viel mehr ist, je länger ich mich damit auseinandersetze. Ich merke, wie mich Instagramaccounts regelmäßig aus der Fassung bringen und in einer Mischung aus persönlicher Panik, Wut und totalem Unverständnis zurück lassen. In dem Beitrag geht es um meine Reaktionen und inneren Auseinandersetzungen mit dem Thema. Sie sind nicht als persönliche Kritik an andere Menschen zu verstehen.

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Rituelle Gewalt benennen!

Seit einiger Zeit beobachte ich, dass „rituelle Gewalt“ nicht mehr als eigenständige Gewaltform benannt wird. Der Trend geht in die Richtung, pauschal darum herum zu eiern. Man spricht von „organisierter Gewalt“. Da gehört das ja irgendwie dazu oder?

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„Sexualpädagogik“ als eigenständige Form der sexualisierten Gewalt

„Menschen sind von Geburt an sexuelle Wesen“ schreibt die BZgA. Sexualpädagoginnen wie @die.mamareike drehen Videos auf Instagram in denen sie fragen: „Hast du gewusst, dass dein Baby schon Orgasmen haben kann?“ Darauf macht ein aktueller Beitrag von @childrensdefence aufmerksam.

Wir waren erneut entsetzt, wie nah Pädagogik in ihrer Denk- und Sprechweise inzwischen dem Gedankengut von Tätern ist.

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Von gesellschaftlichem Hohn an den Opfern über Täterhilfen

In den letzten Tagen wurde ein großes Netzwerk von Pädokrimnellen in Deutschland aufgedeckt und eine von ihnen betriebene Plattform im Darknet abgeschaltet. Die Täter sind deutschlandweit verteilt. Gefunden wurde die enorme Menge von 13,5 Terabyte an Kinderfolterdokumentation, Millionen von Bildern und Videos – eine schier ermittlerisch bislang nicht zu bewältigende Datenmenge. Bereits Mitte September gelang der Staatsanwaltschaft Bamberg in einem weiteren Fall ein Schlag gegen einen Pädophilenring. Ein Kind konnte befreit werden. Es geht ihm entsprechend der erlittenen Gewalt aktuell sehr schlecht.

Was mir nun in letzter Zeit bei derartigen Medienberichten im Internet auf den Plattformen großer Presseberichterstatter sauer aufstößt, ist der Hinweis im Text auf sog. Hilfestellen für Täter und Projekte wie „Kein Täter werden“. Was soll das!?

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