
Du musst dort starten, wo du in deinem Bauch bist, nicht dort, wo du von deinem Kopf her glaubst sein zu müssen.

Du musst dort starten, wo du in deinem Bauch bist, nicht dort, wo du von deinem Kopf her glaubst sein zu müssen.

Rituelle Gewalt = Satanismus.
Der Eindruck könnte entstehen, wenn man sich die Schilderungen in der Fachliteratur oder auf diversen Internetseiten ansieht. Beschrieben sind so gut wie ausschließlich Rituale oder schwarze Messen im Zusammenhang mit satanistischem Gedankengut. Doch diese Einengung greift zu kurz und schafft neue Probleme.
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Frei wie der Wind saßen wir als Kind oft in einem alten Baum. Wir genossen die Erholung in der Natur. In seinen Astgabeln fühlten wir uns nie alleine. Er war stark und hörte zu. Im Sommer verschwanden wir vollständig unter seinem Blätterdach. Niemand konnte uns sehen. Unter seinem Schutzmantel fühlten wir ein Stück Geborgenheit. Er war ein guter Freund. Wenn die Männer nach uns suchten, machte er uns unsichtbar und unerreichbar. Er tröstete uns über manche Wunde hinweg. Von ihm fühlten wir uns verstanden.
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Wir sind müde. Aus einem Glas löffeln wir erschöpft heißen Vanillepudding. Die Finger tippen angestrengt Worte auf den Bildschirm ohne zu wissen, was sie damit eigentlich sagen wollen. Der Hals kratzt plötzlich rau und trocken. Ich überlege, ob ich mich verkühlt haben könnte. Eigentlich hab ich aufgepasst. Auf Sat1 laufen nebenbei angeblich lustige Urlaubsvideos, bei denen ich nicht sicher bin, ob sich manche Urlauber nicht vor lauter Spaß den Hals gebrochen haben. Zum Lachen ist mir bei ihrem Anblick jedenfalls nicht. Wir machen den Fernseher aus. An den Körperstellen, an denen heute Mittag noch Verspannungen saßen, fängt jetzt leichter Muskelkater an uns zu piesaken. Sport ist…
Langsam fallen uns die Augen zu. Wir können uns kaum mehr dagegen wehren. Obwohl es noch so viel zu erzählen gäbe, ist für heute Feierabend. Alles andere muss warten bis morgen.
Wir wünschen allen eine gute Nacht und schöne Träume!

Ich nehme mit dem Strohalm eine Schluck aus meiner Eisschokolade. Der Sonnenschirm ist längst zugeklappt. Es wäre ohnehin bereits schattig. Ein kühler Wind lässt mich im kurzen T-Shirt leicht frösteln. Die langen weißblühenden Astausläufer der Hecke wiegen sanft im Luftzug. Lila glitzert der Lavendel zu uns herüber. Die durstigen Pflanzen schlürfen mit ihren langen Wurzeln das Gießwasser aus der Erde, während ihnen die Vögel ein Nachtlied singen. Bald wird der Tag auch für uns zu Ende sein. Dann schlafen wir ein und betreten eine „traumhafte“ Welt.
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Wir sitzen mit den beiden Tigern auf dem Balkon und genießen den Rest des Sommertages. Unsere Haare sind noch feucht vom Schwimmbad. Während wir unsere Bahnen gezogen und im kühlen Nass ein Stück Freiheit genossen haben, suchten wir nach Worten. Seit Tagen setzen wir immer wieder an einen Beitrag zu schreiben und verwerfen ihn dann wieder. Das kommt nicht etwa davon, dass uns die Ideen fehlen. Nein, es liegt daran, dass die Sprache die wir gerade haben, nah am Ghetto schrabbt und nicht mit Kraftausdrücken spart. Sie ist hart und prallt unangenehm auf die Trommelfelle. Mit ihrem Klang durchkreuzt sie die lockere Sonnenstimmung. Sie passt nicht zu den lachenden Momenten am Swimmingpool mit der Durchschnittsgesellschaft. Der Wortschatz ist schonungslos und beschreibt in Details immer wieder die Grauen von einst. Da ist nichts von Umschreibung oder Überbegriffen oder ausgewählten Begrifflichkeiten.
Ich haue das kleine spitze Küchenmesser in die Melone.
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