Sofatage

Die letzte Zeit war stressig.
Unter der Woche arbeiten, am Wochenende Fortbildungen und seelische Themen klopften auch nur genug an. Also musste ein Ruhetag her.
Den hab ich mir dann heute selbst verordnet.
Mit strengen Ruhetagverordnungen:
– Ausschlafen! Lange.
– Im Schlafanzug auf dem Sofa rumhängen
– Die  Mieze streicheln und das Schnurren genießen
– Frischluft streng vermeiden
– Rigoroser Gedankenstopp
– Bewegung verboten, ausgenommen die Strecke zwischen Bett und Sofa
– Fernsehen
– Nicht Kochen
– Gespräche auf ein wenig Smalltalk reduziert
Kurz: Einfach nur nichts tun.

Klingt erst mal machbar, hat aber seine Tücken.
Punkt eins „Ausschlafen“ scheiterte daran, dass ich freiwillig um 8.00 Uhr wach war.
Warum passiert das eigentlich nie, wenn ich arbeiten muss?
Nun gut. Beginnt Phase zwei „auf dem Sofa rumhängen“ also früher. Mieze streicheln wäre jetzt schön gewesen, allerdings erlebte diese gerade ihre wilde Phase und fegte wie verrückt durch die Wohnung rauf und runter, über mich drüber, unter mir durch und wieder von vorne.
Die Gedanken hielten sich leider nicht durchgehend an das Stoppschild und mussten immer wieder deutlich zurückgepfiffen werden, aber es gab doch zwischendrin ruhige Zeiten. 🙂
Ferngesehen hätt ich gerne, aber irgendwie war nicht wirklich was Schönes im Programm.
Dafür hatte ich ein schönes Telefongespräch mit meiner Freundin.
Frischluft konnte ich gut vermeiden und auch die Bewegung konnte ich völlig auf die Wechsel zwischen Bett und Sofa beschränken.
Bis um 16.00 Uhr eine Bekannte anrief, dass sie sich aus der Wohnung gesperrt hat. Da ich ihren Zweitschlüssel habe, war es nun dahin mit dem Vorsatz und ich musste die Wohnung verlassen, um ihr den Schlüssel zu bringen.
Wachmachfrischluft. Igitt. Rette sich wer kann…
Wieder zu Hause, hab ich dann doch noch Nudeln gekocht, weil ich mittlerweile Hunger bekommen habe und mich dann ganz schnell wieder aufs Sofa verzogen.
Ruhe. Endlich. Mit Schnurrekatze auf dem Schoß. So schön. 🙂

Ich glaub ich muss das üben und perfektionieren… 😉
Mach ich Morgen einfach noch mal. Ich hab ja jetzt Urlaub und ich freu mich so auf diese Zeit. 🙂

Samhainmorgen

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Heute Morgen ging es schon um halb neun mit dem Auto los.
Auf meinem Gesicht lag ein zartes Lächeln, verursacht durch das schöne Gefühl, dass liebe Verstorbene sich zu mir gesellt haben und mit mir zusammen den Tag begrüßen.
Auf der Strecke lag ein längeres Waldstück, das mystisch verzaubert gerade erwachte.
In zart verschleierte Nebelstrecken schien die Sonne und brachte die dunstigen Wassertropfen zum Glänzen.
Oder war’n es etwa kleine Glitzerpartikechen aus ganz andern Welten?
In mir das Gefühl, dass die andere Welt so offen ist. So frei. Spürbar nah.
Aus dem Autofenster versuchte ich ein wenig des Zaubers mit der Handykamera einzufangen und gleichsam zu konservieren.

In mir die Suche nach alten vergessenen Traditionen, die vielleicht einen besseren tieferen Zugang zu der Bedeutung dieses Tages erlauben als das christliche Allerheiligen oder Halloweenbräuche.
Weg von Tod und Trauer zu einer ganz liebevollen Begegnung mit diesen Jahreszeiten.
Der Wunsch ein bisschen Einblick in die Welt, das Weltverständnis und das Wissen von alten keltischen Weisen zu haben.

Sehnsucht die alltäglichen Begrenzungen einfach loszulassen.

Natürliche Rhythmen.

Die Welt ist friedlich.
Die Seelen sind friedlich.
Meine Seele genießt den Frieden.

Samhainseelegenießermorgen.